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ARTIKEL

Weihnachten und ein korrekteres Verständnis von Liebe

Aus der Dezember 2022-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 13. Dezember 2021 im Internet.


Eine 2000 Jahre alte Geschichte beschäftigt unsere Welt bis heute. Die Geburt eines Menschen wird nach wie vor weltweit gefeiert. Was hatte es mit Christi Jesu kurzem Leben auf sich, dass ihm diese Reverenz entgegengebracht wird – dass sein Leben den Aufbau von Nationen beeinflusst und künstlerische Meisterwerke, die Kultur und sogar unsere Zeitrechnung inspiriert hat?

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, erklärt die Bedeutung von Jesu Leben in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, wenn sie schreibt: „Jesus half, den Menschen mit Gott zu versöhnen, indem er dem Menschen einen wahreren Begriff von Liebe, dem göttlichen Prinzip der Lehren Jesu, gab, und dieser wahrere Begriff von Liebe erlöst den Menschen von dem Gesetz der Materie, der Sünde und des Todes durch das Gesetz des Geistes – das Gesetz der göttlichen Liebe“ (S. 19).

Denken wir einmal näher darüber nach: Jesus, der Sohn Gottes, zeigte der Menschheit „einen wahreren Begriff von Liebe“, und diese Liebe ist das göttliche Prinzip seiner Lehre. Dies ist eine einfache und doch so profunde Antwort auf die anfängliche Frage. Alle Elemente dieser bescheidenen und heiligen Nacht von Jesu Geburt vor langer Zeit deuteten auf diese Liebe hin. Die Hirten, die Weisen, Maria und Josef waren empfängliche Zeugen dessen, was in der Welt ans Licht gekommen ist – die stärkste und dauerhafteste Lektion über die Natur Gottes als allgegenwärtige, göttliche Liebe und die Beziehung des Menschen zu dieser Liebe. Durch Jesu jungfräuliche Geburt erhielt die Welt einen überzeugenden Beweis, dass diese Liebe, die göttlicher Geist ist, die Materie und ihre angeblichen Gesetze der Existenz außer Kraft setzt. Und Jesu Erscheinen hilft uns, die Ewigkeit der Liebe als göttliches Leben zu erkennen. Ist das der Grund, warum die Engel von Frieden sangen? Ist es das, was wirklich die Himmel erleuchtete?

Von diesem bescheidenen Platz in der Krippe aus wuchs Jesus heran und hatte Gott, die göttliche Liebe, an erster Stelle in seinen Gedanken. Die Evangelien berichten, wie er aufwuchs und andere und die Jünger wahrhaft liebte, selbst wenn sie vom rechten Weg abkamen – wie Johannes, der sich an einem Dorf rächen wollte, weil es sich weigerte, Jesus und seine Jünger einzulassen; Petrus, der vorübergehend leugnete, mit ihm befreundet zu sein; und Judas, der ihn letztendlich verriet. Er liebte Zachäus, der als geldgieriger Steuereintreiber bekannt war. Er liebte und segnete die kleinen Kinder, die andere von ihm fernhalten wollten. Und er liebte die verachtete Samariterin, der er am Brunnen begegnete.

Jesu Bergpredigt enthält die Seligpreisungen, in denen er Eigenschaften ausführte, die für Nächstenliebe unverzichtbar sind, darunter Sanftmut, Reinheit, Friedenstiften und geistige Wissbegierde. Für Jesus war Nächstenliebe keine reine Freundlichkeit oder etwas, das man tut, weil man versucht, ein guter Mensch zu sein. Er zeigte uns, dass liebevoll zu sein unsere wahre Natur als Gottes Kinder ist, also ist Nächstenliebe eine Voraussetzung, wie Jesus betonte: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt; wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ (Johannes 13:34).

Selbst wenn wir meinen, bereits zu wissen, was Jesus gelehrt hat, und unser Bestes tun, um danach zu leben, kann in der Vorweihnachtszeit der Gedanke aufkommen: „Ich freue mich nicht sonderlich auf die Feiertage.“ Vielleicht meinen wir, nicht zu wissen, wie wir mehr Liebe zu oder von Gott empfinden oder Menschen mehr Liebe entgegenbringen sollen. Vielleicht wissen wir nicht, wie wir mehr Liebe für Angehörige oder Freunde aufbringen sollen, die uns enttäuschend oder schwierig vorkommen. „Ich besitze weder die Fähigkeit noch das Verlangen zu lieben“, sagen wir möglicherweise. „Und ehrlich gesagt fühle ich mich manchmal nicht mal selbst der Liebe würdig.“

Diese Erklärung von Jesus ist sehr hilfreich: „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch auch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“ (Johannes 15:9). Jesus erkannte, dass die Quelle der Liebe, die ihn befähigte, andere zu lieben, unser Vater-Mutter-Gott war, unendliche, allmächtige Liebe. Diese ewige Wahrheit, „Christus, Wahrheit“, die Jesus lehrte, ist bei uns und offenbart uns, dass unsere Fähigkeit, Liebe widerzuspiegeln, so natürlich und beständig ist, wie die Sonne scheint. Wie ein Sonnenstrahl existiert, um Licht auszustrahlen, so existieren wir, um Liebe auszuströmen. Wir müssen uns nicht dazu antreiben, liebevoll zu sein. Wir müssen Liebe nicht generieren, noch können wir wahre Liebe zurückhalten. Wir lieben, indem wir Gott widerspiegeln. Als die Kinder, die Nachkommen, der Liebe spiegeln Sie und ich Gottes unerschöpfliche Liebe ganz natürlich wider, denn sie ist universal, allumfassend und unvoreingenommen. Die göttliche Liebe ist ein tätiges Prinzip, keine Option oder persönliche Präferenz, noch ist sie eine lästige Pflicht.

Jesus hat durch seine Heilarbeit immer wieder bewiesen, dass Gott Seine Schöpfung liebt. Das bedeutet, dass Gott, Geist, Sie ebenfalls liebt – nicht als Sterblicher mit Fehlern, Schwächen und Mängeln. Gott sieht und liebt Sie so, wie Er Sie erschaffen hat – als geistige Idee der Liebe –, und zwar aufgrund des vollkommenen geistigen Ausdrucks Seiner selbst, erfreuend, schön, gesund, unschuldig und in jeder Hinsicht wundervoll. Das ist der Höhepunkt der Weihnachtsbotschaft: dass Christus hier ist und offenbart, dass Sie nicht nur als liebevoll erschaffen sind, sondern auch, um als das Kind der göttlichen Liebe geliebt und wertgeschätzt zu werden. Dies zu verstehen führt zu Heilung.

An einem Wintertag rief mich eine Freundin in meiner Eigenschaft als Praktikerin der Christlichen Wissenschaft an und bat mich, für sie zu beten. Sie litt an etwas, das sie als aggressive Infektion mit grippeähnlichen Symptomen beschrieb. Sie fühlte sich schrecklich und war besorgt, dass sie Weihnachten verpassen würde. Nach dem Gespräch dachte ich noch einmal über die Elemente von Jesu Geburt nach, die uns nahebringen, dass Liebe das göttliche Prinzip ist, das Jesu Lehren zugrunde liegt. Liebe ist vollständig sie selbst. Liebe füllt allen Raum. Sie ist die Substanz, der Urheber, der Zustand, die motivierende und aktivierende Macht alles Seins. Außerhalb der Allheit der Liebe gibt es nichts.

Der aktive Einfluss des Gesetzes der göttlichen Liebe, das durch den Christus, Wahrheit, wirkt, ist ein Zeichen für „Immanuel“ oder „Gott mit uns“. Er erreicht unser Bewusstsein und treibt Furcht aus. Er befreit, erneuert und erlöst. Das Gesetz der Liebe heilt alte Verletzungen und Wunden und neutralisiert alle Gifte – einschließlich vergifteter Denkmuster und Beziehungen. Es heilt Krankheiten – einschließlich derer, die Viren zugesprochen werden –, Missbildungen und Fehlfunktionen. Es stellt das Gleichgewicht unseres Arbeits- und Privatlebens her. Es sorgt dafür, dass wir nicht allein sind. Es stellt Zusammenhänge für unser Denken her und befähigt uns zu erkennen, worüber wir uns keine Sorgen machen müssen, wie wir Menschen, die unliebenswert erscheinen, lieben können, und wie man in einem schwierigen Gespräch sanft antworten kann. Es reinigt unser Denken über andere. Das Gesetz der Liebe öffnet unsere Augen für die Schönheit des Lebens und zeigt uns das unendliche Gute, das uns bereitsteht.

Ich betete außerdem darum zu verstehen, dass die Art des hasserfüllten oder verwirrten Denkens, die König Herodes dazu geführt hat, den neugeborenen Jesus zu verfolgen, die Überzeugung von Gottes absoluter Macht nicht erschüttern konnte. Dieses Herodes-Denken, der Glaube an eine Macht, die den Christus, die Wahrheit, zerstören könnte, kann nicht im Bewusstsein Fuß fassen, um Krankheit zu bringen oder Weihnachtsstress auszulösen. Die göttliche Liebe konnte keine Kraft erschaffen, die ihr selbst entgegensteht, und hat dies auch nicht getan. Liebe würde niemals Schaden oder Leiden verlangen. Es gibt keine materielle Intelligenz, die ein Virus erschafft, das sich gegen diesen allmächtigen Gott und Seinen Christus stellt. Die Umwelt der unendlichen Liebe könnte niemals schädliche Stoffe enthalten.

Der Christus hat meiner Freundin gleichzeitig ein wahreres Verständnis von Liebe offenbart. Die Wahrheit, die sich zeigte, war, dass Liebe das Alles-in-allem ist. 

Innerhalb einer Stunde rief meine Freundin wieder an und berichtete, dass sie vollständig geheilt war. Wir dankten gemeinsam Gott, und meine Freundin konnte die Weihnachtszeit bei völliger Gesundheit genießen.

Die Beschaulichkeit, die wir traditionell mit der Krippenszene verbinden und die Christen und andere auch heute lieben, erinnert uns daran, aus dem Trubel und der Geschäftigkeit der Saison mit ihren besonderen Anforderungen herauszutreten und uns bewusst mit diesem wahren Verständnis von Liebe zu verbinden.

Es macht nichts, wenn die Kerzen nicht gleichmäßig über den Baum verteilt sind, die Gäste nicht pünktlich zum Essen erscheinen oder das geliebte Weihnachtsessen ein wenig zu lange im Ofen war. Das macht nichts! Wichtig ist, mithilfe des Christus Gottes allumfassende Liebe für jedes Familienmitglied, alle Verkäufer und Kunden in den Geschäften und alle Verkehrsteilnehmer zu fühlen.

Die zärtlichen, göttlichen Worte des Christus richten sich an jeden von uns, bereichern die Liebe der ganzen Menschheit und offenbaren uns, dass Liebe nicht nur die Quintessenz des Seins ist – sie ist die Grundlage des Seins. Und dieses wahrere Verständnis von Liebe beschert unserem Leben und der Welt einen beruhigenden, tiefen Frieden.

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„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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