Skip to main content
Original im Internet

Trauer und Herzbeschwerden geheilt

Aus der August 2018-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 28. Juni 2018 im Internet.


Vor einigen Jahren verstarb meine Mutter, und ich flog nach Südafrika, sobald ich davon hörte. Wir waren uns sehr nahegestanden, und ich war dankbar, dass ich stark genug war, um die Beerdigung durchzuführen und alle zu trösten, die Trost brauchten. Die Beerdigungsfeier zelebrierte ihr Leben, und ich empfand zu der Zeit keine Trauer.

Doch ca. acht Monate später, als ich wieder in den Vereinigten Staaten war, wurde ich von den menschlichen Umständen hypnotisiert, die zu dem Tod meiner Mutter geführt hatten, und ich erlebte die offenkundigen Symptome eines Herzinfarkts. Dadurch wurde ein unbewusster Wunsch zutage gefördert, ihr nachzufolgen.

Meine Mutter hatte mich als Kind mit der Christlichen Wissenschaft bekanntgemacht und zur Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft gebracht, obwohl sie selbst die Religion nicht aktiv praktizierte. Doch sie schätzte sie, und wenn sie ein Problem hatte, bat sie mich, für sie zu beten, und erlebte einige beachtliche Heilungen. Obwohl wir später Tausende Meilen voneinander entfernt wohnten, hatten wir engen Kontakt und telefonierten jede Woche ca. eine Stunde lang.

Nachdem sie weitergegangen war, wurde mir klar, dass diese wöchentlichen Unterhaltungen nun zu einem Ende gekommen waren und wir keine Neuigkeiten mehr austauschen konnten. Es kam mir vor, als hätte ich etwas Wertvolles verloren, und ich begriff, dass dieses Gefühl der Trauer und des Verlusts geheilt werden musste.

Da mir der Gedanke kam, dass ich die Nacht nicht überleben könnte, rief ich eine Freundin aus der Kirche an, die sofort einen längeren Weg durch Eis und Schnee zurücklegte, um zu kommen. Sie blieb an meinem Bett und las mir mehrere Stunden aus dem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schriftvon Mary Baker Eddy, vor, bis mein Denken der göttlichen Wahrheit Raum schaffte, die das Lehrbuch deutlich macht, und ich Frieden fand und einschlief.

Als ich am Morgen aufwachte, brauchte ich weiter Unterstützung, denn einige Symptome hielten an, also bat ich eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um metaphysische Behandlung. Sie sagte, sie werde für mich beten, und forderte mich auf, an einem Projekt mitzuarbeiten, mit dem sie beschäftigt war: alles in Wissenschaft und Gesundheit zu lesen und zu erforschen, was sich auf „Macht“ bezieht. Wir telefonierten ca. zwei Wochen lang alle paar Tage. Das intensive Studium und Gebet stärkte mein wachsendes Verständnis, dass es keine von Gott getrennte Macht gibt und dass jeder Glaube an eine Macht oder ein Leben in der Materie, wie Herz oder Blut, verschwinden muss.

Es war eine Zeit großen geistigen Wachstums. Ich arbeitete täglich mit der Definition von Gott im Glossar von Wissenschaft und Gesundheit und studierte die Synonyme für Gott, einschließlich der darin enthaltenen Eigenschaften, z. B. Freude. Ich bekräftigte, dass ich sie als Gottes geistige Idee widerspiegele. Ich schlug auch das Wort Herz nach, das Mrs. Eddy metaphysisch als „sterbliche Gefühle, Motive, Neigungen, Freuden und Leiden“ definiert (S. 587). Trauer ist eindeutig ein sterbliches Gefühl der Trennung von einer geliebten Person und den mit ihr verbundenen wertvollen Erfahrungen. Doch wir können nie von Gott, der Quelle unseres Seins und unserer Freude, getrennt sein, und diese Wahrheit trifft auch auf die geliebte Person zu. Ich fing an, die mit Trauer verbundene falsche Prämisse zu erkennen, und dieses sterbliche Gefühl verschwand. Ich verstand, dass Freude und Unbeschwertheit die wahre Substanz des Herzens sind und dass nichts mich dieser Eigenschaften berauben könnte.

Außerdem fand ich tröstliche Wahrheitsaussagen in dem Kapitel „Die Praxis der Christlichen Wissenschaft“, wie: „Dem blassen Kranken, von dem du behauptest, dass er an Anämie dahinsieche, sollte erklärt werden, dass Blut niemals Leben gegeben hat und es niemals nehmen kann – dass LebenGeistist und dass mehr Leben und Unsterblichkeit in einem guten Motiv und in einer guten Tat liegen als in all dem Blut, das je durch sterbliche Adern geflossen ist und einen körperlichen Sinn von Leben simuliert hat“ (S. 376).

Der Mesmerismus der Trauer war durchbrochen, als die geistigen Wahrheitsgedanken, mit denen die Praktikerin und ich gebetet hatten, mein Denken erfüllten, und die körperlichen Symptome verschwanden völlig aus meinem Denken und meiner Erfahrung. Die Heilung war so vollständig, dass mir jedes Gefühl von Trauer und Verlust fremd vorkam. In den darauffolgenden Monaten kehrte die Fülle des göttlichen Lebens in meinem Ausdruck von Energie und Enthusiasmus sowie in Form liebevoller Beziehungen zurück. In meiner Arbeit als Professorin, die unterrichtet und Forschung treibt, hat es seitdem freudige Gelegenheiten gegeben, neue Erfahrungen zu sammeln, bis dahin unbekannte Gefilde zu erkunden und inspirierende neue Projekte zu beginnen. Und die Freude an der geistigen Entdeckung dauert bis heute an.

Norma Presmeg
Maryville, Tennessee, Vereinigte Staaten

ERLANGEN SIE ZUGRIFF AUF WEITERE WUNDERBARE ARTIKEL WIE DIESEN!

Willkommen zu Herold-Online, dem Zuhause des Herold der Christlichen Wissenschaft. Wir hoffen, dass der an Sie weiterempfohlene Artikel Ihnen gefallen hat.

 Sie erlangen vollständigen Zugriff auf alle Herolde, wenn Sie mithilfe Ihres Abonnements auf die Druckausgabe des Herold ein Konto aktivieren oder wenn Sie ein Abonnement auf JSH-Online abschließen.

More in this issue / August 2018

  

Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksankeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.