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Gegen Ansteckung immun

Aus der September 1976-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Man braucht sich nicht von dem Glauben an ansteckende Krankheiten mesmerisieren zu lassen, noch muß man ihre Symptome akzeptieren.

Warum nicht? Weil die Illusion von Krankheit sich durch Furcht kundtut, und jeder kann aufhören, sich zu fürchten. Durch die Christliche Wissenschaft kann jeder seine Gedanken so konsequent und energisch verteidigen, daß er völlig immun gegen Ansteckung ist. Er kann sich vor Augen führen, daß Furcht niemals Gottes Sein daran gehindert hat, Vollkommenheit auszudrücken; und weil er in Wirklichkeit Gottes unmittelbare, makellose Widerspiegelung, Sein Ebenbild, ist, kann Furcht ihn niemals der wahren Energie und Gesundheit berauben.

Krankheit hat keine Macht, noch kann sie irgendwelche Macht beanspruchen. Wenn sie irgendwelche Autorität zu haben scheint, so kommt diese von unseren falschen Vorstellungen von Gott und dem Menschen. Doch falsche Annahmen sind kein Gesetz und verleihen der Krankheit keine Macht. Das Gesetz Gottes, des Guten, liegt aller Wirklichkeit zugrunde. Krankheit ist das Gegenteil vom Guten. Daher ist Krankheit kein Gesetz.

Gott ist vollkommen, und Er erschafft den Menschen vollkommen. Er ist der Eine, der das ganze Universum einschließlich des Menschen erschafft; und alles, was Er erschafft, ist gut. Die Reinheit Gottes und des Menschen ist die Grundlage des Gebets, und das Wesentliche an wirksamem Gebet gegen Ansteckung ist, die Furcht auszulöschen. Womit? Mit Liebe!

Wenn wir meinen, krank zu werden, müssen wir daran denken, daß unsere Gesundheit das ausdrückt, was wir über uns selbst denken, sowie die uns beherrschenden falschen Annahmen und die Furcht — oder Liebe. „Die völlige Liebe treibt die Furcht aus.“ 1. Joh. 4:18; Lieben wir Gott, Liebe, wirklich? Lieben wir Ihn so sehr, daß wir völlig Seiner Fürsorge vertrauen? Wissen wir wirklich, daß uns Seine Liebe umfängt und uns vor allen Formen des Bösen schützt? Wenn dem so ist, kann die Furcht, und mit ihr die Symptome der Krankheit, sofort ausgelöscht werden.

Der Annahme nach können wir eine ansteckende Krankheit nicht nur durch direkte Berührung bekommen. Wenn wir geistig nicht wachsam sind, akzeptieren wir vielleicht schon die Symptome einer Krankheit und bekunden sie sogar, wenn wir über sie in der Zeitung lesen oder eine Beschreibung darüber hören. Krankheit wird durch sterbliches Denken hervorgerufen, das keine wissenschaftliche, geistige Grundlage hat. Aber unsere wirkliche Identität ist geistig — wir sind Ideen des Gemüts —, und wenn wir dies wissen, können wir uns weigern, aggressive Suggestionen, welchen Ursprungs sie auch sein mögen, zu akzeptieren. Wir unterstehen dem Gesetz Gottes, des Guten, das die Ansprüche des Bösen in all seinen Formen zunichte macht. Wenn wir die sterblich mentale Natur der Ansteckung verstehen, können wir verhindern, daß diese Symptome in Erscheinung treten, oder sie schnell verschwinden sehen und frei und gesund sein.

Manchmal hören wir, daß die und die Krankheit „umgeht“. Wohin geht sie? Wie bewegt sie sich? Sie besitzt kein Leben, das sie in Gang bringen, keine Intelligenz oder Energie, die sie von einem Ort zum anderen bewegen, und keine Wahrheit, die ihr Gegenwart oder Macht verleihen könnte. Sie bewegt sich lediglich von einem falschen Begriff zum anderen.

In Wissenschaft und Gesundheit sagt Mrs. Eddy: „Wir weinen, weil andere weinen, wir gähnen, weil andere gähnen, wir haben Pocken, weil andere sie haben; aber das sterbliche Gemüt, nicht die Materie enthält den Ansteckungskeim und überträgt ihn. Wenn diese mentale Ansteckung verstanden worden ist, dann werden wir in bezug auf unsere mentalen Zustände vorsichtiger sein und Geschwätz über Krankheit ebenso vermeiden, wie wir es vermeiden würden, dem Verbrechen das Wort zu reden.“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 153; Wenn wir unser Denken gegen Suggestionen verteidigen, so kann uns das gegen alle Formen der Ansteckung immun machen.

Ich sagte einmal zu meinem Mann: „Ich glaube, ich bekomme die Grippe.“

„Die was?“ „Die Grippe.“ „Was ist das?“ „Du weißt doch, Influenza.“ „Ich habe noch nie davon gehört!“

Schweigend saß ich da und dachte darüber nach. Von Grippe nie etwas gehört? Was für ein Mann ist das? Und dann dämmerte es mir auf. Er hatte auf die Wahrheit angespielt, daß der Mensch völlig sicher in Gottes Obhut ist und von den Argumenten der Krankheit und Ansteckung nicht erreicht werden kann.

Der Mensch, von Gott dazu erschaffen, Ihn auszudrücken, war immer „unter dem Schirm des Höchsten ... und unter dem Schatten des Allmächtigen“ Ps. 91:1. und wird es immer sein. Die Identität des Menschen ist daher fest in der geistigen Wahrheit begründet.

Sofort wurde mir klar, daß die Wirksamkeit reinen, rechten Denkens durch Christus Jesus veranschaulicht worden war. Und nun vollbrachte dieselbe Christuskraft ihr Heilungswerk genau da, wo das Bedürfnis vorlag. Wenn diese Kraft in meinem Bewußtsein wirkte, wie konnten dann, so folgerte ich, die Symptome von Grippe bestehenbleiben?

Nach einer halben Stunde war ich wieder völlig in Ordnung. Seitdem haben wir uns viele Male gegenseitig gefragt, wenn einer von uns Suggestionen des Irrtums äußerte: „Was ist das? Ich habe noch nie davon gehört!“

Krankheit ist nicht von Gott geschaffen; sie existiert also nicht. Es gibt keinen Raum, den sie einnehmen könnte, denn das unendliche Bewußtsein ist von Wahrheit erfüllt. Wenn wir uns über diese Tatsachen völlig klar sind, wird die falsche Annahme null und nichtig gemacht, und wir können sicher sein, daß wir gegen Ansteckung immun sind.


Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst,
der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.

Psalm 103:2–4

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Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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