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Original im Internet

Christliches Heilen ist ganz natürlich

Aus der Januar 2022-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 1. November 2021 im Internet.


Ein Lahmer saß am Wegrand und bettelte. Als er zwei Fremde auf sich zukommen sah, schaute er auf in der Hoffnung, etwas zu erhalten, und der eine Mann forderte ihn auf, sie beide anzusehen.

Diese beiden Männer, Petrus und Johannes, waren Jünger Jesu, und diese Aufforderung war nicht ohne Bedeutung. Ich betrachte sie gern als Einladung, eine Wirklichkeit zu sehen und zu erleben, die der Bettler bis dahin nicht gekannt hatte – die geistige Wirklichkeit. Dann sagte Petrus, dass er zwar nicht wohlhabend war, doch das teilen würde, was er hatte, nämlich christliche Liebe, die heilende Liebe, die ihm selbst dadurch vertraut war, dass er den Christus erlebt hatte. Dann befahl Petrus dem Mann, aufzustehen und zu gehen, und reichte ihm die Hand, um ihm aufzuhelfen.

In dem Augenblick wurden die Füße und Knöchel funktionsfähig, und er konnte aufstehen und sich frei bewegen – er „lief und sprang und lobte Gott“ (siehe Apostelgeschichte 3).

Mich beeindruckt an diesem Bericht besonders, wie natürlich die Heilung war. Petrus’ und Johannes’ Demonstration der heilenden Macht schloss keine Vorbedingungen oder Beschränkungen ein – es gab keine materiellen Interventionen, Zeit war kein Problem und die physische Erscheinung des Mannes kein Hinderungsgrund. Vielmehr müssen die beiden im Herzen etwas von der wahren Natur des Mannes als geistig und als geliebter Sohn Gottes erkannt haben – der göttlichen Liebe, die jedem von uns alles und nur Gutes gibt. Gott, göttlicher Geist, hat den Menschen (uns alle) zum vollkommenen geistigen Ebenbild des Göttlichen erschaffen – vollständig, stark und gesund.

Mary Baker Eddy schrieb im Vorwort zum Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Heute wie damals sind diese mächtigen Werke nicht übernatürlich, sondern im höchsten Grade natürlich. Sie sind das Zeichen des Immanuel oder ‚Gott mit uns‘ – ein göttlicher Einfluss, der im menschlichen Bewusstsein immer gegenwärtig ist und sich wiederholt, der heute kommt, wie schon vor langer Zeit verheißen wurde:

Gefangenen [des Sinnes] Befreiung zu verkünden
und den Blinden, dass sie wieder sehen,
Zerschlagene in Freiheit zu entlassen“ (S. xi).

Wie wundervoll ist es zu verstehen, dass der göttliche Einfluss, der Heilung und Gesundheit bewirkt, gegenwärtig ist und sich uns hier und jetzt offenbart! Das mag nicht immer so aussehen, wenn wir mit Kummer oder Unvollkommenheit irgendeiner Art konfrontiert werden. Doch selbst dann können wir diese Botschaft von Gottes Gegenwart willkommen heißen und all das Gute anerkennen, das damit einhergeht. Dies ermächtigt uns, an der Wahrheit festzuhalten, dass nur das vom göttlichen Geist Erschaffene wahrhaft legitim und aktiv ist, und zu erleben, wie natürlich Heilung vonstattengeht.

Vor einigen Jahren zeigte sich bei mir auf einem Augenlid ein kleiner Hautzipfel. Ich war nicht glücklich darüber und musste gegen den Gedanken ankommen, dass dies wohl zu erwarten war, da meine Mutter den größten Teil ihres Lebens ein ähnliches kleines Gewächs auf dem Augenlid hatte.

Um diese Befürchtungen zu überwinden und Heilung zu erlangen, fing ich an, so zu beten, wie ich es in meinem Studium der Christlichen Wissenschaft gelernt hatte. Als Erstes bekräftigte ich, dass nichts existieren oder zugegen sein konnte, was uncharakteristisch für Gott war. Da Gott vollständig gut und alles ist, konnte ich darauf vertrauen, dass alles in Gottes Schöpfung in Funktion, Tätigkeit und Erscheinungsbild wünschenswert sein muss. Wenn etwas das nicht war, konnte es in meiner Erfahrung nicht verbleiben.

Als Nächstes bekräftigte ich, dass mit meiner Identität nichts Hässliches, Unnatürliches oder Überflüssiges verbunden sein kann, da wir alle zum Ebenbild Gottes, der göttlichen Liebe, erschaffen sind. Nichts kann ein Teil von mir sein, das nicht direkt von Gott kommt. Alles an Gott, dem Guten, ist positiv und nützlich; und Gott kennt uns nicht als fehlerhafte Sterbliche, sondern als vollständig geistig, als Ausdruck der Vollkommenheit, Schönheit und Ordnung des göttlichen Geistes. Es gibt nicht die geringste Ausnahme für diese Tatsache.

Als ich betete, wechselte mein Denken von Angst zur Gewissheit der Vollkommenheit, Gegenwart und Fürsorge der Liebe. Ich wurde zuversichtlich, dass ausschließlich die göttliche Liebe bei mir war und dass meine Identität nur die Lieblichkeit des göttlichen Geistes enthalten kann. Nach ein, zwei Wochen sah ich, dass der Hautzipfel verschwunden war, und er ist nicht wieder aufgetreten. (Und ich freue mich zu berichten, dass das Gewächs auf dem Augenlid meiner Mutter später ebenfalls aufgrund ihres standhaften Gebets verschwand.)

Auch wenn manchmal beharrliches Gebet erforderlich ist, ist christliches Heilen nie geheimnisvoll oder mühsam. Es ist das Ergebnis der natürlichen Tätigkeit der göttlichen Liebe, die uns die reichhaltige Güte und Liebe offenbart, die uns als den geliebten Kindern Gottes immer zu eigen ist.

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„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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