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Original im Internet

Für Kinder

Die Tür geschlossen halten

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. April 2019


Ein altes Märchen erzählt uns von einer Mutter, die in die Stadt ging und ihre Kinder allein zurückließ. Wiederholt schärfte sie ihnen ein, in ihrer Abwesenheit keinem Fremden aufzumachen, und stets versprachen ihr die Kinder, dass sie die Tür fest verschlossen halten wollten. Bald darauf kam jedoch ein Fremder des Weges und versprach den Kindern viele schöne und lustige Dinge, wenn sie ihm aufmachten; und irgendwie machten die Kinder dann doch die Tür auf, und da merkten sie, dass der Fremde kein Freund, sondern ein Feind war!

Vielleicht werden wir nie allein gelassen, um das Haus zu hüten, aber es gibt ein Haus, das jeder selbst hüten muss. Es ist das Haus seiner Gedanken. Und es gibt einen Fremden, den wir da nie und nimmer einlassen dürfen, nämlich die Lüge, die bei uns den Glauben erwecken will, dass es außer Gott, dem Guten, noch etwas anderes gibt.

In Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 392) sagt Mrs. Eddy: „Steh Wache an der Tür des Denkens. Wenn du nur solche Schlüsse zulässt, die du in körperlichen Resultaten verwirklicht sehen möchtest, wirst du dich harmonisch regieren.“ „Zulassen“ ist hier gleichbedeutend mit „einlassen“, und wir wissen, dass ein Türhüter nur die Leute einlässt, die ein Recht haben, einzutreten. Das einzige, was berechtigt ist, in unser Gedankenhaus einzutreten, ist die Wahrheit, und sie ist der einzige Besuch, dem wir die Tür öffnen sollten.

Christus Jesus sagte, dass er von sich selbst nichts tun kann; so können wir auch nicht „Wache stehen“ ohne die Hilfe Gottes, der Leben, Wahrheit und Liebe ist. Durch die Bibel sendet Gott uns heute viele schöne Botschaften, wenn wir sie nur hören wollen. Er sagt uns, dass Er uns liebt und uns nie verlassen wird, dass Er unsere rechte Hand in Seiner allmächtigen Rechten halten will und dass Er uns zu jeder Zeit nahe ist, weil Er den Menschen, Seine geistige Idee, in Seiner unendlichen Liebe hält.

Vielleicht wird es uns wie den Kindern im Märchen gehen, dass wir nicht immer so genau wissen, welche Gedanken eigentlich Fremde sind. Einige werden uns fast als Freunde erscheinen. Jedoch gibt es ein sicheres Mittel, dies festzustellen. Wir können uns fragen: Ist der Gedanke, der Einlass wünscht, ganz und gar ein Ausdruck der Liebe? Würde es einem anderen Menschen helfen, gut zu sein, wenn ich ihm diesen Gedanken mitteile? Würde ich mich freuen, wenn dieser Gedanke plötzlich hörbar würde und jeder ihn hört? Oder müsste ich mich schämen, dass er von mir kommt? Wenn nichts Gutes an ihm ist, wird er für das Gotteskind bestimmt ein Fremder sein. Damit werden alle Fragen sofort beantwortet.

Vielleicht klopft der Irrtum bei uns als Furcht vor Schmerz oder Krankheit, als Ungehorsam oder Lieblosigkeit an. Jedoch gleich beim ersten Klopfen können wir unsere Gedanken über den Irrtum erheben und uns unerschütterlich an die Tatsache halten, dass der Irrtum nicht wahr ist, da Gott nichts von ihm weiß. Wir müssen an alles Gute und Schöne denken, das wir für wahr erkannt haben, an die Dinge, die Gott kennt. Und wenn wir unsere Gedanken ganz auf Gott einstellen, wird der Irrtum uns verlassen.

Also, wenn wir die Wahrheit reinlassen und sie von ganzem Herzen lieben, bleibt kein Platz für den Irrtum übrig. Nur wenn wir Gott vergessen und vergessen, an das Gute, die Liebe und die Reinheit zu denken, klopft der Irrtum wieder an. 

Das Richtige für uns ist, immer auf dem Posten zu sein, denn wenn wir den fremden Gedanken einlassen, dann hält er auch seinen Freunden die Tür auf, um sie mit hereinzubringen. Lasst uns also treue Türhüter sein und nie und nimmer Wahrheit und Liebe aus unserem Bewusstsein ausschließen. Dann werden wir glücklich, gut, liebevoll und gesund sein, und wenn unsere Gedanken sich laut vernehmbar machen könnten, würden wir uns freuen, dass auch andere Leute an den schönen, gottähnlichen Gedanken in unserem Haus teilhaben. 

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– Mildred W. Willenbrock, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1963 

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