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Unsere unzerstörbare Neuheit

Aus der Januar 1977-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Es gibt ein Sprichwort: „Morgen ist ein neuer Tag.“ Das ist aber nur wahr, wenn wir zuerst das Heute zu einem neuen Tag machen. Sonst wird morgen der gleiche alte, ermüdende Tag sein wie heute. Ebenso ist es mit dem Jahr. Das vor uns liegende Jahr wird nur insoweit ein neues Jahr sein, als wir unser jetziges, an welchem Punkt wir uns auch darin befinden, zu einem neuen Jahr zu machen beginnen. Morgen wird ein neuer Tag sein, und das kommende Jahr wird ein neues Jahr sein, und beide werden es in dem Maße bleiben, wie wir hier und jetzt unsere unverletzte und unverletzbare Neuheit anerkennen, nicht als Gabe von Uhr oder Kalender, sondern durch das, was wir sind — geistige Ideen von unsterblicher Intelligenz, die Söhne und Töchter Gottes.

Mrs. Eddy schreibt in ihrem Kapitel über das erste Buch Mose in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Die Zahlen der Unendlichkeit, sieben Tage genannt, können niemals nach der Kalenderzeit berechnet werden. Diese Tage werden erscheinen, wenn die Sterblichkeit verschwindet, und sie werden die Ewigkeit, die Neuheit des Lebens, enthüllen, in der jeder Begriff vom Irrtum auf immer verschwindet und der Gedanke die göttliche unendliche Berechnung annimmt.“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 520;

In diesem und ähnlichen Abschnitten zeigt das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, daß Neuheit, als ein Eigenschaft Gottes, des göttlichen Lebens, und als eine Eigenschaft des Menschen, der der individuelle Ausdruck des Lebens ist, nichts mit den begrenzenden Berechnungen von Uhren und Kalendern zu tun hat. Im Gegenteil, sie gehört für immer zu uns. Auf Geist gegründet, ist sie unabhängig von Verschleiß oder Verlust, wenn auch Pendel, Hemmung oder elektronische Registrierung es anders haben wollen. Kein Zeitabschnitt kann an ihr irgendeine Art oder irgendeinen Grad von Beeinträchtigung bewirken.

In Lebensmittelgeschäften sehen wir oft Waren mit einem Verfalldatum bedruckt. Man erwartet, daß nach diesem Datum das so bedruckte Nahrungsmittel verdirbt und nicht länger für den Verbrauch geeignet ist. Die Physiologie behauptet, daß Vererbung, vielleicht in Zusammenwirkung mit der Umwelt, dem menschlichen Körper sozusagen ähnliche Stempel aufdrücken kann. Wenn auch ihre Theorien zugeben, daß sie sich über die genauen Gründe oder Mechanismen für den Verschleißeffekt dieser eingebauten biologischen Uhren in Unkenntnis befinden, so raten sie uns doch, vom Körper als Ganzem nicht mehr als etwa ein Jahrhundert als höchste Lebensdauer zu erwarten. Viele Organe, Fähigkeiten und Funktionen des Körpers bedrucken sie mit einem noch früheren Datum als Ende ihrer Nützlichkeit.

Wir brauchen keine dieser physiologischen Begrenzungen anzuerkennen. Durch ein Verständnis von der wahren, geistigen Natur des Menschen können wir jeden einzelnen dieser Datumsstempel in bezug auf unsere Gesundheit und unser Wohlergehen als irrelevant zurückweisen; und wir können diese Zurückweisung durch fortdauernde Gesundheit und Tätigkeit rechtfertigen.

Sollten wir glauben, daß wir selbst nichts anderes als ein physischer Organismus seien, der durch ein physisches Gehirn gesteuert wird, so mögen wir dementsprechend unsere Lebensaussichten und die unserer Freunde und Familienangehörigen nach physiologischen Kalendern und Umdrehungen der Himmelskörper bemessen. In dieser Situation könnten wir nicht viel für die nach einem datierten Schwundprogramm abnehmende Frische unseres Körpers tun. Aber sobald wir lernen, unser Leben nicht zu der Berechnung von Zeit und Materie und zu materiellem Denken, sondern zu der „göttlichen, unendlichen Berechnung“ des Geistes und dem auf Geist gegründeten Denken in Beziehung zu setzen, befinden wir uns in einer ganz anderen Lage. Dann können wir vieles tun, um uns unsere Neuheit und Frische zu erhalten.

Die Frage, ob die physischen Sinne den Menschen ausmachen, beantwortet Wissenschaft und Gesundheit mit dem erleuchtenden Hinweis: „Je weniger Gemüt in der Materie offenbar wird, desto besser. Wenn der nicht-denkende Hummer seine Schere verliert, so wächst sie wieder. Wenn die Wissenschaft des Lebens verstanden würde, so würde man sehen, daß die Sinne des Gemüts niemals verlorengehen und daß die Materie keine Empfindung hat. Dann würde das menschliche Glied ebensoleicht wieder ersetzt werden wie die Schere des Hummers — nicht etwa durch ein künstliches Glied, sondern durch das echte.“  ebd., S. 489; Dies muß über jeden Bestandteil unseres Körpers wahr sein.

Welche Schlüsse können wir aus dieser Tatsache ziehen? Einer davon ist, daß nichts als ein vermeintliches sterbliches Gemüt anscheinend Verfall und Verlust verursacht, indem es behauptet, daß das Leben auf Materie gegründet und von der Materie abhängig sei. Ein zweiter ist, daß das unsterbliche Gemüt, das göttliche Gemüt, in der Erkenntnis, daß das Leben ganz und gar geistig ist, die Frische und Neuheit des Körpers unvermindert erhalten oder diese wiederherstellen kann, wenn sie verlorengegangen zu sein scheinen.

Im Alten Testament finden wir die Geschichte von Naëman. Von Aussatz entstellt, wandte er sich an Elisa, den Mann Gottes, um Heilung; und als er demütig Elisas Geheiß, sich zu waschen und rein zu sein, befolgte, wurde sein Fleisch „wieder heil wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein“  2. Kön. 5:14;. Die Evangelien berichten über viele Gelegenheiten, wo Christus Jesus verfallene und verkrüppelte Körper unverzüglich, ohne Einschaltung der Zeit, in ihrer Stärke und Frische wiederherstellte. Heute beweist das christlich-wissenschaftliche Heilen im Leben vieler, und darunter sind Menschen in sehr vorgerücktem Alter, die Wahrheit, die in Paulus’ Worten liegt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!“  2. Kor. 5:17;

Um in Christus zu sein, müssen wir die Gotteskindschaft des Menschen verstehen. Der Christus offenbart den Menschen nicht als physischen Sterblichen mit einer ihm zugeteilten Zeitspanne, sondern als die zeitlose, geistige Idee des unsterblichen Gemüts, die immer durch göttliche Intelligenz beschützt und erhalten wird und nie ihrer unverdorbenen, unversehrten, uneingeschränkten Frische beraubt ist.

Mrs. Eddy sagt über die irdische Laufbahn des guten Christen: „Die Wahrheit, die er gelehrt und gesprochen hat, lebt und webt unter uns als göttliche Eingebung. So ist das Christus-Ideal — oder die unpersönliche Kindlichkeit, Männlichkeit und Weiblichkeit von Wahrheit und Liebe — immer noch unter uns.“ Vermischte Schriften, S. 166; Und der Apostel Petrus schreibt: „Seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf daß ihr durch dieselbe zunehmet.“  1. Petr. 2:2. Wenn wir uns in Christus befinden, drücken wir als Teil unserer ewigen Natur nicht nur das aus, was man die Eigenschaften des Erwachsenen nennen könnte, die Männlichkeit und Weiblichkeit, sondern auch die „unpersönliche Kindlichkeit“ von Wahrheit und Liebe. Und wenn wir immer diese unpersönliche Kindlichkeit beanspruchen, schreitet unser geistiges Wachstum fort in anhaltender Frische und Neuheit.

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„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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