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Der Dienst in einem christlich-wissenschaftlichen Lesezimmer

Aus der März 1975-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


„Durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein“ Jes. 30:15;, sagt uns Jesaja. Christus Jesus kannte den Wert der Stille, denn er ging oft allein an einen friedlichen Platz, um sich mit Gott zu vereinen.

Ein christlich-wissenschaftliches Lesezimmer bietet ein ruhiges, wohlgeordnetes Heiligtum zum Studieren und Beten. Es ist auch ein einzigartiges Missionszentrum, indem es die Christliche Wissenschaft allen zugänglich macht. Es stellt einen Ort bereit, wo Mrs. Eddys große Entdeckung unpersönlich an andere weitergegeben werden kann. Durch Schaufensterauslagen, die die Bibel und Mrs. Eddys Schriften zusammen mit anderer autorisierter Literatur herausstellen, lädt das Lesezimmer alle ein, hereinzukommen und sich über die Christliche Wissenschaft zu informieren.

Das Handbuch Der Mutterkirche von Mary Baker Eddy fordert, daß jede Zweigkirche Christi, Wissenschafter, ein Lesezimmer hat. Es ist also wichtig, daß Mitglieder von Zweigkirchen ihr Lesezimmer durch ihre Gebete und ihre Anwesenheit unterstützen. Das Lesezimmer ist ein Teil ihrer Kirche.

Das Kirchenmitglied, das es sich zur Gewohnheit macht, das Lesezimmer seiner Zweigkirche regelmäßig zu besuchen und von dessen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, wird individuell durch Erleuchtung, Verständnis und Vergeistigung des Denkens belohnt. Unsere Lesezimmer sind Freistätten, wo wir stille sein, die Einheit des Menschen mit Gott erkennen und bei wahren, heilenden Gedanken verweilen können, die nicht nur uns selbst, sondern die ganze Welt segnen. Unsere gebeterfüllte Arbeit mag auch einschließen, daß wir uns über das Sinnenzeugnis erheben, um die von Gott inspirierte Natur der Lesezimmerarbeit zu erschauen, die die geistigen Bedürfnisse der Menschheit stillt. Wenn solche Gebete und echte Liebe von uns ausgesandt werden, um die Menschheit zu segnen, werden sie empfunden werden, und diejenigen, die nach der Wahrheit hungern und suchen, werden zu unseren Lesezimmern hingezogen werden, um die Inspiration, den Frieden und die Heilung zu empfangen, die sie benötigen.

Unser Meister, Christus Jesus, sagte: „Ich aber bin unter euch wie ein Diener.“ Luk. 22:27; Der liebevolle Dienst Jesu an seinen Mitmenschen war immer demütig und selbstlos. Diese Eigenschaften sollten auch den Dienst der Beamten in den christlich-wissenschaftlichen Lesezimmern kennzeichnen.

Der Bibliothekar ist jemand, der, dem Beispiel unseres Wegweisers folgend, denen dient, die geistige Speise suchen. Er vermittelt sofort allen das Gefühl, willkommen zu sein, ganz gleich, ob es sich nun um Fremde oder Kirchenmitglieder handelt. Er ist darauf bedacht, Neulinge zu erkennen und ihnen die Christliche Wissenschaft in liebevoller Weise gerade so darzubringen, wie sie es verstehen können. Dazu ist ein von Gebet erleuchtetes Wahrnehmungsvermögen nötig. Alle, die zu einem Lesezimmer geführt werden, suchen nach der Wahrheit, ob sie es nun wissen oder nicht; denn der Einfluß des Christus ist immer gegenwärtig, um das menschliche Bewußtsein anzuziehen.

Je materieller das Denken derjenigen zu sein scheint, die ins Lesezimmer kommen, desto mehr haben sie es nötig, die erhebende, läuternde Wirkung der Christlichen Wissenschaft zu spüren. Es ist also wichtig, daß der Bibliothekar sein Denken auf einer hohen, geistigen Ebene hält und die heilende Macht der Wahrheit leuchten läßt, um jeden zu segnen, der eintritt. Er kann sich klarmachen, daß, weil Gott gegenwärtig ist, auch die göttliche Liebe dort ist und daß, weil das Gesetz der göttlichen Liebe am Wirken ist, Heilung stattfindet. Die heilende Atmosphäre des Lesezimmers stützt jeden, der es benutzt; und viele fühlen, wie die Last der Sorge, der Furcht, der Unruhe und der Materialität von ihnen abfällt, wenn sie dort sind.

Der Bibliothekar sollte bei jedem Gedanken an das Lesezimmer hellwach sein, „es sei zur Zeit oder zur Unzeit“ 2. Tim. 4:2;. Er sollte augenblicklich jeden Irrtum umkehren, der versuchen mag, die Harmonie der Räume anzutasten, ganz gleich, ob dieser sichtbar oder unsichtbar ist, ob er als Person oder als Gedanke erscheint. Wenn wir das Lesezimmer und jeden, der darin ist, im Gebet in Gottes Hand legen, kann kein störender, Unruhe stiftender Anspruch des sterblichen Gemüts die Oberhand gewinnen.

Mrs. Eddy sagt uns in ihrem Artikel „Wege, die vergeblich sind“ in dem Buch Die Erste Kirche Christi, Wissenschafter, und Verschiedenes: „Die böse Absicht der verderbten Gemütskraft oder des tierischen Magnetismus besteht darin, das Gute lahmzulegen und das Böse in Tätigkeit zu versetzen.“ Verschiedenes, S. 213. Wir müssen die Ansprüche des tierischen Magnetismus in unserer täglichen metaphysischen Arbeit für unsere Lesezimmer widerlegen. Eine Art und Weise, dem boshaften mentalen Argument seine Macht zu nehmen, besteht darin, zu wissen, daß Gott, das göttliche Gemüt, allmächtig und allgegenwärtig ist und daß es kein anderes Gemüt, keine andere Macht gibt.

Christliche Wissenschafter, deren Gedanken mit Liebe, geistiger Inspiration, Frieden und dem Wunsch erfüllt sind, unserer großen Bewegung durch Unterstützen des Lesezimmers zu dienen, erbringen den Beweis, daß sie in der Tat Diener Gottes sind. Hingebungsvolle metaphysische Arbeit für das Lesezimmer ist nicht auf einen Ort begrenzt oder beschränkt, sondern strömt hinaus, um empfängliche Herzen überall zu segnen. Das erdgebundene Denken erwacht zu der Gegenwart des Christus und sucht nach dem, was die Fesseln der Materialität lösen und es heben kann. Christlich-wissenschaftliche Lesezimmer spielen eine bedeutende Rolle bei der Befriedigung dieses Bedürfnisses.

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„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden ...“

– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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