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„O gieß in Wunden Öl und Wein“

Aus der September 1977-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Die Christliche Wissenschaft stillt den Hunger des menschlichen Herzens, indem sie der Welt die heilende Botschaft von dem Christus, dem Ideal Gottes, bringt. Durch das zarte Walten des Christus, der Wahrheit, die immer im menschlichen Bewußtsein wirksam ist, werden sich Menschen und Völker bewußt, daß sie dessen bedürfen, was geistig gut und von Dauer ist. Die Menschheit verlangt nach etwas, was ihre selbstbeigebrachten Wunden heilt.

Die materiellen Systeme können uns dieses heilende Element nicht geben, weil sie alle von der Basis des fehlbaren menschlichen Gemüts ausgehen, das begrenzt und endlich ist. Aber die Christliche Wissenschaft, die die Wahrheit von dem einen unendlichen, alles reichlich besitzenden göttlichen Gemüt und von dem Menschen als der vollkommenen Idee des Gemüts darlegt, stillt das menschliche Bedürfnis. Diese Wahrheit heilt jedes Übel, bringt unharmonische Beziehungen in Ordnung, gibt uns eine bessere Auffassung vom Geschäftsleben, von Anstellung und Versorgung, verbindet die zerbrochenen Herzen und heilt die Schwachen, die Sündigen und die Entmutigten.

Viele von uns, die die Christliche Wissenschaft auf die verschiedenen Aspekte des menschlichen Lebens angewandt und Heilungen erlebt haben, sind reich gesegnet worden. Wir sind überzeugt, daß diese Wissenschaft die köstliche Perle ist und daß sie alle Probleme heilt, wenn sie getreulich bewiesen wird. Aber wenn wir eine der grundlegenden Regeln des Christentums: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“  Matth. 22:39; befolgen wollen, müssen wir in immer größerem Maße für Gelegenheiten sorgen, unsere Mitmenschen durch Literaturverteilung und andere Kirchentätigkeiten an der Christlichen Wissenschaft teilhaben zu lassen. Wir können unsere Bemühungen in dieser Hinsicht mit dem heilenden „Öl und Wein“ vergleichen, die wir in das Denken der Welt gießen. Die folgenden Worte sind dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft (Nr. 259) entnommen:

O gieß in Wunden Öl und Wein,
O sprich das Wort, das heilt und lehrt;
Gott liebt dies mehr, als wenn man bloß
Rein äußerlich den Schöpfer ehrt.

In dem Buch Wissenschaft und Gesundheit schreibt Mrs. Eddy über Christus Jesus: „Jesu Wunsch, seine teuer erkauften Schätze reichlich in leere oder sündenerfüllte menschliche Schatzkammern hineinströmen zu lassen, war die Inspiration zu seinem großen menschlichen Opfer. Als Zeugnis seiner göttlichen Sendung erbrachte er den Beweis, daß Laben, Wahrheit und Liebe die Kranken und die Sündigen heilen und über den Tod durch Gemüt und nicht durch Materie siegen.“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 54; Mrs. Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, war bemüht, dem Beispiel des Meisters zu folgen. Auch sie strebte danach, ihre „teuer erkauften Schätze reichlich in leere oder sündenerfüllte menschliche Schatzkammern hineinströmen zu lassen“. Als Zeugnis ihrer einzigartigen Mission erbrachte sie viele Beweise dafür, daß „Leben, Wahrheit und Liebe die Kranken und die Sündigen heilen“.

Sie gründete die Zeitschriften, weil sie erkannte, wie wichtig es ist, daß Bedürfnis der Menschheit nach einem besseren Verständnis von Gott und Seinem Christus befriedigt werde. Im Handbuch Der Mutterkirche beschreibt Mrs. Eddy die Zeitschriften als die Organe Der Mutterkirche (s. Handbuch, Art. VIII Abschn. 14). Wir alle wissen, wie wichtig die physischen Organe für das Funktionieren des menschlichen Körpers sind; genauso erfüllen unsere Zeitschriften lebenswichtige Funktionen in der Kirche. Jedes Organ erfüllt eine Funktion, die ebenso lebenswichtig wie einzigartig ist. Paulus sagte: „Der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele... Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches am Leibe besonders, wie er gewollt hat. Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand: Ich bedarf dein nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euer nicht.“  1. Kor. 12:14, 17–21;

Dies veranschaulicht, wie wichtig jede der von Mrs. Eddy gegründeten Zeitschriften in Gottes Plan für die Erlösung der Menschheit ist. Das Christian Science Journal kann nicht die Funktion des Herolds erfüllen und umgekehrt. Der Christian Science Monitor kann nicht die Funktion des Christian Science Sentinels erfüllen und umgekehrt. Jede Zeitschrift und die Zeitung haben eine besondere Aufgabe. Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksamkeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. s. Die Erste Kirche Christi, Wissenschafter, und Verschiedenes, S. 353 ; Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“  Offenb. 22:2; gekommen war.

Als unermüdliche Arbeiterin im Weinberg des himmlischen Vaters erkannte Mrs. Eddy, daß empfängliche Herzen auf der ganzen Welt sich nach der Wahrheit sehnten. Viele Jahre lang arbeitete sie für die weltweite Förderung und Anerkennung und den weltweiten Erfolg der Christlichen Wissenschaft. Daß ihr das Wohl der Menschen auf der ganzen Welt sehr am Herzen lag und sie immer bereit war, „Öl und Wein“ in das Denken der Welt zu gießen, geht deutlich aus ihrer Erklärung hervor: „Aus dem Innern Afrikas bis zu den äußersten Enden der Erde rufen mich die Kranken und die von Heimweh nach dem Himmel erfüllten hungernden Herzen um Hilfe, und ich helfe ihnen.“ Verschiedenes, S. 147; Mrs. Eddys allumfassende Liebe zur Menschheit findet jetzt ihren praktischen Ausdruck in der Veröffentlichung des Herolds in seinen verschiedenen Ausgaben wie auch anderer christlich-wissenschaftlicher Literatur in mehreren afrikanischen und asiatischen Sprachen.

Mrs. Eddy lehrte ihre Nachfolger, täglich für sich selbst und für die ganze Menschheit zu beten. s. Handb. Art. VIII Abschn. 4; Ferner hat sie uns innerhalb des organisatorischen Rahmens Der Mutterkirche reichlich Mittel an die Hand gegeben, damit wir dem Pfad der allumfassenden Liebe folgen in unserem Bemühen, der ganzen Menschheit die heilende Botschaft des Christus, der Wahrheit, zu bringen. Unsere Lektionspredigten im Vierteljahrsheft der Christlichen Wissenschaft, unsere Zeitschriften, unsere Vorträge, ja alle im Handbuch vorgesehenen Unternehmungen Der Mutterkirche und ihrer Zweige auf der ganzen Welt sind dazu bestimmt, die Wahrheit der folgenden Worte Mrs. Eddys zu beweisen: „Allumfassende Liebe ist der göttliche Weg in der Christlichen Wissenschaft.“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 266 ; Durch diese Mittel führt Gott Seine Absicht aus und befähigt uns, der Welt „die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden“.

Viele Christliche Wissenschafter, die heute Kirchenmitglieder sind, wurden durch ein Exemplar des Journals, des Sentinels oder des Herolds in einer seiner verschiedenen Ausgaben mit dieser heilenden Religion bekannt gemacht. Ja, mir ging es auch so. Zu einer Zeit, wo ich nach der Wahrheit hungerte und dürstete, wurde mir ein Exemplar des Herolds (deutsche Ausgabe) überreicht. Was für eine wunderbare Offenbarung der Güte und Liebe Gottes, Seiner Einheit und Allheit er mir brachte! Mein Interesse an den im Herold zitierten Stellen führte mich dazu, mir Wissenschaft und Gesundheit zu besorgen. Durch das Lesen des Kapitels „Gebet“ wurde ich augenblicklich von einem jahrelangen Leiden geheilt. Diese Einführung in die Wissenschaft durch einen Herold hat buchstäblich mein ganzes Leben umgewandelt, und ich weiß, daß das, was in meiner Erfahrung möglich war, auch für viele andere Sucher möglich ist, wenn wir als hingebungsvolle Nachfolger unserer Führerin genug Liebe zur Menschheit haben, um täglich darum zu beten, göttlich geführt zu werden, das unvoreingenommene Denken, den ernsthaften Sucher nach der Wahrheit, zu erkennen und zu erreichen.

Denken wir doch daran, während wir unserem Tagewerk nachgehen, daß die Menschheit ein dringendes Bedürfnis nach den Lehren der Christlichen Wissenschaft hat. Und nichts fördert unsere Sache wirksamer, als wenn wir die Wahrheit im täglichen Leben vorleben und demonstrieren. Wollen wir dafür sorgen, daß wir immer einen Becher mit heilendem „Öl und Wein“ gefüllt haben. Und wir brauchen uns nicht davor zu scheuen, ihn überfließen zu lassen, denn, „wo immer Tun aus Liebe quillt, hat sich die Kraft des Quells bewährt“ Liederbuch, Nr. 259..

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: die allumfassende wirksankeit und verfügbarkeit der wahrheit zu verkünden. Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, daß der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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