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Original im Internet

Immunität auf geistige Weise angehen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 29. März 2021


Seit einem Jahr gibt es viele Diskussionen über das Thema „Immunität“ – insbesondere, wie man sie erlangt und aufrechterhält. Es gibt alle möglichen Theorien, wie man das Infektionsrisiko eindämmt und das Virus so lahmlegt, dass die Gesellschaft wieder voll funktionieren kann, wenn auch mit einer „neuen Normalität“ für Gesundheit und Sicherheit. Die engagierten Bemühungen, dieses Problem einer ansteckenden Krankheit zu lösen, sind ehrbar und vielfach durch das echte Verlangen motiviert, der Welt zu helfen, doch die Frage bleibt bestehen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, so an das Problem heranzugehen, dass die Macht Gottes, des Guten, mehr geehrt wird als die sogenannte Macht der Materie.

Die Lehren der Christlichen Wissenschaft nähern sich dem Thema Krankheit von einem radikalen wie auch biblischen Standpunkt aus. Der Evangelist Johannes schreibt über Gott: „Alle Dinge sind durch ihn gemacht, und ohne ihn ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Johannes 1:3). Mary Baker Eddy führt dies im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, weiter aus: „Geist, Gott, hat alles in und aus sich selbst erschaffen. Geist hat niemals Materie erschaffen. Es gibt im Geist nichts, woraus Materie gemacht werden könnte, denn ohne den Logos, den Äon oder das Wort Gottes ‚ist nichts gemacht, was gemacht ist‘, wie die Bibel erklärt“ (S. 335). Und an anderer Stelle: „Gott ist unendlicher allgegenwärtiger Geist. Wenn Geist alles ist und überall ist, was und wo ist Materie?“ (S. 223).

Wenn wir vom Standpunkt dieser Allheit aus argumentieren, stellen wir fest, dass die Materie und somit die Krankheit ihre Bedeutung verliert. In Wirklichkeit hat die Materie weder Identität noch Charakter. Sie kann nicht handeln, reagieren und sich nicht verbreiten; sie hat keine Ursache und kann nichts verursachen. Sie ist nichts als ein Begriff, um etwas zu beschreiben, das unwirklich und zeitlich ist, das angebliche Gegenteil des Geistes. Das Geistige – das, was wirklich, universal und unzerstörbar ist –, besiegt und setzt das außer Kraft, was materiell, weltlich und sterblich ist.

Dieses Verständnis von dem, was wahr ist, erreicht die Menschheit heute durch die Tätigkeit des Christus. Diese Botschaft der Wahrheit, die Jesus uns in seiner Heilungsmission so meisterhaft vorgestellt hat, illustriert die ungebrochene Einheit mit Gott, Geist, und die ursprüngliche Reinheit, Unschuld und Freiheit des Menschen von Krankheit und Gebrechen. Der Christus, die geistige Idee von Gott, die ewiglich nur eine Substanz und Wirklichkeit – die des Geistes – anerkennt, zerstört den Glauben, dass die Materie wirklich, substanziell und allumfassend ist.

Darin liegt die Autorität unserer geistigen Immunität und unseres göttlichen Rechts, die Wirklichkeit der Materie zu verneinen und Krankheit und Gebrechen abzuweisen. Eine Verneinung der Materie, zusammen mit der Furcht vor ihrer Behauptung, uns Schaden zuzufügen, ist unser erster Schritt beim Zerstören von Krankheit. Mrs. Eddy schreibt: „Verneine die Existenz der Materie und du kannst den Glauben an materielle Zustände zerstören. Wenn die Furcht verschwindet, ist die Grundlage der Krankheit verschwunden“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 368). Das, was als Krankheit im oder am Körper auftritt, ist nur das Abbild des falschen Glaubens. Daher sind nicht Medikamente oder Impfstoffe vonnöten, um die falschen Vorstellungen von Krankheit und Gebrechen zu berichtigen, sondern die wissenschaftliche Tätigkeit des Christus, der mental agiert. Der Christus offenbart unsere natürliche Immunität gegen Krankheit und unser göttliches Recht auf Gesundheit.

Die Christliche Wissenschaft bietet eine radikale Herangehensweise an Immunität, indem sie Gesundheit als das Ergebnis göttlicher Liebe versteht und erkennt, die immer gegenwärtig ist und für uns wirkt. Weltliche Spekulationen und medizinische Theorien verbreiten den Glauben an die Wirklichkeit von Krankheit und implizieren, dass der Mensch ein Wirt von Krankheit und ein Mittelsmann bei Infektionen und Ansteckung ist, doch wir können uns beruhigt an die geistige Tatsache halten, dass es in der Schöpfung der göttlichen Liebe nichts gibt, das uns schaden oder verletzten kann, nichts, was außerhalb von Gottes Schöpfung ist, unsere Abwehrkraft schwächen oder unsere Gesundheit bedrohen kann. Nur die Einflüsterungen des Zweifels und der Furcht der Welt würden uns, wenn wir sie in unser Denken einlassen, das Gefühl geben, angreifbar für Krankheiten oder ihrem Risiko ausgesetzt zu sein.

Doch wenn wir im Heiligtum, in der Sicherheit der göttlichen Liebe, geborgen sind, können wir unser Geburtsrecht der Immunität gegen Furcht – die Grundlage von Krankheit und Gebrechen – sowie gegen die falschen Schmähungen von Kreisläufen und Rückfällen erkennen und erleben. Die Bibel versichert uns: „Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Und er wird vor dir her deinen Feind vertreiben und sprechen: ‚Sei vernichtet!‘“ (5. Mose 33:27). Die Lehren der Christlichen Wissenschaft führen diese biblische Verheißung weiter aus, indem sie die ewige Allheit und Autorität der Liebe als unseren Standpunkt erklären, von dem aus wir unsere Freiheit von Krankheit und Gebrechen und die aller anderen Menschen erklären und somit jeden Anspruch von Krankheit infrage stellen und zerstören. In Wirklichkeit gibt es kein Gespenst der Angst, Krankheit, Ansteckung oder Unheilbarkeit, das Gottes Kinder überschatten oder bedrohen könnte. Die Bibel erklärt vielmehr: „Die Liebe ist sein [Christi] Banner über mir“ (Hoheslied 2:4). Nur die alles umgebende Gegenwart der göttlichen Liebe hat Macht, und sie wirkt, indem sie für uns sorgt und uns segnet.

Da unser wahres Selbst eine Widerspiegelung dieser unzerstörbaren göttlichen Liebe ist, befindet sich Immunität nicht außerhalb unserer von Gott festgelegten Identität, wo sie erlangt oder verbessert werden muss; sie geht von Gott, Geist, aus wie der nahtlose, allgegenwärtige und unzerstörbare Stoff und die Struktur unseres Seins. Wir können nur das ausdrücken, was von Gott zu uns kommt, und dazu gehört die Reinheit und Macht der vollständigen Freistellung von Krankheit, die sich als der Schutz vor und die Freiheit von jedem Element der Unreinheit oder Ansteckung zeigt. Gottes Versicherung des Propheten Jeremia hat auch heute Bedeutung: „Ich will dich heute im ganzen Land zur festen Stadt ... machen, sodass sie, wenn sie auch gegen dich kämpfen, dennoch nicht gegen dich siegen werden; denn ich bin bei dir, spricht der Herr, um dich zu erretten“ (Jeremia 1:18, 19).

Dieser geistige Schutzpanzer lässt keine Gefährdung durch Krankheit zu, keine Schwäche, keinen „wunden Punkt“, an dem unser Schutz vor Krankheit und Gebrechen beeinträchtigt oder übermannt werden kann. Unsere Immunität ist daher intakt und unzerstörbar und bietet vollständige Freiheit vor Schaden. Wir können die Suggestion von Krankheit oder Ansteckung, wie aggressiv oder hartnäckig sie auch sein mag, dementsprechend gelassen sehen, denn wir wissen, dass ihr gemeinsamer Nenner vor der Allheit Gottes, der göttlichen Liebe, nichts ist. Mrs. Eddy versichert uns in Wissenschaft und Gesundheit: „Krankheit ist keine Intelligenz, die das Reich des Gemüts infrage stellen oder Gemüt entthronen und die Regierung selbst in die Hand nehmen könnte“ (S. 378).

Diese Wahrheit war mir höchst wichtig, als ich einmal ein anderes Land besuchte. Plötzlich brach die Schweinegrippe aus. Ich hinterfragte sofort furchtsame Gedanken, die eine Existenz außerhalb von Gottes Schöpfung suggerierten, von der ich oder sonst jemand angegriffen oder infiziert werden könnte. Ich erklärte meine ungebrochene Einheit mit Gott, die keine Empfindlichkeit gegen und keine Neigung zu Krankheit oder sonstigen schädlichen Einflüssen enthält.

Mir fiel diese Stelle aus Wissenschaft und Gesundheit ein: „Wir weinen, weil andere weinen, wir gähnen, weil sie gähnen, und wir haben Pocken, weil andere sie haben; aber das sterbliche Gemüt, nicht die Materie, enthält und überträgt die Infektion“ (S. 153). Ich insistierte, dass Materie oder sterbliches Gemüt mir nichts Angsteinjagendes vorgaukeln und auch keinen Zwang ausüben können, mich Krankheit zu unterwerfen.

Der 91. Psalm war von unermesslichem Wert für mich. Er fängt folgendermaßen an: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der sagt zu dem Herrn: ‚Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue!‘“ (Vers 1, 2). Ich erklärte mein erhabenes Recht, den Anspruch von Krankheit und Ansteckung zurückzuweisen und nur das zuzulassen, was geistig wahr über Gottes Menschen ist (die wirkliche Identität eines jeden), und dazu gehört immer vollkommene Gesundheit. Ich war auf der ganzen Reise frei von Krankheit.

Doch auf dem Weg zum Flughafen, um meine Rückreise anzutreten, sah ich im Taxi ein Plakat mit der Warnung vor der Schweinegrippe. Und wenige Stunden später fühlte ich mich plötzlich ziemlich krank. Ich fing sofort an, zu Gott zu beten und zu bekräftigen, dass nur Gottes Macht und Güte Einfluss auf mich haben können und dass sie mich und alle in diesem Augenblick beschützten. Ich erklärte, dass Gottes Kind nie das Opfer eines schädlichen Einflusses sein kann, noch kann die Lüge von Krankheit in mein Bewusstsein eindringen oder meinen Körper kontrollieren.

Obwohl ich auf meinem sechsstündigen Heimflug nicht sofort Besserung erlebte, fühlte ich deutlich Frieden und Herrschaft, indem ich die Tatsache anerkannte, dass Immunität eine Kraft des Guten, allmächtig und allgegenwärtig ist. Es konnte keine Unterbrechung der geistigen Tatsache von Gottes Liebe und Fürsorge für alle geben.

Ich kam nach Mitternacht an meinem Ziel an; die öffentlichen Verkehrsmittel hatten den Dienst bereits eingestellt. Doch ein einzelnes Taxi stand bereit, und ich war der Einzige, der ein Taxi brauchte! Innerhalb von 15 Minuten war ich zu Hause und im Bett. Als ich morgens aufwachte, waren alle Krankheitssymptome dauerhaft verschwunden.

„Wie segensreich ist es“, schreibt Mrs. Eddy, „an euch zu denken als unter dem ‚Schatten eines großen Felsen im trockenen Lande‘, sicher in Seiner Stärke, auf Seinem Grunde bauend, verborgen vor dem Rachen des Zerstörers durch göttlichen Schutz und göttliche Liebe. Seid stets eingedenk, dass Seine Gegenwart, Seine Macht und Sein Friede alle menschlichen Nöte stillen und alle Seligkeit widerspiegeln“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 263).

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– (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 353)

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