Universitätsabschluss und Aufbaustudium, gefolgt von einem Berufs-, Arbeitsplatz- und Ortswechsel – letzterer während einer Pandemie –, hatten dazu geführt, dass unser Sohn aus einer Gig-Economy nicht herauszukommen schien. Mein Mann und ich beobachteten die Situation und dachten: „Wie ist das möglich?“
Als ich hinsichtlich der Situation betete, fand ich die Überlegung hilfreich, wie die Kinder Israel sich nach ihrem Auszug aus Ägypten gefühlt haben mussten. Sie machten sich auf den Weg aufgrund der Verheißung eines Landes voll Segnungen und Wohlstand, doch was sie erlebten, waren Knappheit und Armut, sodass sie sich oft bei Mose über ihre Mangelzustände beklagten.
Und dann wurde ich durch dieses Versprechen in der Bibel wachgerüttelt: „Bringt aber die Zehnten ganz in mein Vorratshaus, damit in meinem Haus Speise sei, und prüft mich hierin, sagt der Herr Zebaoth, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen werde und Segen herabschütte in Fülle“ (Maleachi 3:10).
Ich verstand, dass unser Sohn sowohl ein Segen war als auch Segen erhielt – ein wundervoller Segen für die Welt und der Empfänger der Segnungen der Liebe. In dem sehnlichen Bestreben zu verstehen, wie ein Segen dieser Größenordnung aussehen könnte, hörte ich auf, für ein konkretes Ergebnis zu beten.
Innerhalb von drei Tagen erhielt mein Sohn dreizehn Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, und ihm wurden am Ende fünf Vollzeitstellen in seinem Feld angeboten. Gott hatte in der Tat einen Segen ausgeschüttet, der größer war als das, was unser Sohn menschlich gesehen annehmen konnte. Aus geistiger Sicht war dieses Ergebnis ein Zeichen für den Segen unendlicher Gelegenheiten für unseren Sohn, in Gottes Weinberg zu arbeiten und dort Erfolg zu haben.
Wieso war es dann zuerst so mühsam gewesen? Wir lesen in der Bibel (2. Mose 13:18): „Darum ließ Gott das Volk einen Umweg machen durch die Wüste zum Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägypten.“
Wenn es sich so anfühlt, als würden wir auf dem Weg zu einer höheren geistigen Ebene durch die Wüste wandern, kultiviert unser liebevoller Vater-Mutter-Gott Selbstlosigkeit, Durchhaltevermögen und Geduld in Seinem Kind, und reichhaltige Segnungen sind garantiert.
Catherine de Jocas
Ein Zusatz von Catherines Sohn: Ich bin jetzt seit sechs Monaten angestellt und habe die Stufen, die zu dieser neuen Karriere geführt haben, nicht vergessen. Ich bin meiner Mutter dankbar für ihr großes Verständnis der Christlichen Wissenschaft, das geholfen hat, eine scheinbar ausweglose Situation in einen Neuanfang für mein Leben zu verwandeln. Mein gegenwärtiger Arbeitsplatz erfordert Geduld, einen kühlen Kopf und ständiges Gebet. Ich bin dankbar, dass ich mich in meinem Alltag weiterhin auf die Christliche Wissenschaft verlasse, seit ich diese Arbeitsstelle gefunden habe.
Philippe de Jocas
