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Begleitschreiben zur Pro-Kopf-Steuer 2026

Aus der Februar 2026-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Liebe Mitglieder der Mutterkirche,

vor Jahren waren meine Frau und ich auf Reisen in Ostafrika, wo wir in dem Dorf, in dem wir uns aufhielten, einem jungen Mann begegneten. Nachdem wir über mehrere Wochen regelmäßig zusammengetroffen waren, erkundigte er sich nach den Büchern, die wir lasen, und bat darum, sich uns jeden Morgen beim Lesen der Bibellektion anschließen zu dürfen, die im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft veröffentlicht wird. Nichts daran war erzwungen oder unangenehm, sondern es ergab sich völlig natürlich. Er war sehr gut mit der Bibel vertraut und schien intuitiv zu verstehen, was Mary Baker Eddy als die „höhere Mission der Christus-Kraft“ erachtete, „die Sünden der Welt wegzunehmen“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 150). Später erfuhr ich, dass er jeden Tag nach Hause ging, um seinem Vater, der mit Alkoholismus zu kämpfen hatte, und schließlich frei davon wurde, aus Wissenschaft und Gesundheit vorzulesen. Der junge Mann teilte einige der Ideen auch mit einem der örtlichen Pastoren, der so von Wissenschaft und Gesundheit berührt war, dass er das Buch für seine Predigten heranzog und sogar daraus zitierte, um ein tieferes geistiges Verständnis der Bibel zu vermitteln.

Dieser Bekannte kommt mir manchmal in den Sinn, wenn ich mir überlege, was damit gemeint ist, in dem zu sein, was unserem Vater gehört – wenn ich mir die Arbeit der höheren Mission der Christlichen Wissenschaft vor Augen führe. Der junge Mann versuchte nicht, „Kirchenarbeit zu leisten“, und doch würde ich sagen, dass er genau die Art von Kirchenarbeit leistete, die wir alle anstreben, nämlich ein praktisches und ganz normales Leben nach dem Vorbild Christi zu führen, das die Atmosphäre des Denkens geistig erhebt und geistige Blindheit mit dem Licht und der Liebe der Wahrheit vertreibt. Er zeigte klar: „Liebe spiegelt sich in Liebe wider“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 17).

In dem Bericht über den Besuch Jesu bei Marta und Maria, den wir in Lukas 10:38–42 finden, lehrt uns Jesus, worauf wir tatsächlich unseren Fokus und unsere Aufmerksamkeit richten sollen, wo es doch in unserem Leben scheinbar so viele wichtige Dinge zu tun und zu beachten gibt.

Indem Jesus über das eine sprach, das nötig ist, war es nicht in erster Linie seine Absicht, Marta zurechtzuweisen. Ihr lagen Jesus und seine Mission eindeutig sehr am Herzen. Ich betrachte Jesu Aussage eher als eine grundlegende Forderung, unser Denken neu auszurichten, uns mit ganzem Herzen Gott und unserer geistigen Empfänglichkeit zuzuwenden. Jesus zeigte den Menschen, uns alle eingeschlossen, den richtigen Ausgangspunkt: wie man zwischen der Hauptmission – unserer Arbeit, Gott über alles und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben – und den vielen anderen Dingen unterscheidet, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen und uns davon abhalten wollen, diese unerlässliche Arbeit zu tun.

Und sind es nicht unsere Empfänglichkeit und Aufmerksamkeit gegenüber diesem einen, das nötig ist, durch die wir tatsächlich das Thema der Jahresversammlung 2025 leben: „Durch eure Arbeit kommen die Zeiten voran“ (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 188)? Durch unsere Arbeit, indem wir das wertschätzen, was wir jeweils individuell und kollektiv als Kirche praktizieren, können wir prüfen, ob unsere nächsten Schritte unser Denken in die Richtung lenken, in die Maria ging, nämlich zu dem einen hin, das nötig ist, oder aber in die Richtung, in die Marta gezogen wurde, und in der sie „sich viel zu schaffen machte, um ... zu dienen“. Wir können entschlossene Schritte unternehmen, um unsere Arbeit dem einen zu widmen, das wirklich nötig ist: der Wissenschaft des Christus-Heilens.

Wenn ich an unsere Kirche denke, stelle ich mir vor, wie wir alle Schulter an Schulter stehen, um gemeinsam die Mission der Christus-Kraft zu demonstrieren, „die Sünden der Welt wegzunehmen“. Ich denke an das Beispiel meines Bekannten in Ostafrika und sehe, dass wir alle die Möglichkeit haben, einen bedeutenden Einfluss auszuüben. So können wir zu dem beitragen und das unterstützen, was Jesus tat und was Mrs. Eddy als unsere Führerin in seiner Nachfolge als die höhere Mission dieser Kirche ansah.

Unsere Einheit in Bezug auf den Zweck und die Mission trägt dazu bei, unsere Sache zu vereinen. Und wir müssen nicht alle dieselbe Arbeit tun, damit sie von Herzen kommt und wirksam ist – damit sie dem einen entspricht, das nötig ist.

Mit großer Wertschätzung

Josh Niles
Präsident der Mutterkirche

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