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Original im Internet

Vom Vortragsrat der Christlichen Wissenschaft

Die innigste Verbindung

Aus der August 2026-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Vielen Kirchenmitgliedern fällt es am leichtesten, über Mary Baker Eddys revolutionäre Entdeckung zu sprechen, wenn sie unter Christlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind. In diesem Kreis fühlen wir uns wohl.

Aber können wir auch selbstbewusst und offen sein, wenn wir die Christliche Wissenschaft in breiteren Kreisen mit anderen teilen?

Im Büro des Vortragsrats erreichen uns Berichte darüber, wie Sie genau das tun – wie Sie die Christliche Wissenschaft selbstbewusst in Ihrem Freundeskreis, Ihrer Nachbarschaft, Ihrer Familie und am Arbeitsplatz teilen. Durch diese Berichte zieht sich wie ein roter Faden das Verständnis, dass die Christliche Wissenschaft für jeden Menschen nützlich ist. Diese Wissenschaft ist universal heilend und nachvollziehbar – und sie offenbart tatsächlich unsere Erlösung. Ideen mit anderen zu teilen ist am einfachsten und natürlichsten, wenn wir erkannt haben, dass Gott das einzige Gemüt ist.

Mary Baker Eddy erklärt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass es nur ein Gemüt gibt, dann entfaltet sich das göttliche Gesetz, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst ...“ (S. 205). Ja, ganz richtig. Dasselbe Gemüt zu haben wie unsere Mitmenschen ist eine tiefe und bedeutungsvolle Verbindung. Und wenn wir diese Verbindung verstehen und spüren, verschwinden oberflächliche Unterschiede. Dann lieben wir unseren Nächsten von Natur aus genug, um Schüchternheit und Befangenheit zu überwinden und aus dem Herzen zu sprechen.

Gott ist auch das Gemüt unserer Mitmenschen, und daher sind ihnen die Konzepte der Christlichen Wissenschaft zu einem gewissen Grad bereits verständlich; sie sind ein natürlicher Bestandteil von ihnen. Ich finde klare, von Herzen kommende Worte, wenn ich aktiv darauf vertraue, dass mein Gegenüber von demselben Gemüt geführt wird wie ich. Anstatt dass ich jemandem etwas erzähle, das er vielleicht akzeptiert oder auch nicht, fühlt es sich eher so an, als würde ein Mensch einen anderen auf einen schönen Sonnenaufgang aufmerksam machen, und dann stehen beide gemeinsam da und betrachten ihn.

Eine Frau, die Mitglied einer Zweigkirche ist, hatte einmal so ein Erlebnis, dass ihr vorkam, als würde sie mit Freunden einen Sonnenaufgang beobachten. Sie und ihre kleinen Kinder waren in mehreren Spielgruppen aktiv. Obwohl die Familien aus unterschiedlichen Kulturen stammten und unterschiedliche Religionen ausübten, ging aus den Gesprächen der Mütter klar hervor, dass sie alle die Kindererziehung ernst nahmen und den Erkenntnissen der anderen – insbesondere den spirituellen – aufrichtig offen gegenüberstanden. Das Mitglied verstand, dass sich alle Beteiligten auf dasselbe liebevolle Gemüt stützten, und erkannte eine Gelegenheit. Sie bat ihre Kirche, eine Reihe von Vorträgen über die Christliche Wissenschaft zu sponsern, besonders zu Themen, die Eltern interessieren würden. Eine solche Veranstaltung hatte die Zweigkirche bisher noch nie abgehalten, doch das Mitglied fühlte sich von Gott dazu veranlasst, darum zu bitten, und die anderen Mitglieder willigten ein. Die Frau wusste, dass es nicht ihre Verantwortung (und auch nicht die der Vortragenden) sein würde, etwas unter Beweis zu stellen oder die Meinung der Menschen zu ändern. Alle Menschen hatten ja bereits dieselbe unerschöpfliche Quelle der Weisheit und Führung.

Das Zweigkirchenmitglied lud diese Mütter zuversichtlich zu den Vorträgen ein, und auch andere Mitglieder luden Eltern ein, die sie von der Arbeit, den Schulen ihrer Kinder usw. kannten. Diese Einladungen wurden offenbar als ganz natürlich erlebt und fanden großen Anklang, denn die Vorträge waren sehr gut besucht! Danach diskutierten die Mütter neue Ideen aus der Vortragsreihe und aus Wissenschaft und Gesundheit selbst, beispielsweise das Konzept eines liebevollen Vater-Mutter-Gottes und dass Gott die einzige Ursache und der einzige Schöpfer ist. Obwohl diese Vortragsreihe bleibende Wirkung zeigte, war sie interessanterweise für das Kirchenmitglied eine der einfachsten Veranstaltungen, die sie je mitorganisiert hatte. Weder missionarischer Eifer noch Überredungskünste waren nötig gewesen, um ein engagiertes Publikum zu gewinnen.

Wie war das möglich gewesen? Wie können wir Gelegenheiten finden, die Christliche Wissenschaft mit anderen zu teilen? Es geht nicht um persönliches Talent oder Charisma. Wir müssen nicht unbedingt besonders kreativ sein, sondern nur dem liebevollen Impuls folgen, den wir von Gott, Gemüt, erhalten. Dieser Impuls, diese Inspiration, ist derselbe Einfluss zum Guten, den Jesus beständig zum Ausdruck brachte, und er hat in der Bibel und in Mrs. Eddys Schriften eine besondere Bezeichnung: Christus.

Wir lesen in Wissenschaft und Gesundheit: „Christus ist die wahre Idee, die das Gute verkündet, die göttliche Botschaft von Gott an die Menschen, die zum menschlichen Bewusstsein spricht“ (S. 332). Der Christus ist so praktisch anwendbar. Wenn wir die Inspiration fühlen, die ein anhaltendes Problem heilt, den moralischen Mut finden, eine angespannte Situation im Büro zu entschärfen, oder den Impuls spüren, ein von Seele erfülltes Gespräch mit einem Nachbarn zu führen, dem wir sonst höchstens zuwinken, dann erleben wir den Christus. Der Christus wirkt im Jahr 2026 genauso liebevoll und kraftvoll wie zu Jesu Zeiten.

Manchmal verläuft der ursprüngliche Plan, die Christliche Wissenschaft an andere weiterzugeben, anders als erwartet. Eine Christliche Wissenschaftlerin hatte beispielsweise aus dem Wunsch heraus, spanischsprachigen spirituell Suchenden entgegenzukommen, mehrere Bibelverse auf Spanisch auswendig gelernt (das nicht ihre Muttersprache ist). Der ursprüngliche Zweck (so dachte sie) dieser vom Christus inspirierten Initiative bestand darin, ein Video über das christlich-wissenschaftliche Heilen aufzunehmen, das spanischsprachige Menschen online erreichen sollte. Obwohl die Frau bereits etwas Spanisch gelernt hatte, war ihr die Sprache der spanischen Bibel fremd. Diese Verse auswendig zu lernen war recht mühevoll, und es gab Zeiten, in denen sie dachte: „Das dauert ja ewig! Lohnt sich das überhaupt?“ Doch ihr Wunsch, andere mit der Botschaft der Christlichen Wissenschaft zu erreichen, ließ sie durchhalten. Die Gewissheit, dass sie von demselben Gemüt erleuchtet war, wie die spanischsprachigen Zuschauerinnen und Zuschauer, verlieh ihrer Arbeit neuen Schwung.

Und irgendwann hatte sie die Verse auswendig gelernt. Die Dreharbeiten zum Video lagen noch in weiter Ferne, doch dann wurde sie bei einer Fahrt mit einer Mitfahragentur von jemandem abgeholt, der nur Spanisch sprach. Er war ein spiritueller Sucher, bereit für den nächsten Schritt auf seinem Weg. Die Christliche Wissenschaftlerin war erstaunt, wie gut die Bibelverse in ihr Gespräch über die Christliche Wissenschaft passten und wie mühelos sie ihr über die Lippen kamen. Sie konnte aus tiefer Überzeugung mit einem völlig unerwarteten Gesprächspartner darüber sprechen. Als sie am Ziel ankamen, gab der Fahrer ihr sein Telefon und sagte auf Spanisch: „OK, geben Sie mir alle Informationen!“ Sie gab ihm viele Online-Ressourcen weiter, darunter eine Liste bevorstehender Vorträge in seiner Region. Und natürlich trug diese Begegnung dazu bei, dass bei der Videoproduktion etwas entstand, das sowohl authentisch als auch nützlich war.

Im Umgang mit anderen ist die offensichtlichste Gemeinsamkeit vielleicht die Sprache, die wir sprechen, oder die Sportart, der wir nachgehen (man hört, dass beim Pickleball viele Gespräche über die Christliche Wissenschaft stattfinden) oder auch unser Arbeitsplatz. Christus stellt diese Verbindungen zu unserem Umfeld her, sodass Gelegenheiten für das Weitergeben der Christlichen Wissenschaft ganz natürlich entstehen. Dann entdecken wir die tiefere, dauerhafte Verbindung, die bereits vorhanden war – wir sind Kinder desselben Gottes und werden vom selben Gemüt erleuchtet.

Während wir also vielleicht darüber sprechen, Verbindungen herzustellen oder natürliche Möglichkeiten zu finden, selbst im gegenwärtigen Technologiezeitalter mit unseren Mitmenschen direkt zu sprechen, sollten wir nicht vergessen, dass die wahre, unzerstörbare Verbindung bereits besteht (und schon immer bestanden hat).

Man könnte sagen, dass die Einheit eines jeden Menschen mit dem göttlichen Gemüt, der göttlichen Liebe, die ultimative Verbindung ist, die eine Brücke zu anderen baut und auch dafür sorgt, dass diese bestehen bleibt. Das kann sich in unerwarteten Unterhaltungen oder einer spontanen Gelegenheit zeigen, einem Menschen zu helfen, oder es kann passieren, dass eine Person zu einem Vortrag kommt, „ohne zu wissen, wieso ich hier bin“. Christus ist der Antrieb zu den Aktivitäten, die wie Verbindungen zum Umfeld aussehen, und das Wesen des einen göttlichen Gemüts gibt uns die Zusicherung, dass die wahre Verbindung bereits besteht.

Was ist, wenn wir uns inspiriert fühlen, es uns aber schwerfällt, ein Gespräch von allgemeinen Nettigkeiten hin zu etwas Tiefergehendem zu lenken, das wirklich weiterhilft? Oder was ist, wenn es schon schwierig ist, überhaupt ein Gespräch zu beginnen? Manchmal fühlt sich dieser Widerstand wie etwas an, das von innen kommt. Will mein Mitmensch wirklich etwas über meine Religion oder einen Vortrag hören, den meine Kirche veranstaltet? Vielleicht nicht, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Christus uns hilft, über die begrenzte Sicht von der Christlichen Wissenschaft als Religionsgemeinschaft hinauszugehen und sie als die Wissenschaft des Seins, eine Beschreibung der Wirklichkeit, zu sehen. Diese Erkenntnis vertreibt die Unbeholfenheit und ersetzt sie mit wahrer Zuneigung und echtem Respekt für die Person, mit der wir sprechen.

Die Liebe zur Wissenschaft ist eine gute Grundlage, nicht wahr? Sie aktiviert unseren natürlichen moralischen Mut! Sie schlägt Wellen und kann ein Gespräch so beleben, das es über das hinausgeht, worüber wir sonst reden würden; sie verfolgt das Ziel, die Erfahrung eines Menschen mit Gott im Hier und Jetzt zu unterstützen. Und wir stellen dabei vielleicht fest, dass die Menschen viel aufgeschlossener und interessierter sind, als wir dachten, oder dass das Gute, das wir als Zeuginnen und Zeugen für Gott empfinden und im Leben umsetzen möchten, sehr, sehr wichtig ist und benötigt wird.

Dieses innige Sehnen danach, das eine Gemüt zu bezeugen, zusammen mit dem vom Christus inspirierten Vorgehen, führt zu Heilung. „Christus, als die geistige oder wahre Idee Gottes, kommt heute wie damals, predigt den Armen das Evangelium, heilt die Kranken und treibt die Übel aus“, lesen wir in Wissenschaft und Gesundheit (S. 347).

In diesem Vortragsjahr hat das Büro des Vortragsrates Berichte über Heilungen von Sehnenscheidenentzündung, Rückenverletzungen, Unterleibsschmerzen, einem unnatürlichen Gewächs, Bewegungseinschränkungen, chronischer Erschöpfung und vielem mehr erhalten. Die betreffenden Personen wurden während des Besuchs von Vorträgen oder aufgrund der gebetvollen Arbeit geheilt, die vor und nach den Veranstaltungen geleistet wurde. Vielen Dank an Sie alle für Ihre spürbare Unterstützung der Vortragsarbeit der Christlichen Wissenschaft. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen im bevorstehenden Vortragsjahr!

Melanie Wahlberg
Managerin des Vortragsrat der Christlichen Wissenschaft

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