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Original im Internet

Ein Sturz ohne Folgen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 28. September 2026


Nach einer Mittwoch-Zeugnisversammlung in meiner Zweigkirche der Christlichen Wissenschaft im Winter 2025 verließ ich als Letzter die Kirche und ging den Flur vom Kirchensaal entlang. An der Hintertür schaltete ich das Licht aus, bemerkte dann aber mit einem Blick in einen anderen Flur, dass im Leserbüro noch ein Licht an war.

Als ich mich umdrehte, um die Stufen zu diesem Flur herabzugehen, kam mir der Gedanke, das Licht wieder anzumachen, aber ich sagte mir, dass es auch so hell genug war. Ich hätte auf diesen warnenden Gedanken hören sollen, denn ich vergaß, wie viele Stufen ich runtergehen musste, und stürzte, wobei ich sehr ungünstig auf der Tasche mit der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy landete, die ich bei mir hatte. Ich verletzte mir das Handgelenk und schlug mit dem Kopf auf dem Betonboden auf, was starke Kopfschmerzen nach sich zog.

Ich war so dankbar für die inspirierende Versammlung, die wir gerade gehabt hatten, und fragte mich sofort: „Was glaubst du hinsichtlich dieser Situation?“ Mein erster Gedanke war, dass die Bücher in meiner Tasche – die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit – mich inspirieren, erheben und unterstützen, also konnte ich keine Schmerzen davon haben, dass ich auf ihnen gelandet war, und auch nicht deswegen leiden. Mein zweiter Gedanke war, dass ich nicht das Kirchengebäude verlassen würde mit der Vorstellung, es habe jemals eine Trennung zwischen Gott, der göttlichen Liebe, und mir gegeben. Es stand außer Zweifel, dass mein wahres, geistiges Selbst nicht von etwas, das Gott unähnlich war, berührt werden konnte.

Ich stand auf, schaltete das Licht aus und ging zum Auto. Als ich den Anlasser betätigte, gab es keinen Hinweis mehr auf ein Problem mit dem Handgelenk. Obwohl mein Kopf noch etwas weh tat und kurz die Suggestion einer möglichen Gehirnerschütterung aufblitzte, hatte ich keine Sorgen, nach Hause zu fahren, denn es fühlte sich eindeutig wie eine Suggestion ohne die geringste Legitimität an.

Als ich schlafen ging, hatte ich den Vorfall vollständig vergessen. Meine wahre, geistige Identität als Gottes Schöpfung zu erkennen hatte sofortige Auswirkungen, denn ich hatte keinen Moment das Gefühl, dass ich einer Heilung bedurfte – ich besaß nur die Klarheit, dass ich wahrlich in Gott lebe, webe und bin, wie Paulus es ausgedrückt hat.

Die fortdauernde Lektion aus diesem Vorfall zeigte sich im Verlauf der nächsten Tage. Das Thema der wöchentlichen Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft lautete „Leben“, und zwei Stellen fielen mir besonders ins Auge: „Leben ist ewig. Wir sollten dies entdecken und beginnen, es zu demonstrieren“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 246) sowie „Klugheit ist ein Brunnen des Lebens für den, der sie hat“ (Sprüche 16:22).

Als ich an jenem Abend dort im Flur lag, hatte mich ein klares, sicheres Verständnis meines unzerstörbaren, vollständigen, geistigen Seins, das gänzlich unberührt von guten oder schlechten materiellen Zuständen war, befähigt, aufzustehen und diese Situation hinter mir zu lassen. Doch als ich meiner Frau am nächsten Morgen von der Sache erzählte und die Situation noch einmal durchlebte, indem ich sie beschrieb, kehrten die Schmerzen zurück. Ich erkannte sofort, dass ein Wiedergeben des Sturzes und der Schmerzen die Geschichte glaubhaft für mich machte, also musste ich sie entweder als Teil der Erzählung (und somit meiner Erfahrung) akzeptieren oder aufhören, Geschichten darüber zu erzählen. Ich ließ die Geschichte hinter mir und alles war in Ordnung.

Als ich eine Woche später zur nächsten Mittwoch-Zeugnisversammlung fuhr, überlegte ich, was ich in einem Heilungszeugnis sagen wollte. Wieder war der Vorfall in meinem Denken sehr lebendig, und wieder erlebte ich dieselben Schmerzen.

Die Schmerzen waren jetzt so weit von dem ursprünglichen Vorfall entfernt, dass sie keine echte Ursache oder Wirklichkeit hatten. Das half mir zu erkennen, dass ich nie wirklich ein Teil dieses Vorfalls gewesen war. Ich verstand, dass die ganze Sache wie ein Film mit einer Handlung und Figuren war, der das Ziel hatte, uns Angst einzujagen. Nichts an solch einem Film entspricht der Wahrheit, doch mithilfe von Beleuchtung, Dialogen, Perspektiven und glaubhaften Figuren ist es einer Regisseurin oder einem Regisseur möglich, Emotionen in uns hervorzurufen, während wir im Kino sitzen. Mir wurde klar, dass ich dieses „Kino“ sofort verlassen konnte, da ich den „Film“ bereits mehrmals gesehen hatte und er uninteressant für mich war.

Und genau das tat ich gedanklich dann auch. Als ich an der Kirche ankam, war ich vollständig frei von dem gesamten Vorfall, und ich konnte der Gemeinde an dem Abend von meiner Heilung berichten. Sogar während ich dies schreibe, kann ich mich an den „Film“ zurückerinnern, doch er hat keine Auswirkungen mehr auf mich, außer dass er mir bewusst macht, wer ich wahrlich bin – die Widerspiegelung und der Ausdruck von Gottes Gnade und Kraft. Und er macht mir bewusst, dass ich zuhören muss, wenn mir eine leise Intuition kommt, etwas zu tun – wie: Schalt das Licht ein!

Glenn Williams
Spokane, Washington, Vereinigte Staaten

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