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Original im Internet

Wohllautendes

Untrennbar von Gottes beständiger Fürsorge

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 8. Juni 2026


Meinen Tag beginne ich stets mit zwei ganz unterschiedlichen Frühstücken. Das erste ist Toast mit Quark und Marmelade. Dann folgt ein „geistiges Frühstück“ – da lese ich die wöchentliche Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft. Diese Lektion setzt sich aus Stellen aus der Bibel und aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy zu einem bestimmten wöchentlichen Thema zusammen. Dieses Frühstück hilft mir, den bevorstehenden Tag aus einer geistigen Perspektive zu sehen – so wie Gott ihn sieht.

Wenn ich etwas, das ich am Morgen gelesen habe, während des Tages anwenden will, stelle ich oft fest, dass ich mich nicht an den genauen Wortlaut erinnern kann! Wenn mich dies ärgert, kommt mir der Gedanke zu Hilfe, dass Gott allgegenwärtig ist und dass ich als Seine Widerspiegelung untrennbar von Ihm und Seiner immer-gegenwärtigen Fürsorge bin. Ich kann also darauf vertrauen, dass ich immer zur rechten Zeit mit geistigen Gedanken versorgt werde, da sie jederzeit erreichbar und ununterbrochen aktiv sind. Die göttliche Liebe, Gott, versorgt und hilft uns immer, denn „in ihm leben, weben und sind wir“ (Apostelgeschichte 17:28).

Die folgende Erfahrung hat mir das gezeigt.

An zwei Tagen in der Woche betreue ich die drei Kinder einer Familie. An einem Tag waren beide Eltern geschäftlich unterwegs, und meine Aufgabe bestand unter anderem darin, das jüngste Kind abends ins Bett zu bringen.

Das hatte ich bisher noch nicht getan, und ich wusste aus Erzählungen der Eltern, dass dies oft mit vielen Schritten verbunden ist, bis das Kind dann endlich auch einschläft. Die beiden älteren Brüder beschrieben ebenfalls ausführlich, was ihr kleiner Bruder so alles anstellt, um das Zubettgehen hinauszuzögern. In mir kamen Zweifel auf, ob ich diese Aufgabe zufriedenstellend erfüllen würde, und ich bat daher Gott um gute Ideen, wie ich es bewerkstelligen konnte.

In Wissenschaft und Gesundheit steht (S. 129): „Wir müssen tief in die Wirklichkeit hineinschauen, statt nur den äußeren Eindruck der Dinge zu akzeptieren.“ Ich erkannte, dass dies genau auf die Situation passte. Es wurde mir klar, dass es für mich keinen Grund gab, die Vorhersagen der Brüder zu akzeptieren, denn sie zeigten einen menschlichen bzw. materiellen Eindruck ihres Bruders und der Situation. Dies wollte und musste ich nicht akzeptieren.

Stattdessen fragte ich mich, was die geistige Wirklichkeit war. Mir kam in den Sinn, dass es die Tatsache war, dass der Junge Gott widerspiegelte. Da wir alle Gott widerspiegeln, können wir nie von Seiner Fürsorge getrennt werden, und wir können nur Harmonie und Gutes in uns schließen! Ich bekräftigte diese Wahrheitsgedanken und merkte, wie meine Sorge über die Situation verflog. 

Da mein Denken jetzt frei für Gedanken von Gott war, überlegte ich, wie ich Seine Macht und Allgegenwart demonstrieren konnte, und lauschte erwartungsvoll. Ich musste nicht lange warten. Gemeinsam beschlossen der Junge und ich, die einzelnen Schritte zu überlegen, die er vor dem Zubettgehen tun musste. Seine Ideen ließ ich mir ganz genau beschreiben. Mit Hingabe und Überzeugungskraft erklärte er sie mir und führte sie anschließend auch sofort vor. Das hatte sehr praktische Auswirkungen: Er brachte sich selber zu Bett.

Herrlich! Ich brauchte ihm keine Anweisungen zu geben, was er tun sollte. Wir hatten viel Spaß dabei, und es gab keinerlei Probleme. Seine Brüder waren erstaunt. Danke, Gott

Ich bin dankbar, erlebt zu haben, dass wir nie von Gottes Fürsorge und guten Ideen getrennt sein können und dass wir fähig sind, Gottes Fürsorge in jeder Situation auszudrücken.

Waltraud Lehmann

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