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Original im Internet

Aus der Meeresströmung gerettet

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 18. September 2025

Originaltext auf Spanisch


Ich möchte von einer Erfahrung berichten, die ich in einem Urlaub gemacht habe. Ich war an einem Strand im Norden meines Landes, an dem es viele Möglichkeiten für Kinder und Familien gibt. Leute gehen dort surfen, bodyboarden und machen anderen Wassersport.

Als ich mit meiner und befreundeten Familien an einem sonnigen Tag den Aufenthalt am Meer genoss, kam mir der Gedanke, dass in Wirklichkeit alles die Manifestation Gottes ist. Dieser Gedanke geht auf „die wissenschaftliche Erklärung des Seins“ zurück, die im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, von Mary Baker Eddy (S. 468) enthalten ist. Sie lautet unter anderem: „Alles ist unendliches Gemüt und seine unendliche Manifestation, denn Gott ist Alles-in-allem.“

Der Gedanke daran erfüllte mich mit Ehrfurcht. Es gefiel mir sehr, die See, den Himmel und jeden Menschen geistig zu betrachten – als die göttliche Manifestation Gottes. Und ich musste an die Definition von Christus im Glossar von Wissenschaft und Gesundheit (S. 583) denken: „Die göttliche Offenbarwerdung Gottes, die zum Fleisch kommt, um den fleischgewordenen Irrtum zu zerstören.“ Diese Gedanken gaben mir ein Gefühl der Ehrfurcht, als ich auf dem Bodyboard durchs Wasser glitt. 

Plötzlich hörte ich ein Kind um Hilfe rufen. Ich drehte mich um und sah den elfjährigen Sohn einer Freundin, der auf seinem Bodyboard im tiefen Wasser von der Strömung erfasst worden war und aufs Meer hinausgetragen wurde. Er hatte solche Angst, dass ich keinen Augenblick zögerte, zu ihm hinzupaddeln. Die Strömung brachte mich direkt zu ihm. 

Als ich bei ihm war, sagte ich ihm, er solle ruhig bleiben und keine Angst haben. Doch als ich mich dem Land zuwandte, war mein Mann nur noch ein Punkt, und ich konnte meinen Sohn kaum noch erkennen. Mir wurde mulmig zumute. Ich dachte, ich darf keine Angst haben, denn ich muss das Kind beruhigen. Gleichzeitig kam es mir vor, als würde eine Stimme zu mir sagen: „Claudia, denk daran, was dir vorhin durch den Kopf gegangen ist.“ Da fielen mir die Worte ein: „Alles ist unendliches Gemüt und seine unendliche Manifestation.“ Ich erkannte sie als eine Engelsbotschaft – eine Botschaft von Gott (siehe Wissenschaft und Gesundheit, S. 581). Meine Angst löste sich auf, und wir versuchten, uns auf unsere Bodyboards zu legen, um eine Welle zurück an Land nutzen zu können. 

Doch mehrmals gelang es uns nicht, solch eine Welle zu nutzen. Stattdessen brachen die Wellen über uns, sodass wir eine Drehung im Wasser machten. Als der Sohn meiner Freundin sah, dass wir immer noch sehr weit vom Ufer entfernt waren, fing er wieder an, um Hilfe zu rufen. Ich hob den Arm, damit die Personen am Ufer besser erkennen konnten, dass wir Hilfe brauchten. Es schien, als ob wir ihre Aufmerksamkeit erregt hatten, doch an diesem Strand waren keine Rettungsschwimmer stationiert, und die Leute, die uns sahen, wussten nicht, wie sie uns helfen konnten.

Ich holte tief Luft. Während ich den Jungen ermahnte, an meiner Seite zu bleiben, bekräftigte ich mental, dass alles in Wirklichkeit die Manifestation Gottes war. Das war der Augenblick, in dem die Strömung uns ohne unser Zutun auf die andere Seite des Strandes brachte. Wir blieben die ganze Zeit Seite an Seite.

Als wir das Ufer erreichten, kamen die Personen, die alles miterlebt hatten, zu uns. Alle waren sehr froh und dankbar, dass wir der Situation unversehrt entkommen waren. Ich bin sicher, dass das, was uns und die anderen gestärkt hatte, Gottes Engel, Seine heilenden Gedanken, gewesen waren. Mein Mann hatte die ganze Zeit gebetet und sich bewusst gemacht, dass Gott uns aus der Situation befreien würde. Durch seine Gebete war es ihm auch möglich gewesen, unseren Sohn etwas zu beruhigen.

Doch damit war die Erfahrung nicht zu Ende. Zwei Tage später, als einige aus unserem Freundeskreis ihre Kinder-Surfbretter nicht mehr brauchten, wollte meine Tochter es einmal damit versuchen, mit mir zusammen. Sie übte auf ihrem Brett zu stehen, während ich auf dem Bauch lag und mein Brett wie ein Bodyboard dazu nutzte, um mich von den Wellen an Land tragen zu lassen.

Aufgrund der Erfahrung einige Tage zuvor achtete ich sehr darauf, dass die Strömung uns nicht erfasste, sondern blieb auf der Seite des Strandes, von der uns gesagt worden war, dass es dort keine Strömung gab. Als ich sah, dass meine Tochter die kleinen Wellen gut nutzen konnte, beschloss ich, es auch zu versuchen. Ich legte mich bäuchlings auf das Brett, passte aber nicht ganz auf und wurde innerhalb von Sekunden raus aufs Meer getragen. 

Ich versuchte, der Strömung zu entkommen, doch weil ich nicht surfen konnte, unternahm ich keinen Versuch, mich hinzustellen und auf einer Welle zu reiten. Ich wehrte mich gegen die Vorstellung, die Strömung werde mich wieder hinaustragen. Ich fing an, energisch und zügig zu meiner Tochter zu schwimmen, wurde aber sehr schnell müde und schaffte es nicht, der Strömung zu entkommen. Ich sah, dass die anderen am Strand sehr weit weg waren, und begann mit meinem Arm zu winken. Mein Mann erkannte, dass ich um Hilfe bat.

Ich schwamm mit viel Mühe, um zurückzukommen, doch die Wellen rollten immer wieder über mich. Ich drehte mich unter Wasser und fing an zu rufen: „Hol mich hier raus!“ Diesmal war mein Denken nicht so klar wie an dem anderen Tag, und ich konnte nur auf eine innere Stimme hören, die sagte: „Leg dich auf das Brett und positioniere dich im rechten Winkel zur Welle.“ In dem Moment, wo ich gehorchte und das tat, beruhigte ich mich und wurde von einer großen Welle ans Ufer getragen. Ich war so dankbar.

Ich danke Mrs. Eddy, die diese wundervolle Wissenschaft mit uns geteilt hat, damit wir sie jeden Tag in die Tat umsetzen können. Jetzt verstehe ich, wie wichtig es ist, sich immer auf Gott zu stützen. Es gibt Zeiten, in denen uns schwierige Situationen unerwartet treffen, doch wir können die Lösung und Gottes Schutz erkennen, wenn unser Denken auf die geistige Wirklichkeit gerichtet ist. Wir können uns immer an Gott wenden, der „unsere Zuversicht und Stärke [ist], eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben“ (Psalm 46:2). 

Ich empfinde tiefe Freude und große Dankbarkeit für unseren Vater-Mutter-Gott, der uns zu allen Zeiten Seine Engelsbotschaften und Seine liebevolle Fürsorge zukommen lässt.

Claudia Honorato
Santiago, Chile

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