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Original im Internet

FÜR KINDER

Eine Heilung auf dem Berg

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 2. November 2026


Beim Snowboarden kam ich einmal nicht voran, weil ich mich immer wieder verkantete. Wenn das passiert, dringt eine Seite des Snowboards zu tief in den Schnee ein und man fällt hin. Ich war so damit beschäftigt, nicht ständig hinzufallen, dass ich ganz vergaß, wie viel Spaß snowboarden macht.

Und dann fing ich auf dem Weg den Hang runter an, ein Lied aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft zu singen, das mir schon mal eine Hilfe gewesen war. Die erste Strophe geht so:

Hirte, über Berge steil
zeig den Weg mir klar,
wie zu sammeln, wie zu sä’n,
weidend Deine Schar.
Ich will lauschen Deinem Ruf,
irr’ ich im Geheg,
will Dir folgen und mich freu’n
auf dem rauen Weg.

(Mary Baker Eddy, Vermischte Schriften 1883–1896, S. 397–398).

Das fand ich sehr hilfreich. Ich dachte darüber nach, dass Gott mich den ganzen Weg führte, auch wenn der Hang schwierig und steil war.

Nachdem ich dieses Lied mehrmals gesungen hatte, verstand ich, dass das Problem daran lag, dass ich mich fühlte, als ob ich „umherirrte“. Ich hatte gedacht, dass ich derjenige war, der alles kontrollierte. Aber dann hörte ich eine Engelsbotschaft. Das ist, wenn Gott in unseren Gedanken zu uns spricht. Diese Botschaft sagte mir, dass Gott, das Gute, immer die volle Kontrolle über alles hat.

Nachdem ich diesen tröstlichen Gedanken bekommen hatte, ging ich wieder die Einzelheiten des Snowboardens durch und stützte mich ganz und gar auf Gott. Bei jeder Wendung fühlte ich mich ruhiger, und ich hielt weiter an Gottes Botschaft fest. Als ich unten angekommen war, fragte meine Mutter mich, wie es mir ging. Ich fühlte mich super, und so sind wir noch zweimal gefahren.

Als wir später Mittagessen gingen, wurde mir schwindlig. Ich war entmutigt, denn das war schon mal passiert, nachdem ich im Sommer davor eine Gehirnerschütterung bekommen hatte. Jetzt wollte ich nur klein beigeben und nach Hause fahren. Nichts schien so zu klappen, wie ich es wollte.

Aber dann fiel mir die Heilung ein, die ich gerade auf dem Hang erlebt hatte. Mit dem Hinweis, dass sich nichts meiner Freiheit in den Weg stellen konnte, beschlossen wir, noch mal hochzufahren und eine weitere Abfahrt zu versuchen. Im Sessellift auf dem Weg nach oben hat meine Mutter Kirchenlieder gesungen.

Ich konnte meine Angst vor dem Schwindelgefühl ausblenden und mich bei Gott einblenden. Jetzt war ich nicht mehr überzeugt, dass das Schwindelgefühl bleiben würde. Meine Mutter und ich fuhren ohne zu stoppen den Hang hinunter und sangen die ganze Zeit.

Danach lief alles gut. Und nicht nur, was das Snowboarden angeht. Seitdem habe ich an vielen anderen Aktivitäten teilgenommen, zum Beispiel an Wettkämpfen in Jiu-Jitsu und Ultimate Frisbee, und mir war seit dem Tag kein einziges Mal schwindlig. Das Beste ist, dass ich jetzt auch wieder Saxofon spielen kann! 

Ich bin so dankbar für diese Erfahrung, und was zukünftige Heilungen angeht, so wird mir dieses Erlebnis eine gute Erinnerung an Gottes Macht sein.

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