Die Christliche Wissenschaft lehrt uns die Einheit des Menschen mit Gott. Sie lehrt uns, dass der Mensch und das Universum von Geist ausgehen und geistig sind. Das bedeutet, dass Objekte der Schöpfung ausschließlich Gottes Harmonie und Vollkommenheit widerspiegeln können und dass alles, was die göttliche Harmonie nicht widerspiegelt, irrig ist. Nichts als Vollkommenheit kann von Gott, Geist, Leben, Liebe, Wahrheit, ausgehen. Die Bibel bestätigt dies (1. Mose 1:27, 31): „Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. ... Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und sieh, es war sehr gut.“
Gott, Geist, ist die einzige Grundlage. Das Verständnis und das Bewusstsein dieser Wahrheit vertreiben Irrtum, Böses, und bewirken Heilung. Warum? Weil ein Verständnis von Wahrheit das Licht ist, das falsche Vorstellungen über uns und die Welt vertreibt.
Augenscheinliche menschliche Unvollkommenheiten stellen in Wirklichkeit unser mangelndes Verständnis der geistigen Wahrheit dar. Wenn wir die Welt aus einer materiellen Perspektive betrachten, können wir nichts als Enttäuschung und Unvollkommenheit erwarten. Doch wenn Geist unser Ausgangspunkt ist – wenn wir verstehen, dass Gott die einzige Ursache und die einzige Wirkung ist –, dann werden wir unweigerlich ganz andere Ergebnisse erzielen.
Mit Geist als unserem Ausgangspunkt ist es unmöglich für uns, hier und jetzt etwas anderes als Vollkommenheit wahrzunehmen und zu erleben. Christus Jesus lehrte dies, indem er sagte (Matthäus 4:17): „Das Himmelreich ist nahe gekommen!“ Und er hat dies bewiesen, indem er Heilungen vollbracht hat.
Diesen Ausgangspunkt in jedem Augenblick in unserem Denken zu wahren erfordert zunächst erhebliche mentale Disziplin. Doch wenn wir es üben, wird es einfach und natürlich. Die Zeit und Mühe, die wir für die Vergeistigung unserer Gedanken verwenden, bestimmt das Maß an fühlbarer Harmonie in unserem Alltag.
Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, schreibt (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 382): „Wenn dem Studium der Christlichen Wissenschaft und der Vergeistigung des Denkens nur halb so viel Aufmerksamkeit gewidmet würde wie den Gesundheitslehren, würde schon das allein das Millennium einleiten.“ Und auf S. 153 schreibt sie: „Weder Mitgefühl noch die Gesellschaft sollten uns jemals in Versuchung führen, Irrtum in irgendeiner Form zu pflegen, und auf keinen Fall sollten wir Fürsprecher des Irrtums sein.“ Diese Wissenschaft betrachtet alles, was von der göttlichen Harmonie und Vollkommenheit abweicht, als Irrtum. Irrtum zu schätzen oder zu verteidigen heißt, an seine Wirklichkeit zu glauben und einen materiellen Anschein als Wirklichkeit anzuerkennen, wo doch Gott, Geist, die einzige Wirklichkeit ist.
Alles ist Geist und seine geistige Schöpfung, hier und jetzt. In der Christlichen Wissenschaft wird sterblicher Irrtum entfernt und korrigiert, indem man das Denken mit Wahrheit füllt. Eine solche Wahrheit lautet (ebd., S. 207): „Es gibt nur eine Grundursache. Deshalb kann es keine Wirkung aus irgendeiner anderen Ursache geben, und es kann keine Wirklichkeit in irgendetwas geben, das nicht von dieser großen und einzigen Ursache ausgeht. Sünde, Leiden, Krankheit und Tod gehören nicht zur Wissenschaft des Seins. Sie sind die Irrtümer, die die Abwesenheit von Wahrheit, Leben oder Liebe voraussetzen.“
Da die Ursache Geist ist, muss die Wirkung unweigerlich geistig sein. Deshalb ist es unverzichtbar, unseren Ausgangspunkt zu betrachten, wenn wir mit einer unharmonischen Situation konfrontiert werden. Beruht sie auf Geist oder materiellen Überzeugungen? Da Gott Geist ist, sind wir die Kinder des Geistes. Nicht in der Zukunft, sondern im Hier und Jetzt.
Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit ferner (S. 272): „Die Siege der Christlichen Wissenschaft werden durch die Zerstörung des Irrtums und des Bösen bezeugt, aus denen sich die trostlosen Vorstellungen von Sünde, Krankheit und Tod fortpflanzen.“
Das ist die Christliche Wissenschaft! Wenn wir wissen, dass Irrtum ein Fehler ist, wenden wir uns ganz natürlich von ihm ab. Und wenn wir unseren Blick auf Gott, Geist, richten, kann Irrtum nur eines tun: sich auflösen. Warum? Weil er keine Wirklichkeit hat. Gott, das Gute, ist die einzige Wirklichkeit. Nur Gott ist allgegenwärtig. Nur Gott ist allmächtig. Ein Anschein einer Macht oder Gegenwart neben Gott, Geist , und Seiner Harmonie hat keine Bestandskraft.
Anfang 2024 rollte ein 2,5 Tonnen schwerer Gabelstapler über meinen rechten Fuß und zermalmte meinen Turnschuh und zwei Zehen. Der Anblick war wegen der starken Blutung furchteinflößend. Nachdem ich ins Krankenhaus gebracht worden war, begriff ich, dass ich die Zehnägel verloren hatte. Das Krankenhauspersonal empfahl mir drei Wochen der Ruhe und Pflege. Ich war dankbar für die Liebe der Krankenpflegerin, die meine Wunden versorgte. Doch als Christlicher Wissenschaftler akzeptierte ich die Prognose nicht, dass ich 21 Tage lang nicht aktiv sein konnte. Beim Nachdenken über meine geistige, Christus-gleiche Natur blieb ich ruhig und gelassen. Ich verbrachte nur einen Tag im Krankenhaus. Auf meinen Wunsch hin wurden mir keine Medikamente verabreicht.
Ich weigerte mich zu glauben, dass neben Gott, Geist, und Seiner geistigen Schöpfung noch etwas existieren konnte und dass Gott einen Mitarbeiter erschaffen hatte, der fähig war, einen Fehler zu machen und damit einen Unfall zu verursachen. Ich weigerte mich zu glauben, ich könne das Opfer irgendeines Unfalls sein. Mit Gott, Geist, dem Alles-in-allem, als meinem Ausgangspunkt musste jedes Szenario, das zu diesem Unfall geführt hatte, ein Fehler sein, der keinerlei Wahrheit hinter sich hatte.
Ich betete darum, nichts als Gottes vollkommene Schöpfung zu erkennen. Meine Kollegen und Freunde waren hocherstaunt, als ich nach nur drei Tagen wieder Schuhe anziehen und normal laufen konnte. Die Heilung war abgeschlossen, was bedeutete, dass innerhalb von nur drei Tagen neue Zehnägel zu wachsen begannen.
Wir behandeln einen Irrtum, indem wir Wahrheit verstehen, denn Wahrheit ist das Gegenmittel für Irrtum. Wir wachen über unser Denken und halten unsere Gedanken auf Gott gerichtet. Dann sind wir uns bewusst, dass Geist die Substanz jeder Form ist. Wir können über jeden materiellen Augenschein hinausblicken, um Gottes vollkommene, harmonische, dauerhafte Schöpfung hier und jetzt zu erkennen.
