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Original im Internet

In der Chorprobe geheilt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 5. November 2026


Wieder einmal ein voller Tag im College. Ich hatte bereits drei Seminare hinter mir. Vor mir lag noch ein Abendseminar, das erst nach 22 Uhr enden würde. Vor dem Abendessen war Chorprobe. Und ich musste für meinen Job arbeiten. Im Verlauf des Tages fühlte ich mich immer mehr überwältigt von all dem, was ich geschafft kriegen musste, und ich merkte, dass ich Kopfschmerzen bekam.

In der Kindheit hatte ich oft mit starken Kopfschmerzen zu tun gehabt, die mich manchmal außer Gefecht setzten. Meine Mutter hatte mich zum Arzt gebracht, und es waren Computertomografien gemacht worden. Doch es war keine Ursache festgestellt worden, und ich hatte den Rat bekommen, weniger aktiv zu sein und Stress zu reduzieren.

Mein Vater hatte in den 1990er-Jahren die Christliche Wissenschaft kennengelernt und einiges von dem, was er gelernt hatte, an uns weitergegeben. Ich kannte die Christliche Wissenschaft also etwas, doch ich hatte nicht wirklich darüber nachgedacht, sie zu praktizieren oder welche Bedeutung sie hinsichtlich Heilungen auf mein Leben haben könnte. Der Wendepunkt kam, als ich in einem Sommerlager für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Leute in meinem Alter kennenlernte, die die Christliche Wissenschaft praktizierten.

Meine Erlebnisse im Sommerlager hatten mich ermuntert, an einem College für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu studieren. Zu Hause in Lettland waren nur meine Familie und eine sehr kleine Gemeinde aus hauptsächlich älteren Personen mit der Christlichen Wissenschaft involviert. Doch in dieser unterstützenden College-Umgebung, in der ich mit meinen Mitstudierenden über die Christliche Wissenschaft reden konnte, fingen die Ideen über Gott, die ich als Kind und Jugendliche gehört hatte, wirklich an, Sinn für mich zu machen. In den Jahren im College war ich geistig sehr gewachsen, und ich hatte mehrmals ein Umdenken erlebt, das zu Heilungen geführt hatte.

Eine Sache, die ich jetzt besser verstand, war, dass nicht alles von mir abhängt, selbst wenn eine Sache überwältigend aussieht. Es lastete nicht alles auf meinen Schultern. Ich verstand, dass ich mich auf Gott stützen kann, denn Gott ist unsere Quelle. Wir können nicht separat von Gott existieren, denn wir sind Gottes Ausdruck und schließen göttliche Qualitäten wie Kraft, Harmonie und Intelligenz ein.

Doch an dem Tag, als die Kopfschmerzen vor der Chorprobe kurz davor waren, mich außer Gefecht zu setzen, fühlte es sich schwer an zu beten und diese Ideen zu akzeptieren. Ich wollte nichts als schlafen, und der Gedanke, zum Chor zu gehen und von lauter singenden Stimmen umgeben zu sein, ließ die Kopfschmerzen noch schlimmer erscheinen.

Aber ich hatte diese Intuition, dass ich trotzdem hingehen sollte. Es war nicht nur Verantwortungsgefühl, weil mein Hauptfach Musik war; es fühlte sich an, als kam der Impuls von Gott. Und so folgte ich dem Impuls und ging hin.

Der interessanteste Teil dieser besonderen Probe war, dass wir zum Aufwärmen ein paar Lieder aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft sangen. Beim Singen merkte ich, dass ich nicht nur die Stimme aufwärmte, sondern wirklich auf die Botschaften in den Liedern achtete und über die Bedeutung der Worte nachdachte.

Ich fühlte tiefe Harmonie beim Singen. Ich fokussierte mich ganz auf die Botschaften über Gott und Seine Fürsorge für uns und machte mir die Wahrheitsaussagen zu eigen, von denen ich wusste, dass sie die Grundlage meines Lebens sind. Und so nahm ich die Schmerzen gar nicht mehr wahr.

Die Heilung ereignete sich innerhalb weniger Minuten. Es war, als ob es gestürmt hatte und dann die Sonne durchgekommen war, und die Wolken hatten sich schlicht und einfach aufgelöst. So schnell war es gegangen. Ich konnte vollständig frei und fröhlich an der Chorprobe teilnehmen und sogar noch das Abendseminar besuchen, als ob es nie ein Problem gegeben hätte.

Diese Heilung war ein weiterer Schritt auf meinem Weg dahin, nicht von diesem überwältigenden Gefühl übermannt zu werden. Ich habe ein klareres Verständnis meiner geistigen Identität und des Ursprungs meiner Intelligenz und meiner Fähigkeiten bekommen – sie kommen alle aus Gott. Und ich habe jetzt auch ein Gefühl von Gottes Gnade, das ich in mein Leben nach dem College mitnehmen kann.

Krista Klava
Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten

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