Meine Frau und ich waren im Urlaub und hatten vor, an der Mittwochabend-Zeugnisversammlung einer Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, teilzunehmen.
Ich hatte den ganzen betreffenden Tag mit einer Migräne gekämpft und gebetet, um Frieden und Freiheit zu erlangen. Doch als wir am Parkplatz der Kirche ankamen, konnte ich kaum die Augen aufmachen, und es schien, als müsste ich im Auto bleiben, während meine Frau an der Versammlung teilnahm.
Während ich still betete, fiel mir diese Strophe eines Liedes im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft ein:
Ich schau’ auf Dich in jeder Not
und nie umsonst, voll Mut.
Spür’ Deinen Hauch, o ew’ge Lieb’,
und es ist alles gut.
Zu denken Dich macht mich gefeit
und wendet Sünde, Sorg’ und Leid.
(Samuel Longfellow, Nr. 134, Übers. © CSBD)
Die Worte „Deinen Hauch“ und „macht mich gefeit“ stachen für mich besonders hervor. Ich folgerte, dass der beste und schönste Hauch, den ich jemals fühlen könnte, der von Gott war. Ein Hauch – eine Berührung – von Gott ist viel mächtiger als die Lüge der Schmerzen. Aus meiner Beschäftigung mit der Christlichen Wissenschaft weiß ich, dass Gott allgegenwärtig und die einzige Macht ist, und ich war mir bewusst, dass Gott Liebe ist. Und da Gott mich erschaffen hat, kann ich Seine liebevolle Berührung immer fühlen.
Ich musste daran denken, wie ich Jahre zuvor dieselben Schmerzen gehabt und mit einem Praktiker der Christlichen Wissenschaft gesprochen hatte. Er hatte gesagt: „Räumen Sie die Angst aus.“ Ich hatte geantwortet, dass ich keine Angst hatte. Er wiederholte es noch zwei weitere Male, und ich befolgte schließlich seine dritte Aufforderung: Fürchten Sie sich nicht! Ich überwand die Angst, indem ich Gott, Liebe, umfassender verstand, und die Schmerzen verschwanden augenblicklich. Ich war tiefbeeindruckt aufgestanden und zur Arbeit gegangen. Als ich dort ankam und erfuhr, dass mir eine Studiengruppe zugewiesen worden war, der ich zeigen sollte, wie man einen Presslufthammer zum Pflanzen von Straßenbäumen nutzt, musste ich lachen. Ich konnte den Presslufthammer ohne jede Schwierigkeit verwenden und die mächtige Berührung fühlen, die mein göttlicher Vater mir gezeigt hatte.
Als ich nun auf dem Parkplatz der Kirche saß, hörte ich diese Gedanken: „Komm, wie du bist“ und „Geh, wie Er ist.“ Mit anderen Worten, ich sollte so zum Gottesdienst kommen, wie Gott mich erschaffen hatte – vollkommen, unversehrt und frei –, und auch als Ausdruck Gottes wieder gehen.
Ich setzte mich in der Kirche hin, und die Schmerzen waren – ähnlich wie bei meiner vorherigen Erfahrung – augenblicklich verschwunden. Ich bin so tief dankbar für den mächtigen heilenden Hauch, in den Liebe uns einhüllt.
David Martin
North Fork, Kalifornien, Vereinigte Staaten
