Welchem Feind wir auch gegenüberstehen mögen – sei es Krankheit, Unfall oder finanzielle Not –, wir können dem Bösen standhaft widerstehen, wenn wir begreifen, dass Gott, das Gute, die einzige Kraft ist. Die Bibel versichert uns (Jakobus 4:7): „So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, dann flieht er von euch.“
Ich war erst fünf Jahre alt, als es zu einem Vorfall kam, bei dem ich dem Bösen widerstehen musste – und zwar schnell. Meine Mutter hatte begonnen, sich ernsthaft mit der Christlichen Wissenschaft zu beschäftigen, und mich in der Sonntagsschule unserer Zweigkirche der Kirche Christi, Wissenschaftler, angemeldet. Dort lernte ich, dass Gott die göttliche Liebe ist, und so wurde es für mich ganz natürlich, auf Seine Güte zu vertrauen.
Eines Tages, als ich aus dem Auto stieg, schlug die Tür zu und klemmte meine Finger so ein, dass ich mich nicht befreien konnte. Trotz des Schmerzes und der Angst begann ich, einen Wahrheitsgedanken, den ich in der Sonntagsschule gelernt hatte, laut zu wiederholen (Mary Baker Eddy, Vermischte Schriften 1883-1896, S. 206): „Das Gute ist mein Gott, und mein Gott ist das Gute.“ Wieder und wieder bestand ich auf dieser Wahrheit. Sie sprudelte einfach in mir hoch und platzte aus mir heraus!
Natürlich kam mir meine Mutter sofort zu Hilfe und befreite mich. Ich bin mir sicher, dass auch sie für mich betete, denn es zeigte sofort Wirkung. Der Schmerz verschwand, und es gab keine Anzeichen einer Verletzung meiner Finger.
Rückblickend ist mir vor allem das Vertrauen in Gottes Liebe und Seine liebevolle Fürsorge in Erinnerung geblieben. Ich vertraute Ihm ohne zu zögern und wusste, dass Er mich beschützte. Auch heute noch spüre ich diese wohltuende Einheit mit Gott.
Diese Erfahrung hat mich gelehrt, dass es schnell Ergebnisse bringt, wenn man sich sofort an Gott wendet. Mein Beharren auf der geistigen Tatsache von Gottes allmächtiger Güte schloss die falsche Vorstellung von Unfall und Verletzung vollständig aus. Und sobald diese Lüge aus meinen Gedanken verschwunden war, waren auch ihre Auswirkungen verschwunden.
In Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift schreibt Mrs. Eddy (S. 406): „Widersteht dem Bösen – Irrtum jeder Art – und es wird von euch fliehen. Irrtum steht dem Leben entgegen. Wir können und werden uns schließlich so erheben, dass wir uns in jeder Hinsicht die Überlegenheit der Wahrheit über Irrtum, des Lebens über Tod, des Guten über Böses zunutze machen, und dieses Wachstum wird weitergehen, bis wir die Fülle der Idee Gottes erreichen und nicht mehr fürchten, dass wir krank werden und sterben.“
Im Einklang mit der Wahrheit des Seins erkennen wir, dass unsere Sicherheit in Gott liegt. Wir warten nicht darauf, dass sich die materielle Situation ändert, sondern suchen Zuflucht in der Wahrheit unserer Identität als geistige Idee Gottes, die allein von Ihm regiert wird und niemals den sogenannten Gesetzen der Materie unterliegt. Die beste Verteidigung besteht darin, unsere Gedanken im Auge zu behalten, wachsam zu bleiben und auf materielle Ablenkungen vorbereitet zu sein, die diese Wahrheit beeinträchtigen könnten.
Wenn wir unser Denken durch tägliches Gebet und Studium mit dem Verständnis von Gott gestärkt haben, können wir störende Denkfehler leicht erkennen und rasch beseitigen. Im Glauben verankert können wir singen:
Dann fürcht’ ich nichts! Von tränenschwerem Leid,
von Bitterkeit, Du, Gott, befreiest mich.
Wo ist dein Stachel, Tod, wo ist dein Sieg?
Bleibst Du, o Gott, bei mir, dann siege ich!
(Henry Francis Lyte, Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 8, Übers. © CSBD)
