Schon als kleines Mädchen war ich auf der Suche nach etwas, das mir Frieden und einen Sinn in meinem Leben geben würde.
Obwohl ich in einem christlichen Zuhause aufgewachsen war, fühlte ich mich dennoch von Gott weit entfernt. Ich war ein Einzelkind und hatte Schwierigkeiten, mich in die Gruppe der anderen Kinder in der Schule zu integrieren. Außerdem war ich während meiner Kindheit die meiste Zeit sehr krank, und nichts brachte Heilung.
In meinen ersten Jahren an der High School verfiel ich in eine tiefe Depression und litt unter starken Angstzuständen. Gedanken wie „Du bist nicht gut genug“ und „Du bist dazu bestimmt, allein zu sein“ kreisten jeden Tag in meinem Kopf. Es kam zu einem Punkt, an dem ich mir nicht mehr sicher war, ob ich weiterleben wollte. Ich stellte alles in Frage: meine Existenz, meinen Lebenszweck und Gott.
Gerade als ich das Gefühl hatte, meine Belastungsgrenze erreicht zu haben, kam mir ein Gedanke, der viel geistiger war als das, was ich zu dieser Zeit empfand. Und irgendwie wusste ich, dass dieser Gedanke von Gott kommen musste. Er lautete: „Ich möchte, dass du nicht aufgibst.“ Also entschloss ich mich, das zu tun.
Als ich das 11. Schuljahr begann, hatte ich die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, die ursprünglich für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler war. Diese Schule war in der Nähe meines Zuhauses, und ich beschloss, sie auszuprobieren – und wurde mit offenen Armen in dieser Gemeinschaft aufgenommen.
Ich traf auch die Person, die eine Mentorin für mich wurde und nun als Praktikerin der Christlichen Wissenschaft tätig ist – jemand, der in Vollzeit für diejenigen betet, die Heilung brauchen. Zu einer Zeit, als viel über Ansteckung diskutiert wurde, teilte sie mir einen wichtigen Gedanken mit. Sie sagte, dass wir gegen das erste Gebot „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (2. Mose 20:3) verstoßen, wenn wir glauben, dass irgendeine Krankheit oder die Ausbreitung einer Krankheit mehr Macht besitzt als Gott.
Auch wenn dies wie eine ungewöhnliche Bemerkung erscheinen mag, ergab sie für mich geistig irgendwie Sinn. Ich erkannte, dass dieses Konzept nicht nur auf ansteckende Krankheiten angewendet werden konnte, sondern auch auf andere Dinge in meinem Leben, mit denen ich zu kämpfen hatte – Depressionen, Ängste, Krankheit und das Gefühl der Einsamkeit. Es wurde mir klar, dass ich nicht glauben wollte, dass es etwas Mächtigeres gibt als Gott. Es fühlte sich für mich nicht richtig an zu denken, dass das Böse in meinem Leben vorherrschen und mir vorschreiben könnte, wie ich zu leben habe.
Ich begann, mich intensiver mit der Christlichen Wissenschaft zu beschäftigen, und wandte mich an Menschen in meiner Schule, damit sie mir halfen, mein Verständnis zu erweitern. Eine Dame, mit der ich mich unterhielt, gab mir eine Bibel und das Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, der Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft. Etwas, das ich während meines Studiums von Wissenschaft und Gesundheit besonders schätzte, war die Art und Weise, wie Heilung betont wird, da dies etwas war, das in meinem Leben seit meiner Kindheit gefehlt hatte. Die Idee, dass Gott göttliche Liebe ist, hat mir geholfen zu erkennen, dass Liebe an sich der Schlüssel zur Heilung ist.
Ich war begierig darauf, alles, was ich lernte, zu erfassen, hatte aber immer noch Schwierigkeiten, es direkt und konsequent in meinem Leben anzuwenden. Obwohl ich Unterstützung hatte, hatten meine Familiemitglieder Vorbehalte gegenüber meinem Studium der Christlichen Wissenschaft, da sie noch nie davon gehört hatten und sie im medizinischen Bereich tätig waren.
Darüber hinaus machte es mir zu schaffen, mich vollständig von materiellen Mitteln zu lösen, die für Wohlbefinden und Linderung sorgen sollten und für mich von klein auf selbstverständlich waren – dazu gehörte, Medikamente gegen meine Krankheiten einzunehmen, dem Gruppendruck nachzugeben und Beziehungen mit Jungen zu suchen, um mich geliebt zu fühlen. Ich wollte all das sein lassen, weil ich glaubte, dass dies für mein geistiges Wachstum und die Intensivierung meiner Beziehung zu Gott unerlässlich war.
Als ich mehrere Jahre lang mit einem Praktiker oder einer Praktikerin zusammenarbeitete, betete und Wissenschaft und Gesundheit sowie andere Schriften von Mrs. Eddy erforschte, erkannte ich, dass in Wirklichkeit Gott mein Ein und Alles ist. Er ist alles, was ich brauche, um glücklich, gesund, friedvoll und geliebt zu sein. Mit folgendem Satz, den ich besonders mag, habe ich gerne gebetet (Wissenschaft und Gesundheit, S. 264): „Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass das Leben Geist ist – niemals in noch von der Materie –, dann wird sich dieses Verständnis zu Selbstvollendung erweitern, alles in Gott, dem Guten, finden und kein anderes Bewusstsein benötigen.“
Als ich endlich verstanden hatte, dass Gott, Liebe, die Quelle alles Guten ist, war ich von den Krankheiten geheilt, unter denen ich als Kind gelitten hatte, darunter Depressionen und Angstzustände. Ich lernte, mich so zu lieben, wie Gott mich geschaffen hat, und begann, nach gesunden und fruchtbaren Beziehungen zu anderen Menschen zu suchen.
Da ich mich entschlossen hatte, mein Studium der Christlichen Wissenschaft konsequent fortzusetzen, gewann ich schließlich die Unterstützung meiner Eltern und inspirierte sogar meine Mutter dazu, in Mrs. Eddys Schriften zu lesen, worauf Heilungen folgten.
Der Weg, mehr über meine Beziehung zu Gott zu erfahren und die Christliche Wissenschaft zu praktizieren, ist zwar herausfordernd gewesen, aber auch lohnenswert. Ich weiß jetzt, dass Gott immer bei mir war, selbst dann, als ich mich als Kind weit von Ihm entfernt fühlte. Sogar in den Momenten, in denen ich mich besonders einsam fühlte, begleitete mich Gott auf jedem Schritt und führte mich zur Christlichen Wissenschaft, damit ich wirklich Heilung erfahren konnte.
Ich weiß jetzt, dass ich Seine geliebte Tochter bin und dass Seine Liebe immer bei mir sein wird, wo immer ich auch hingehe.
