Als unsere Hündin während eines Aufenthalts in einer Hundepension eine Verletzung an der Pfote erlitt, war ich erst ziemlich verärgert. Sie rennt gern, und die Wunde war so groß, dass Rennen und Spielen auf längere Zeit unmöglich schienen.
Mir wurde sehr schnell klar, dass meine Wut unserer Hündin nicht weiterhalf, und so hielt ich nach einem Weg Ausschau, die Heilung zu unterstützen, während ich gleichzeitig alles Nötige unternahm, die verwundete Pfote vor Schmutz und Nässe zu schützen. Das brachte mich auf den Gedanken, dass Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft mit Personen arbeiten, die aufgrund von Verletzungen oder anderen körperlichen Problemen praktische Hilfe brauchen.
Mary Baker Eddy, die Gründerin der Christlichen Wissenschaft, hat die Möglichkeit einer Versorgung durch gezielt ausgebildete Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft geschaffen. Diese Personen übernehmen die körperliche Versorgung von Patientinnen und Patienten und unterstützen gleichzeitig die metaphysische Behandlung der Praktikerinnen und Praktiker der Christlichen Wissenschaft. Mrs. Eddy schreibt konkret: „Die Pflegeperson sollte freudig, ordentlich, pünktlich, geduldig und voll Vertrauen sein – empfänglich für Wahrheit und Liebe.“ Dieses Zitat steht auf Seite 395 von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, wobei sich Wahrheit und Liebe auf Gott beziehen.
An dieser Aufzählung habe ich mich orientiert. Statt mich damit aufzuhalten, wie es zu der Verletzung gekommen sein mochte (die genaue Ursache war unklar), verhielt ich mich unserer Hündin gegenüber durchgehend freudig. Wenn sie auf Spaziergängen wegen augenscheinlicher Schmerzen eine Pause einlegen musste, wartete ich geduldig und offen für Ideen von Gott – von der göttlichen Wahrheit und Liebe. Und ich betete um die Erkenntnis, dass Gott sie liebt und als vollkommen und gesund kennt, so wie Er Seine gesamte Schöpfung sieht.
Innerhalb von zwei oder drei Tagen lief unsere Hündin wieder normal. Die Wunde schloss sich stetig, und mit neuer Haut wuchs auch neues Fell. Sie gewann ihre übliche Freude zurück, und nach drei Wochen konnten wir wieder ganz normal spielen.
Ich war so dankbar für die praktische Anleitung für Pflege in der Christlichen Wissenschaft in Wissenschaft und Gesundheit. Und ich war glücklich zu sehen, wie anwendbar diese Anleitung auf die Situation meiner Hündin war.
Wie sehr Mrs. Eddy ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger geliebt hat – sie hat sichergestellt, dass sie in jeglicher Lebenslage versorgt sind! Mit dieser Erkenntnis ist auch mein Respekt für die Arbeit von Pflegerinnen und Pflegern in der Christlichen Wissenschaft gewachsen, die mit Verletzungen und Krankheiten umgehen, ohne sich von dem Augenschein oder möglichen Auslöser ablenken zu lassen. Als ich mich intensiver mit ihrer Arbeit beschäftigte, lernte ich, nicht auf ein Problem zu starren, sondern Fortschritt auf jeder Ebene zu unterstützen. Ich konnte unsere Hündin mit diesen Erkenntnissen besser versorgen, und das wiederum hat ihr das Leben erheblich erleichtert!
Susanne van Eyl
