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Original im Internet

Knöchelverletzung geheilt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 9. März 2026


Während eines Tanz-Fitnesskurses verlor ich im Herbst 2024 das Gleichgewicht und verstauchte mir schwer den Knöchel. Eine Welle aus Angst, Schmerz und Schwindelgefühl überrollte mein Denken und ich konnte nicht mehr an dem Kurs teilnehmen. Da ich nicht mit dem Fuß auftreten und somit nicht normal laufen konnte, war ich den anderen dankbar, die mir zu meinem Auto halfen, und meiner Familie, die einen extra Weg machte, um mich nach Hause zu bringen.

Als ich zu Hause war und mich etwas beruhigt hatte, fing ich an zu beten. Ich las eine Beschreibung davon, wie Mary Baker Eddy eine schwere Verletzung überwunden hatte, die durch einen Sturz auf einem vereisten Bürgersteig verursacht worden war, denn ich wollte sehen, wie sie in der Situation gebetet hatte. Ihr Gebet hatte zu einer Heilung geführt und maßgeblich zu ihrer Entdeckung der Christlichen Wissenschaft beigetragen. In ihrem Buch Rückblick und Einblick berichtet sie kurz über diesen Vorfall, gefolgt von einer Schilderung ihrer anschließenden dreijährigen geistigen Erforschung der Bibel, um nachvollziehen zu können, wie sie geheilt worden war. Besonders diese Stelle war tröstlich für mich (S. 28): „Ich hatte verstehen gelernt, dass das Denken vergeistigt werden muss, um Geist erfassen zu können. Es muss ehrlich, selbstlos und rein werden, um auch nur im Geringsten ein Verständnis von Gott in der göttlichen Wissenschaft zu erlangen.“

Ich wollte die Situation handhaben, indem ich Geist in dieser Weise verstand, und bat daher einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft, mit mir zu beten. Nachdem ich mit ihm gesprochen hatte, war ich überzeugt, dass das Gute durch nichts aufzuhalten war. Im ersten Kapitel der Genesis (1. Mose 1) lesen wir, dass Gott die Erde gemacht und den Menschen nach Seinem Bild und Gleichnis erschaffen hat. Ich verstand, dass ich in diesem Augenblick vollkommen war und dass ich mich selber daher nur so sehen konnte, wie Gott mich sieht: als Seine Schöpfung – vollkommen, im Gleichgewicht, vollständig und unbegrenzt.

In der Woche vor dem Fitnesskurs hatte ich die erste Stufe der Ausbildung als Pflegerin in der Christlichen Wissenschaft abgeschlossen. Das half mir nun, die praktischen Bedürfnisse der Situationen einzuschätzen. Im Handbuch der Mutterkirche von Mary Baker Eddy (S. 49) wird eine Pflegerin bzw. ein Pfleger in der Christlichen Wissenschaft als jemand beschrieben, „der eine demonstrierbare Kenntnis der Praxis der Christlichen Wissenschaft hat, der die praktische Weisheit gründlich versteht, die in einem Krankenzimmer gebraucht wird, und der die Kranken richtig betreuen kann“. Während der Ausbildung war ich zu dem Verständnis gelangt, dass die praktische Weisheit, die in dieser Satzungsbestimmung zur Sprache kommt, ausschließlich aus der Botschaft der Liebe erlangt wird, die Gott, die göttliche Liebe, mithilfe von Christus, Wahrheit, an Seine Widerspiegelung, den Menschen übermittelt.

Nach dem Unfall nahm ich mir die Zeit, tief in die Bibel und in Mrs. Eddys Schriften einzudringen, um die metaphysische Grundlage der Konzepte zu verstehen, die mir in dem Ausbildungskurs als Pflegerin in der Christlichen Wissenschaft nahegebracht worden waren, darunter Mobilität, Ernährung und Körperpflege, wozu auch Waschen, Reinigen und Hilfestellung bei den täglichen Verrichtungen gehören, sowie Ermutigung zur Eigenständigkeit. Es war mir eine Offenbarung zu erkennen, dass alle diese Konzepte geistig in der Bibel verankert sind. Ich war Mrs. Eddy außerdem sehr dankbar, dass sie die Tätigkeit der Pflegerinnen und Pfleger in der Christlichen Wissenschaft ins Kirchenhandbuch aufgenommen hatte, denn dadurch können diejenigen, die sich für Heilung auf die Christliche Wissenschaft verlassen, für ihren jeweiligen Bedarf fachkundige Hilfe von anderen Christlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Anspruch nehmen. Diese Erkenntnis vertrieb jede Versuchung, frustriert oder entmutigt zu sein, als sich mein körperlicher Zustand nicht sofort änderte, obwohl ich aus tiefstem Herzen um Heilung betete.

Am folgenden Tag war eindeutig sichtbar, dass ich ein Hilfsmittel zur Fortbewegung brauchte, da ich kleine Kinder zu versorgen hatte. Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift darüber, dass Gott uns zum rechten Gebrauch zeitweiliger Mittel führen wird (siehe S. 444). Es war klar, dass ich das Hilfsmittel nur vorübergehend brauchen würde, da ich eine Heilung durch meine Gebete und die des Praktikers erwartete. Ich wusste, dass nichts den natürlichen Ausdruck der Liebe und die Bewegungsfreiheit einschränken konnte, die mich befähigen würden, meine Familie zu Hause zu versorgen. Als ich darüber nachdachte, was Hilfsmittel zur Fortbewegung geistig darstellen, erkannte ich, dass ich mich nur auf Gott stützte, und ich war sicher, dass die göttliche Liebe mich auf jedem Schritt halten würde.

Ich fuhr zu einem medizinischen Versorgungszentrum, um Krücken zu bekommen. Dort sagte man mir, dass der Knöchel sechs bis acht Wochen brauchen würde, um wieder voll einsatzfähig zu sein, und dass regelmäßig Schmerzmittel vonnöten seien. Ich war dankbar, die geistige Wahrheit zu wissen, die sich jeder dieser Suggestionen direkt annehmen konnte. Der ersten Suggestion begegnete ich mit der Wahrheit, dass Gott hier und jetzt ganz und gar präsent war und Zeit daher bei der Heilung keine Rolle spielen konnte. Was die zweite Suggestion anging, so beharrte ich für mich selbst darauf, dass ich immer im Reich Gottes bin und daher nur Trost und Frieden erleben kann.

Die Überzeugung, mit der ich diese beiden falschen Prognosen abweisen konnte, gab mir Mut und Kraft. Mrs. Eddy schreibt (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 113): „Wir haben nichts zu fürchten, wenn Liebe am Steuer des Denkens ist, vielmehr werden wir uns aller Dinge auf Erden und im Himmel erfreuen“, und ich wusste aus tiefstem Herzen, dass Liebe am Steuer meines Denkens war.

Als es an dem Tag Zeit war, das Abendessen vorzubereiten, stand ich ohne einen weiteren Gedanken auf und fing an, umherzugehen, ohne die Krücken zu benutzen. Es fühlte sich wie das Normalste auf der Welt an! Wie es in Wissenschaft und Gesundheit (S. xi) ausgedrückt wird, „sind diese mächtigen Werke nicht übernatürlich, sondern im höchsten Grade natürlich“. Ich war so dankbar, dass ich meine normale Bewegungsfreiheit und Mobilität so schnell zurückerlangen konnte und keine weiteren Schwierigkeiten mit dem Knöchel hatte. Mein Mann freute sich mit mir über die Vollständigkeit von Gottes Fürsorge und die Tatsache, dass die göttliche Liebe immer jeden menschlichen Bedarf stillt.

Helen Louise de Leon
Christchurch, Hampshire, England

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