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Original im Internet

FÜR JUNGE LEUTE

Ein Sommer des Umdenkens

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 9. März 2026


Vor zwei Jahren hatte ich die wundervolle Gelegenheit, die Rolle als Koordinator des Führungstrainings in einem Sommerlager für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu übernehmen.

Mit dieser Tätigkeit ging sehr viel Verantwortung einher, und mein Hauptziel war, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher und unterstützt fühlten und in der sie wachsen konnten.

Eine der schwierigsten – und doch besten – Erfahrungen des Programms war, eine mehrtägige Wanderung meiner Gruppe zu leiten. Ich hatte noch nie eine Wanderung mit Zeltübernachtungen im Wald geleitet, und mir stand das sehr bevor. Ich hatte überwältigende Selbstzweifel und Angst, gepaart mit hartnäckigen Kopfschmerzen und Müdigkeit. Der Gedanke an eine Bergwanderung schien mir fast unmöglich. Doch ich glaubte, es meiner Gruppe schuldig zu sein, trotzdem weiterzumachen.

Obwohl es mir schwerfiel, konnte ich mir eine grundsätzliche Wahrheit bewusst machen: Wir sind alle zu Gottes Ebenbild erschaffen. Ich weiß, dass das wahr ist, denn so steht es im Schöpfungsbericht in der Bibel. Wir lesen in 1. Mose 1:26: „Gott sprach: ‚Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich.‘“ Für mich hieß das, dass ich mich hier nicht auf meine eigene Kraft und mein Durchhaltevermögen stützen musste, denn als Gottes Widerspiegelung bekomme ich von Ihm immer alles, was ich brauche.

In dem Wissen, Gott widerzuspiegeln, konnte ich Gedanken der Schwäche und des Unwohlseins mit der Wahrheit ersetzen, dass Gott die Quelle meiner Kraft ist. Dieses Umdenken hat alles geändert. Es gab mir Kraft und ich konnte diese Kraft auch für meine Gruppe zum Ausdruck bringen. Die Kopfschmerzen und die Müdigkeit vergingen.

Als wir am ersten Tag eine besonders steile Stelle erklimmen mussten, sagte jemand meiner Gruppe die ersten Zeilen aus einem Lied im Liederbuch der Christlichen Wissenschaft auf:

Hirte, über Berge steil
      zeig den Weg mir klar, 
wie zu sammeln, wie zu sä’n,
      weidend Deine Schar. 
Ich will lauschen Deinem Ruf, 
      irr’ ich im Geheg, 
will Dir folgen und mich freu’n 
      auf dem rauen Weg.

(Mary Baker Eddy, Vermischte Schriften 1883–1896, S. 397–398)

Es kam mir vor, als bezogen sich diese Worte in dem Augenblick ganz auf mich. Das gesamte Lied wurde unsere Hymne; es hat uns durch die Herausforderungen unserer Wanderung begleitet.

Am Ende unseres sechstägigen Abenteuers war ich tief dankbar für die Erfahrung. Sie war ein Beweis dafür, dass Gottes Kraft und nicht unsere eigene uns den ganzen Weg über getragen hatte.

Nachdem wir die fast 65 km lange Wanderung abgeschlossen hatten, begann der aufregendste Teil unseres Programms: eine Kanufahrt. Eine Kanutour hat eigene Herausforderungen, besonders wenn es darum geht, die Kanus über Land zu tragen. Nur so kann man sie zum nächsten See transportieren. Während dieses dreitägigen Ausflugs nahmen wir uns vor, jeden Tag über eine hilfreiche geistige Erkenntnis oder Idee nachzudenken, die wir den „Gedanken des Tages“ nannten.

Eine Teilnehmerin schlug eine Stelle aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy vor (S. 391): „Widersprich mental jeder Beschwerde des Körpers und erhebe dich zu dem wahren Bewusstsein von Leben als Liebe – als allem, was rein ist und die Früchte des Geistes trägt.“

Immer wenn jemand über Erschöpfung klagte, haben wir uns gegenseitig auf diesen machtvollen Gedanken hingewiesen und ihn zur Grundlage für unsere Gebete gemacht. Er wurde zu unserem Leitfaden, denn er hat uns immer wieder auf Gott zurückgeführt und uns geholfen, eine positive Einstellung zu haben und auf dem Weg mentale und physische Hürden zu überwinden.

Am Ende konnte ich ehrlich sagen, dass die gesamte Reise mit wundervollen Erfahrungen und unschätzbaren Augenblicken des Umdenkens angefüllt war, und ich habe Gott für Seine beständige Führung gedankt. Diese Erfahrung hat mein Gottvertrauen gestärkt und meine Wertschätzung der Christlichen Wissenschaft gesteigert, und wir alle konnten unser geistiges Verständnis vertiefen.

Es war ein Sommer voller Herausforderungen, Wachstum und unvergesslicher Erinnerungen, die alle durch Glauben und die Kraft möglich waren, die wir in Gott fanden.

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