Im vergangenen Jahr habe ich einmal mit einem chemischen Produkt gearbeitet und mir dabei versehentlich zwei Zehen am linken Fuß verätzt.
Die daraus entstandene tiefe Wunde hat furchtbar geschmerzt. In der Hoffnung, Linderung zu finden, trug ich eine Brandsalbe auf, doch das intensivierte die Schmerzen noch, und ich war wegen des schlimmen Aussehens der Wunde ganz verzweifelt. Zusätzlich warnten die Anwesenden mich vor einem ernsten Infektionsrisiko. Doch das war der Punkt, an dem ich verstand, dass ich mich auf Gebet stützen und sicher sein konnte, dass ich als Kind Gottes, des Geistes, in der göttlichen Liebe geborgen und dass meine Vollständigkeit garantiert war.
Ich bat eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um Behandlung durch Gebet. Sie erinnerte mich daran, dass wir in Gott „leben, weben und sind“ (Apostelgeschichte 17:28) und dass Gott uns Herrschaft über alles gegeben hat. Das bedeutet, dass wir die Fähigkeit haben, Schmerzen zu heilen. Am Ende unseres Telefonats sagte sie liebevoll: „Rufen Sie mich wieder an, um mir die gute Nachricht der Heilung zu überbringen“, und das schenkte mir viel Trost und gab mir die Zuversicht einer vollständigen Heilung. Ich betete intensiv weiter.
Am nächsten Tag konnte ich meine Aufgaben als Erste Leserin meiner Zweigkirche der Christlichen Wissenschaft erfüllen und eine Stunde stehen, ohne dass ich Schmerzen oder sonstige Probleme hatte.
Einige Stellen in der Bibellektion jener Woche aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft zum Thema „Substanz“ waren mir eine besonders große Hilfe, zum Beispiel diese aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 316): „Christus stellt den unzerstörbaren Menschen dar, den Geist erschafft, gestaltet und regiert.“ Dieser Gedanke stärkte mich. Ich verstand, dass die wahre Substanz meines Seins vollständig geistig ist und keine Spur einer materiellen Disharmonie enthält.
Nach ein paar Tagen fing die Wunde an, sich zu schließen, und innerhalb von zwei Wochen war sie vollständig und ohne Narbe geheilt. Meine Dankbarkeit kennt keine Grenzen und meine Freude ist immens, denn diese Erfahrung war eine Gelegenheit, mein Verständnis der Christlichen Wissenschaft zu vertiefen und mich ganz und gar in der Wahrheit verankert zu fühlen, dass die göttliche Liebe immer gegenwärtig ist und allen Menschen Heilung, Trost und Harmonie bringt.
Fátima Cristina de Lima
São Paulo, Brasilien
