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Original im Internet

Aktive Kirche

Eine neu belebte und gedeihende Vereinigung der Christlichen Wissenschaft

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 1. Juni 2026


Vor ungefähr zehn Jahren befand sich die Vereinigung der Christlichen Wissenschaft in Woodstock, Vermont, USA, an einem Scheideweg. Sie hatte nur wenige Mitglieder und es stellte sich die Frage, ob es an der Zeit war, sich von ihrem Kirchengebäude zu trennen. Heute floriert die Vereinigung. Die Mitgliedschaft hat sich verdreifacht, eine wachsende Anzahl an Nichtmitgliedern nimmt an den Gottesdiensten teil, die Zeugnisversammlungen finden wieder jeden Mittwoch statt und sowohl der Leseraum der Christlichen Wissenschaft als auch die Sonntagsschule erfreuen sich regen Zuspruchs. 

Gareth Henderson, der im Jahr 2024 der Vereinigung beitrat, interviewt hier Mitglieder, um der Leserschaft des Herolds zu berichten, wie es zu diesem Fortschritt kam.

Gareth: Wie war die Lage hier, bevor sich alles geändert hat? Welche Herausforderungen hatte die Vereinigung zu meistern und wie seid ihr sie angegangen?

Faith: Eine Herausforderung war, dass wir nur so wenige Mitglieder waren und jedes hatte drei oder vier Hüte – Ämter – in der Kirche. Alle taten das mit viel Liebe; niemand beschwerte sich über die Arbeit.

Lisa: Es war keine Last, sondern man tat halt, was nötig war.

Pam: Wir hatten auch finanzielle Probleme, zum Beispiel, was den Unterhalt des Gebäudes anging. Einmal haben wir es tatsächlich auf den Markt gebracht.

Was hat euch dazu veranlasst, für eine Wende zu beten, und mit welchen metaphysischen Ideen habt ihr gearbeitet?

Faith: Wir hatten tatsächlich ein Angebot bekommen – ein sehr, sehr niedriges. Da haben wir uns gefragt: „Wollen wir das Gebäude wirklich verkaufen?“ Das war ein Wendepunkt.

Pam: Wir alle fanden, dass wir das anders handhaben sollten. Wir erkannten, dass der Mangel an Mitgliedern ebenso geheilt werden konnte wie alles andere. Wir verstanden, dass es geistig gesehen keinen Mangel an Versorgung gab, ob in Bezug auf unsere Finanzen oder die Anzahl der Mitglieder. Da Gott die Quelle unserer Versorgung ist und diese Quelle unendlich ist, konnte es für uns keinen Verlust geben. Durch diese Versorgung von Gottes Güte hatten wir alle Ideen und Ressourcen, die wir brauchten. Wir haben oft über das geistige Konzept von Kirche gesprochen, das Mary Baker Eddy im Glossar von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift definiert. Das hat uns Auftrieb gegeben.

Die Definition lautet: „Die Struktur der Wahrheit und der Liebe; alles, was auf dem göttlichen Prinzip beruht und von ihm ausgeht.

Die Kirche ist diejenige Institution, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt und die die Menschheit erhebt, das schlafende Verständnis aus materiellen Annahmen zum Erfassen geistiger Ideen und zur Demonstration der göttlichen Wissenschaft erweckt und dadurch Teufel oder Irrtum austreibt und die Kranken heilt“ (S. 583).

Owen: Diese Definition war die Grundlage für mich, nicht aufzugeben, denn das Motiv, was den Zweck der Kirche angeht, ist schön. Unserem Umfeld genau das bereitzustellen – das war der ganze Zweck und die Motivation. Das war der Grund, warum Mrs. Eddy die Kirche Christi, Wissenschaftler, gegründet hat und wollte, dass wir Zweigkirchen formen – nicht nur für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern für das ganze Umfeld. Und wenn unser Motiv rein ist und wir uns nicht vom Augenschein des Mangels entmutigen lassen, dann können wir diese Wissenschaft demonstrieren, und das veranlasst Menschen, zu uns zu kommen.

Faith: Wir verstanden, dass Gott und nicht eine Handvoll Menschen die Zügel in der Hand hat.

Owen: Es ging darum, die Illusion einer materiellen Sicht der Dinge zu durchschauen und das Denken für eine unbegrenzte, geistige Sicht zu öffnen – zu erkennen, dass Gott unendliches Gutes erschaffen hat, das wir von Natur aus widerspiegeln, und dass dies selbstverständlich Kirche miteinschließt.

Welche weiteren Schritte habt ihr unternommen?

Pam: Wir haben uns regelmäßige getroffen, um metaphysische Ideen auszutauschen, und das zeigte viele Erfolge. Und wir haben manche Dinge nach und nach angepasst. Damit wir eine Leserin oder einen Leser für die Mittwoch-Zeugnisversammlung haben konnten (die damals jeweils am 2. und 4. Mittwoch des Monats gehalten wurden), durfte sich jedes Mitglied melden, damit es so einfach war wie nur möglich.

Owen: Wir beschlossen, nach der Pandemie die Möglichkeit einer Teilnahme per Zoom einzustellen, weil wir der Ansicht sind, dass es viel wert ist, in der Kirche anwesend zu sein. 

Lisa: Ich weiß noch, wie ich das erste Mal wieder in der Kirche war und das erste Lied sang. Ich wäre fast in Tränen ausgebrochen. Wir konnten die Gemeinschaft fühlen und spüren, wie Gott, die göttliche Liebe, alle umfing.

Neuere Mitglieder, die nach diesen Bemühungen beigetreten sind, sagten:

Margaret: Wir fanden, dass die Gottesdienste Leserinnen und Leser hatten, die dem Gottesdienst einen lebendigen, lebhaften Ton verliehen. Und es gab und gibt weiterhin eine Energie und ein Verständnis der heilenden Botschaften, die in den Lesungen zum Ausdruck kommen. Die Lesungen sind lebendig. Sie ziehen einen richtig an.

Steve: Ich betete, um mehr von dem geistigen Fundament von Kirche zu verstehen, und die Definition im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit, stellt die geistige Basis bereit, von der aus man folgern kann. Sie beschreibt Kirche als vollständig geistig und somit im Bewusstsein, nicht in einer materiellen Struktur enthalten oder von einer Gemeinde abhängig.

Lynda: Im Herzen des Wachstums, das unsere Vereinigung erlebt hat, steht das kollektive Ziel, die Christliche Wissenschaft zu leben und zu praktizieren – ein tieferes Verständnis davon zu erlangen, was Kirche wirklich ist, und das Handbuch der Mutterkirche von Mrs. Eddy treu zu befolgen. Sie schrieb (Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 230): „Davon bin ich überzeugt, dass jede Regel und Satzung dieses Kirchenhandbuchs die Geistigkeit dessen, der sie befolgt, erhöhen und seine Fähigkeit, die Kranken zu heilen, die Leidtragenden zu trösten und die Sünder wachzurütteln, stärken wird.“

Wie würdet ihr eure Kirche heute beschreiben? Wie zeigen sich ihre Vitalität und ihr Segen für das Umfeld?

Christine: Letzten Herbst hatten wir zum ersten Mal seit vielen Jahren einen Präsenzvortrag. Er war sehr gut besucht, und jedes Exemplar von Wissenschaft und Gesundheit auf dem Literaturtisch wurde von jemandem mitgenommen, der mehr über die Christliche Wissenschaft erfahren wollte. 

Faith: Nach Jahren ohne eine Praktikerin oder einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft in der Mitgliedschaft haben wir jetzt zwei.

Lynda: Der Leseraum ist an neun Stunden pro Woche geöffnet, und die Sonntagsschule wurde renoviert und empfängt jetzt Schülerinnen und Schüler.

Pam: Die Suche nach einer aktiveren Verbindung zum Umfeld war ein wesentlicher Faktor bei diesen Verbesserungen.

Margaret: Als Mitglieder haben wir über die fühlbare Liebe gesprochen, die jeder empfindet, der durch die Tür kommt. Diese Liebe ist echt, sie ist attraktiv und belebend und unwiderstehlich. Sie ist ein reiner Ausdruck von Gottes heilender, tröstender Liebe. Und wir alle fühlen sie und bringen sie zum Ausdruck.

Steve: Wir sind freudig und erwartungsvoll in der Kirche, und es herrscht eine Bereitschaft seitens der Mitglieder, Mitfahrgelegenheiten zu und von den Gottesdiensten bereitzustellen.

Lisa: Wir waren schon immer eine liebevolle Gruppe. Wir alle heißen jede Besucherin und jeden Besucher sehr herzlich willkommen - auch jene, die einfach nur vorbeifahren.

Owen: Es war ein großer, liebevoller Einsatz von allen, und diese Liebe spiegelt sich in der Erneuerung unserer Kirche wider.

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