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Original im Internet

Wohllautendes

Betrug vereitelt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 2. März 2026


In ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift schrieb Mary Baker Eddy (S. 453): „Ehrlichkeit ist geistige Macht. Unehrlichkeit ist menschliche Schwäche, die die göttliche Hilfe verwirkt.“ Für mich ist dieser Text sehr inspirierend und es ist einer, den ich sehr schätze.

Vor einigen Jahren spielte er eine Rolle in einer Begebenheit, von der ich erzählen möchte. Damals hatte mein Laptop gerade ein umfangreiches Online-Update von einem großen Unternehmen erhalten, und ich war dankbar dafür.

Kurz darauf bemerkte ich beim Überfliegen meiner E-Mails eine Rechnung des Unternehmens für die kürzlich erbrachte Dienstleistung. Ich war überrascht, weil dieses spezielle Serviceangebot in meinem Tarif ohne Aufpreis enthalten war. Ich war verwirrt und rief die auf der Seite angegebene Nummer an. Die freundliche Stimme am anderen Ende entschuldigte sich, gab zu, dass ein Fehler vorlag, und sagte, dass mir das Geld, das mir fälschlicherweise berechnet worden war, zurückerstattet werden würde. Das Prozedere begann wie zuvor mit der Erlaubnis, auf meinen Laptop zuzugreifen, diesmal, um die „notwendigen Korrekturen“ vorzunehmen.

Als ich die Tätigkeit des Technikers auf meinem Bildschirm beobachtete, begann ich mich zu fragen, warum er nicht in Richtung Rückerstattung ging, sondern offenbar auf meine persönlichen Dateien zusteuerte. Ich betete um Führung, weil diese Person jetzt die Kontrolle über meinen Computer hatte. Ich konnte mir keine Angst erlauben, sondern musste mir bewusst sein, dass das göttliche Gemüt, die wahre Intelligenz, diese Situation tatsächlich unter Kontrolle hatte.

Ich blieb gegenüber dem freundlichen Mann am Telefon ruhig. Ich wollte den Gedanken nicht akzeptieren, dass er vorhatte, mir oder sich selbst Schaden zuzufügen, und betete darum, zu wissen, dass wir beide von unserem göttlichen Vater-Mutter-Gott, der all-harmonisch ist und uns führt, umgeben waren.

Es wurde jedoch schnell klar, dass er auf meinem Laptop nach anderweitigem Datenmaterial suchte. Bevor er den letzten Ordner öffnete, den mit meinen persönlichen Dateien, versuchte ich, das Fenster zu schließen, das er benutzte, fand aber keine Möglichkeit dazu. Stattdessen versuchte ich, ihn daran zu hindern. Als er mir beispielsweise sagte, ich solle auf „Zulassen“ klicken, klickte ich auf „Ablehnen“. Er fragte mich, ob ich etwas auf meiner Seite mache. Ich sagte „Ja“ und dass ich nicht möchte, dass er weitermacht. Er beteuerte mir gegenüber, dass er ehrlich versuchte, an die Stelle zu gelangen, an der er mir das Geld, das man mir abgebucht hatte, erstatten konnte. Dann müsste ich eine Freigabe unterschreiben. Das klang noch bedrohlicher. Die ganze Zeit betete ich um Gottes beruhigende, sichere Führung und darum, diesen Mann als das wahrhaft vollkommene Kind zu sehen, das Gott erschaffen hat.

Man könnte sagen, dass es buchstäblich einen Online-Kampf zwischen uns gab. Das war etwas ganz Neues für mich, da meine technischen Kenntnisse eher begrenzt sind. Aber ich wusste, dass ich göttlich geführt wurde.

Ich beendete leise das Telefonat und fühlte mich dann dazu veranlasst, meinen Laptop einfach auszuschalten. Der Mann rief zurück und fragte, was ich gemacht hätte, weil er meinen Bildschirm nicht mehr sehen konnte. Ich wiederholte, dass ich dem Ganzen nicht traute. Er sagte: „Schalten Sie einfach Ihren Computer ein“ und dass er sich dann darum kümmern würde. Ich legte behutsam auf und schaltete den Laptop nicht wieder ein.

Dann rief ich das Unternehmen direkt unter der Nummer an, die ich in meinen Unterlagen hatte, und erklärte, was passiert war. Eine Dame bestätigte, dass es sich um Betrug handelte. Sie vereinbarte einen Termin mit mir, der eine Stunde später stattfinden sollte, und ich brachte meinen Laptop in einen Laden, um mich über Schutzmaßnahmen zu informieren. Der Techniker fand nichts Bedrohliches und lobte mich für mein Verhalten. Er sagte, ich wäre knapp an einem ernsthaften Problem „vorbeigeschrammt“, beglückwünschte mich zu meiner schnellen Reaktion und schlug mir vor, sowohl das Passwort für meinen Laptop als auch für mein Handy zu ändern, was ich auch tat. 

In Wissenschaft und Gesundheit lesen wir (S. 66): „Prüfungen sind Beweise von der Fürsorge Gottes.“ Wir werden zudem darauf hingewiesen, dass wir das Bild des vollkommenen Menschen Gottes stets in unseren Gedanken bewahren sollen.

Die erste Zeile der geistigen Interpretation des Gebets des Herrn, wie sie in Wissenschaft und Gesundheit zu finden ist, lautet (S. 16): „Unser Vater-Mutter-Gott, all-harmonisch.“ Für mich umfasst das vollkommene Bild, dass Gott nicht nur mein Beschützer, sondern auch mein Versorger ist, ein starker, furchtloser, allmächtiger, allwissender und allgegenwärtiger Vater. Ich sehe Gott auch als meine liebevolle, zärtliche, sanfte, geduldige, tröstende, ermutigende, Freude schenkende und Gesundheit sicherstellende Mutter. Da mein göttlicher Vater-Mutter all diese ewigen Qualitäten in sich vereint, haben ich und alle Seine Kinder dieselben unveränderlichen Eigenschaften geerbt. Irrtum jeglicher Art, einschließlich dessen, was als Betrug erscheinen mag, hat keine Macht, das zu ändern, was von Gott gegeben ist. Gott hat niemals einen Betrüger geschaffen.

Diese Erfahrung weckte in mir das Bedürfnis, mich im Gebet mit Betrug und Unehrlichkeit auseinanderzusetzen. Wenn ich über die obengenannten geistigen Wahrheitsgedanken nachdenke, ist es mein aufrichtiger Wunsch, mir täglich bewusst zu machen, dass Gott niemals einen unehrlichen, heimtückischen Menschen geschaffen hat. Ich bete darum, dass ich wachsam gegenüber möglichen Betrügereien bleibe und Gott mich leitet, mich richtig zu schützen, und dass auch andere Gottes Liebe spüren, die sie leitet. Jesus sagte (Markus 13:37): „Was ich euch sage, das sage ich allen: Wacht!“

Gott segnet alle. Und dieser Segen kann sogar einen potenziellen Betrüger heilen. Abschließend möchte ich noch ein weiteres mir sehr am Herzen liegendes Zitat aus Wissenschaft und Gesundheit anführen, das für mich Maßstäbe setzt (S. 248): „Wir müssen vollkommene Vorbilder im Denken formen und ständig auf sie schauen, sonst werden wir sie niemals zu einem großartigen und edlen Leben ausgestalten. Lasst Selbstlosigkeit, Güte, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Gesundheit, Heiligkeit, Liebe – das Himmelreich – in uns herrschen, und Sünde, Krankheit und Tod werden abnehmen, bis sie schließlich verschwinden.“

Osceola Davis-Smith

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