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Versöhnung finden

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. April 2026


Vor über 25 Jahren machte Rodney King, ein Afroamerikaner, der Opfer von Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten geworden war, einen heute berühmten Appell: „Können wir uns alle vertragen?“

Das, was ihm zugestoßen war, hatte Reformen der Polizei in Los Angeles zur Folge. Und seine Worte sind bis heute gültig in einer Welt, die sich nach Versöhnlichkeit unter Einzelpersonen, Nachbarschaften und Ländern sehnt.

Es ist klar, dass kämpferische Handlungen keine dauerhafte Sicherheit, Einheit und Fortentwicklung bewirken. Effektive Versöhnlichkeit entsteht aus einer Bereitschaft, ein gutes Ergebnis für alle Beteiligten zu erzielen. Und sie schließt Sühne für das ein, was falsch gemacht wurde.

Die Bibellektion der Christlichen Wissenschaft dieser Woche hat das Thema „Die Versöhnungslehre“. Sie beschäftigt sich mit Versöhnung als einem Verfahren, bei dem das Denken und die Ziele eines Menschen in Übereinstimmung mit Gott, der vollkommenen Wahrheit und Liebe, gebracht werden. Das erfordert das Wahrnehmen und Berichtigen dessen, was wir falsch gemacht haben.

So offensichtlich es auch sein mag, dass andere Personen oder Gruppen selbstsüchtig oder zerstörerisch gehandelt haben und daher eine Wiedergutmachung leisten und sich bessern müssen, Versöhnung beginnt mit der Bereitschaft einer und eines jeden von uns, unser Denken und Handeln in Übereinstimmung damit zu bringen, was für Gott, das unendliche Gute, akzeptabel ist.

Die Gründerin der Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft, Mary Baker Eddy, schrieb in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 19): „Jesus half, den Menschen mit Gott zu versöhnen, indem er dem Menschen einen wahreren Begriff von Liebe, dem göttlichen Prinzip der Lehren Jesu, gab, und dieser wahrere Begriff von Liebe erlöst den Menschen von dem Gesetz der Materie, der Sünde und des Todes durch das Gesetz des Geistes – das Gesetz der göttlichen Liebe.“

Wir sollten uns also keinesfalls mit der Vorstellung versöhnen, dass Böses und Konflikte beständige, unvermeidliche Eigenschaften der Menschheit sind. Der Mensch – wir alle weltweit in unserer wahren Natur als Gottes geistige Nachkommen – ist als Widerspiegelung von Gottes eigener Natur erschaffen. Wir sind liebevoll, gut und rein gemacht, vollständig frei von jeder unharmonischen Neigung. Das ist eine machtvolle Grundlage für das Streben, einen Standard des Guten und nicht des Bösen zu wahren.

Die Bibel enthält zahlreiche Beispiele für Menschen, die sich von furchtbaren Untaten abgekehrt haben. Der Apostel Paulus, erst ein blutdürstiger Feind der Nachfolgerinnen und Nachfolger Christi Jesu, kehrte um und folgte dessen Lehren und Beispiel nach. Er machte seine Fehler wieder gut durch sein liebevolles Verhalten und seine Heilungen.

Und in einem Zeitalter, als Macht in Form von Brutalität zum Ausdruck gebracht wurde, rief Paulus zum Gebet auf, nicht nur für einen selbst, sondern „für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und zufriedenes Leben führen können in aller Gottesfrucht und Ehrbarkeit. Denn das ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, der will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2:2–4).

Christus Jesus zeigte, wie man in Übereinstimmung mit Gott, dem allerhabenen Guten, lebt. Seine Worte „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10:30) beschreiben seine Lebensweise reiner Liebe und Wahrheit. In den biblischen Berichten über sein Leben gibt es nicht eine Einzelheit, die man als selbstsüchtig bezeichnen könnte. Er lebte, um zu heilen und anderen Zugang zum Bewusstsein von Gottes Macht und Liebe zu geben. Er machte uns und anderen vor, wie man eins mit Gott lebt.

Wenn wir mehr Gutes in der Gesellschaft zum Vorschein bringen möchten, ist es hilfreich, gute Vorbilder im Sinn zu haben. Das schließt selbstlose und tapfere Menschen vieler Glaubensrichtungen und Hintergründe ein, die in gewisser Weise die wahre, gottähnliche Natur aller Menschen verdeutlichen. Und vor allem bedeutet es, dass wir die Reinheit dieser wahren, geistigen Natur in unserem eigenen Denken wahren.

Am Ende dieser Wochenlektion lesen wir (Wissenschaft und Gesundheit, S. 21): „Wenn Wahrheit den Irrtum in deinem Alltag und Lebenswandel überwindet, kannst du schließlich sagen: ‚Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ... ich bin meinem Glauben treu geblieben‘, weil du ein besserer Mensch geworden bist. So haben wir teil an dem Einssein mit Wahrheit und Liebe.“

Unser natürlicher Wunsch ist, Unrecht zu berichtigen und miteinander auszukommen, und diesen Wunsch können wir umsetzen. Und Schritt für Schritt muss die Einheit der Menschheit der Erkenntnis folgen, dass jeder der Nachkomme des einen universalen Gottes, des Guten, ist.

Wenn Sie noch nicht mit den wöchentlichen Bibellektionen aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft vertraut sind, können Sie hier mehr darüber erfahren.

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