Ich bin so dankbar, von der Heilung meines Beins und Fußes berichten zu können, die nach und nach eine zunehmende Schwellung aufwiesen. Da sich der Zustand nicht besserte, wandte ich mich im Gebet an meinen Vater-Mutter-Gott, um mein Denken von Angst zu befreien.
Seit mehr als fünfzig Jahren beschäftige ich mich mit der Christlichen Wissenschaft und erlange dadurch Gesundheit und wahre Freude. Es gibt immer einen Grund, mehr zu tun, um das Denken zu reinigen und das sterbliche Verständnis von uns selbst sowie ein Universum sterblicher Überzeugungen hinter uns zu lassen. Diese Herausforderung schien eine solche Gelegenheit zu sein.
Die Gründerin der Christlichen Wissenschaft Mary Baker Eddy schreibt Folgendes über persönliches Wachstum (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 1): „Demut ist der Schrittstein zu einer höheren Erkenntnis von der Gottheit. Das aufwärtsstrebende Bewusstsein gewinnt aus der Asche des vergehenden Selbst neue Formen und ein seltsames Leuchten und lässt die Welt hinter sich.“ Und weiter hinten im selben Buch erklärt sie (S. 205): „Die Reue des sterblichen Menschen und seine bedingungslose Absage an die Sünde hebt schließlich alles angebliche materielle Leben oder alle körperliche Empfindung auf ...“
Als ich über diese Stellen nachdachte, erkannte ich besser, dass ich jedes Verlangen auf immer verbannen wollte, andere (einschließlich der Mitglieder meiner Kirche) zu verurteilen oder zu kritisieren. Ebenso wollte ich aufhören, selbstgerecht zu sein oder anzunehmen, ich sei meistens im Recht bzw. anderen überlegen. Ich nahm mir bewusst und mit neuer Energie vor, mich selbst als liebevoll, geduldig und versöhnlich zu erkennen und darauf zu vertrauen, dass Gott jedes Problem heilt.
Nicht lange zuvor hatte sich eine Beziehung sehr ins Negative gekehrt. Zwar hatte ich den Streit nicht angefangen, doch ich hatte etwas Böses erwidert und die andere Person verletzt. Es dauerte etwas, bis ich mir meine Mitschuld an dem Konflikt eingestand. Ich betete darüber und war wegen meines eigenen Fehlers betrübt. Ich wusste, dass Gott mich zu der richtigen Gelegenheit führen würde, der anderen Person mein Bedauern auszusprechen, auch wenn bisherige Bemühungen erfolglos geblieben waren.
Als die andere Person und ich es einmal schafften, kurz miteinander zu sprechen, umarmte ich sie einfach und sagte aus tiefem Herzen: „Es tut mir sehr leid.“ Die Ablehnung zwischen uns fing an, sich aufzulösen, und in dem Moment wurde unsere Beziehung wieder offen.
Kurz danach sahen mein Bein und mein Fuß wieder normal aus. Ich bin überzeugt, dass alles möglich ist, wenn wir unsere Pflicht und unser Privileg akzeptieren, alles zu heilen, das zu heilen uns in den Sinn kommt – nicht einfach als eine körperliche Angelegenheit, sondern als Schrittstein in unserem geistigen Wachstum.
Unsere Führerin verspricht uns (Vermischte Schriften, S. 79): „In der Feuerprobe der Wahrheit werden alle diese sterblichen Annahmen gereinigt und aufgelöst, und die Stätte, da man sie einst kannte – von den Stürmen der Geschichte rein gefegt –, wird sie nimmermehr kennen.“
Barbara Lasko Saunders
Henrico, Virginia, Vereinigte Staaten
