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Original im Internet

Was steht heute auf dem Plan?

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 19. März 2026


Beim jahrelangen Studium der Bibel im Licht der Lehren der Christlichen Wissenschaft ist mir klar geworden, dass die Frage: „Was steht heute auf dem Plan?“ mehr als nur eine oberflächliche Frage ist. Die Entscheidungen darüber, wie ich meinen Tag fülle, wirken sich vermutlich auf mich selbst und alle aus, denen ich begegne. Das war schon immer so.

Nehmen wir beispielsweise die Bibelgeschichte (siehe Lukas 10:25–37), in der ein Mann Jesus fragt: „Meister, was muss ich tun, um ewiges Leben zu bekommen?“ Jesus stellt ihm eine Gegenfrage: „Was steht im Gesetz geschrieben?“ Die Antwort des Mannes: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben ... und deinen Nächsten wie dich selbst“, bestätigt Jesus mit den Worten: „Du hast richtig geantwortet; tue das, dann wirst du leben.“ Doch dann fragt der Mann: „Wer ist denn mein Nächster?“ Daraufhin erzählt Jesus ein Gleichnis von einem Reisenden, der überfallen, ausgeraubt und verletzt am Straßenrand zurückgelassen wird. Ein Priester und ein Levit gehen vorüber, ohne anzuhalten, aber ein Samariter nimmt sich seiner an, versorgt seine Wunden und bringt ihn zu einer Herberge, wo sich jemand um ihn kümmern kann.

Als Jesus den Mann fragt, wer dem Reisenden „der Nächste“ gewesen ist, antwortete dieser: „Der die Barmherzigkeit an ihm tat.“ Und Jesus fordert ihn auf: „Dann geh hin und handle ebenso!“

Denken Sie daran, dass die ursprüngliche Frage des Mannes war: „Was muss ich tun, um ewiges Leben zu bekommen?“ Jesu Antwort lautete im Grunde: Hilf jemandem, der Hilfe braucht. Wenn der Samariter sich an jenem Morgen gefragt hätte: „Was steht heute auf dem Plan?“, hätte die Antwort sicher nicht gelautet: „Ich glaube, ich werde heute einen Verletzten versorgen, der am Wegesrand liegt.“ Und doch war er eindeutig bereit und fähig, mitfühlend zu handeln, als dies notwendig war. Durch diese Unterweisung machte Christus Jesus klar, dass die Fürsorge für andere – die Versorgung ihrer unmittelbaren Bedürfnisse – eine Auflage für uns ist.

Vor einiger Zeit spielte ich mit Freunden Ball. Als einer der Freunde stürzte und große Schmerzen empfand und kaum die Schulter bewegen konnte, bat er mich, einen Krankenwagen zu rufen. Selbstverständlich tat ich das, doch gleichzeitig bat ich Gott im Gebet, mir zu zeigen, wie ich meinem Freund am besten helfen konnte.

Sofort kam mir der Gedanke: „Er wird erkennen, dass er nicht gefallen, sondern aufrecht, rein und frei ist.“ Mir war klar, dass diese Worte zu folgendem Satz aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy gehören (S. 171): „Durch das Erkennen des geistigen Gegenteils der Materialität, nämlich des Weges durch Christus, Wahrheit, wird der Mensch mit dem Schlüssel der göttlichen Wissenschaft die Tore des Paradieses wieder öffnen, die menschliche Anschauungen verschlossen haben, und er wird erkennen, dass er nicht gefallen, sondern aufrecht, rein und frei ist ...“ Mein Freund hatte mich nicht um eine Behandlung in der Christlichen Wissenschaft gebeten, daher betete ich nicht konkret für ihn, doch diese Stelle erhob mein eigenes Denken über meinen Freund und die Situation. Ich hatte vor Jahren einmal eine ähnliche Schulterverletzung erlitten. Damals hatte mein Gebet bewirkt, dass meine Schulter sich wieder eingerenkt hatte, und daher wusste ich, dass solch eine Verletzung durch Gebet geheilt werden konnte.

Während ich betete, kamen mir ein paar Worte der Ermutigung in den Sinn, die ich meinem Freund sagen konnte. Auf einmal bewegte sich etwas in der Schulter, und mein Freund sagte, dass die Schmerzen fast vollständig vergangen waren. Die Sanitäter brachten ihn in ein Krankenhaus, wo man ihm sagte, dass die Schulter ausgekugelt gewesen war, aber nun wieder am richtigen Platz saß. Eine ärztliche Behandlung war nicht nötig, und er konnte nach Hause gehen.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass wir jederzeit und in jeder Situation um Hilfe für jemanden gebeten werden können, ob im Freundes- oder Familienkreis oder von einer uns fremden Person, wie im Fall des Samariters.

Zu den Satzungsbestimmungen der Ersten Kirche Christi, Wissenschaftler, gehört diese mit dem Titel „Wachsamkeit gegenüber der Pflicht“ (Mary Baker Eddy, Handbuch der Mutterkirche, S. 42): „Es ist die Pflicht eines jeden Mitglieds dieser Kirche, sich täglich gegen aggressive mentale Suggestion zu verteidigen und sich nicht dazu verleiten zu lassen, seine Pflicht gegenüber Gott, gegenüber seiner Führerin und gegenüber der Menschheit zu vergessen oder zu vernachlässigen.“ Beim weiteren Nachdenken über das Erfüllen dieser Satzungsbestimmung habe ich erkannt, dass meine Pflicht gegenüber der Menschheit derselben entspricht, die Jesus uns in seinem Gleichnis vom barmherzigen Samariter auferlegt.

Ich glaube Jesu Verheißung, dass alle, die seine Lehre befolgen, ewiges Leben haben werden, von ganzem Herzen. Was steht heute auf dem Plan? Was immer es sein mag, ich hoffe und bete, dass ich Menschen in Not wahrnehmen und erkennen werde, dass ich weiß, wie ich jeden Tag helfen kann, und dass ich etwas von Christi Versprechen und Segen weitergeben kann.

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