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Original im Internet

Unser Wissen geht nicht verloren

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 11. Mai 2026


Ein Mann, der sich seit Jahrzehnten mit der Christlichen Wissenschaft beschäftigte, bat eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um Gebet, da ihn ein körperliches Problem belastete. Während des Gesprächs erwähnte er, dass er sich nicht daran erinnern könne, jemals eine körperliche Heilung erlebt zu haben. Daraufhin erinnerte die Praktikerin den Mann daran, dass sie etliche Zeugnisse in wöchentlichen Zeugnisversammlungen ihrer gemeinsamen Zweigkirche der Christlichen Wissenschaft gehört hatte, in denen er von überzeugenden und klaren Heilungen berichtet hatte.

Waren Sie schon einmal in solch einer Situation, in der Sie Mühe hatten, eine Zeit zu nennen, in der Sie einen geistigen Sieg errungen hatten, und sich vielleicht sogar fragten, ob Sie überhaupt wissen, wie man betet, weil Sie dringend Hilfe brauchten oder sich unsicher waren, was Ihre Hingabe an die Christliche Wissenschaft betraf? Wenn ja, sind Sie nicht allein.

Wie ist es möglich, dass eine klare geistige Erkenntnis, die Gewissheit von Gottes Gegenwart und Macht, aus unserem Sichtfeld verschwindet, sodass wir verwirrt sind oder etwas, das einst eine felsenfeste Überzeugung war, ganz und gar vergessen? Diesen Zustand nannte Mary Baker Eddy aggressive mentale Suggestion, die aus dem entsteht, was der Apostel Paulus die Gesinnung des Fleisches nannte, auch als fleischliches Gemüt bekannt. Es ist der Glaube an eine von Gott, Geist, getrennte Macht – vom göttlichen Gemüt getrennt, das allwissend und allumfassend ist.

Im Handbuch der Mutterkirche von Mary Baker Eddy ist eine Satzungsbestimmung enthalten, die sich darauf bezieht. Sie lautet auszugsweise (S. 42): „Es ist die Pflicht eines jeden Mitglieds dieser Kirche, sich täglich gegen aggressive mentale Suggestion zu verteidigen und sich nicht dazu verleiten zu lassen, seine Pflicht gegenüber Gott, gegenüber seiner Führerin und gegenüber der Menschheit zu vergessen oder zu vernachlässigen.“

Mrs. Eddy, die Führerin der Bewegung der Christlichen Wissenschaft, hätte dies von Christlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht verlangt, wenn es nicht erfüllbar wäre. Aggressive mentale Suggestion ist in Wahrheit machtlos. Sie ist nichts anderes als der Begriff ausdrückt: eine Suggestion im Denken, die wir entweder akzeptieren oder ablehnen.

Eine unserer wichtigsten Pflichten ist zu erkennen, wenn wir betrogen werden, und dann zu bestätigen, ja, darauf zu bestehen, dass unser Wissen – die geistigen Erkenntnisse, die erlernten Lektionen, die überzeugenden Heilungen – Bestand hat und dass wir nicht dazu gebracht werden können, dieses Wissen in Unwissen umzukehren. Wir können nicht gezwungen werden, etwas zu vergessen, das wir von Gott gelernt und demonstriert haben. Unser Erinnerungsvermögen ist geistig verankert, denn wir sind die vollständige Widerspiegelung Gottes, des allwissenden Gemüts. Diese Klarheit und Bestätigung sorgen dafür, dass wir dem immer gegenwärtigen, allmächtigen Gemüt mehr vertrauen, dass wir mehr Zutrauen dazu haben, mehr von ihm erwarten und uns mehr darauf verlassen.

Das, was wie ein entmutigender Kampf darum klingen mag, sich Gottes Gegenwart besser bewusst zu sein, führt manchmal zu Selbstanschuldigung. Doch die Suggestion, etwas zu vergessen, ist nichts Persönliches, auch wenn es sich so anfühlt. Eine unpersönliche Taktik des fleischlichen Gemüts besteht darin, sich als unsere Gedanken zu verkleiden und uns einzureden, wir würden nicht von Gott regiert. Wir können uns gegen diese falsche Behauptung wehren, indem wir unser wahres Selbst als die klardenkende geistige Idee des göttlichen Gemüts erkennen, die wir wirklich alle sind. In Wirklichkeit ist es uns unmöglich, etwas zu vergessen, das für unseren Fortschritt und eine Heilung erforderlich ist, besonders das, was wir über Gott wissen.

Mose warnte das israelitische Volk (5. Mose 6:12, 14): „Hüte dich, dass du nicht den Herrn vergisst, der dich aus Ägypten, aus dem Sklavenhaus, geführt hat ... Du sollst nicht andern Göttern nachfolgen, den Göttern der Völker, die um euch her sind.“

Immer wenn die Israeliten diese Warnung ignorierten, gerieten sie in Schwierigkeiten. Sie ließen sich mehrfach dazu verleiten, falsche Götter anzubeten. Und wenn das dann zu Krieg, Kummer oder Not führte, ermahnte sie ein geistig wacher Mensch, sich wieder der Macht des allmächtigen Geistes zuzuwenden. Das hat sie jeweils gerettet. Aus Erleichterung und Dankbarkeit waren sie dann eine Weile folgsam – bis sie wieder selbstzufrieden wurden und den Gehorsam vergaßen.

Die Lehren dieses bedauerlichen Musters sind auch heute anwendbar. Die von Mose genannten „Götter der Völker“ sind Sinnbilder für die verschiedensten Dinge – das Drama finanzieller Engpässe, ein gesundheitliches Problem, geopolitischer Aufruhr –, die uns in Versuchung führen zu glauben, dass wir von Gott getrennt und der Materie und Körperlichkeit ausgesetzt sind, was Leben, Glück und Gesundheit angeht. Wir müssen uns daran erinnern, dass wir allein Gott, dem Guten, verpflichtet sind und dass wir gerettet werden, wenn wir uns auf den allmächtigen Geist verlassen.

Wir erhalten Hilfe durch Christus, den Geist Gottes, den Jesus manifestierte. Mrs. Eddy schrieb (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 332): „Der Christus ist unkörperlich, geistig – ja, das göttliche Bild und Gleichnis, das die Illusionen der Sinne vertreibt; er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, heilt die Kranken und treibt Übel aus, zerstört Sünde, Krankheit und Tod.“ Christus ist der einzig gültige Einfluss auf das menschliche Bewusstsein. Er befreit uns aus dem Sumpf der Materialität und Verwirrung und führt uns in das klare Licht der Wirklichkeit in Geist. Jesus ist das beste Beispiel, das die Welt je hatte, für das, was durch Christus möglich ist.

Wenn wir heute die stets relevanten Lehren der Bibel anwenden, werden wir verstehen und beweisen, dass unser Wissen fest verankert ist und wir nicht dazu verleitet werden können, unsere geistige Überzeugung und unsere Siege zu vergessen, denn sie geben uns die nötigen Impulse für weiteren Fortschritt im christlich-wissenschaftlichen Heilen. Lassen Sie uns mit dem Psalmisten singen (Psalm 77:12–14): „Darum denke ich an die Taten des Herrn; ja, ich denke an deine früheren Wunder, sinne über alle deine Werke nach und erzähle von deinem Tun. ... Wo ist so ein mächtiger Gott, wie du es bist, Gott?“

Mary Alice Rose
Mitglied des Vorstands der Christlichen Wissenschaft

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