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Original im Internet

Gottes Geschenk des Heilens ist für alle

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 11. Mai 2026


Was ist geistiges Heilen? Ist es eine spezielle Kraft, die nur wenige besitzen? Nein, es ist das unweigerliche Ergebnis, wenn man sich der Güte, Gnade, Macht und Liebe Gottes fügt. So wie die Drehung der Erde um ihre eigene Achse hin zur Sonne bewirkt, dass wir den „Aufgang“ der Sonne erleben, so bewirkt unser Wenden zu Gott hin und nicht von Ihm weg Heilung – für uns und alle, für die wir beten, ob es sich dabei um Einzelpersonen, Gruppen oder die Welt handelt.

Was genau ist geistiges Heilen dann? Geistiges Heilen ist das Offenbaren dessen, was über Sie, mich und alle wahr ist und zutrifft. Hier und jetzt.

Das letzte Kapitel des Lehrbuchs der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy trägt den Namen „Früchte“ und besteht aus mehr als achtzig verifizierten Berichten von Heilungen der verschiedensten Probleme: gesundheitliche, zwischenmenschliche, finanzielle und weitere. Und wie sind diese Heilungen zustande gekommen? Indem die Personen Wissenschaft und Gesundheit gelesen haben, manchmal mehrmals, und vielfach mit dem tiefen Verlangen nach Heilung oder danach, Gott kennenzulernen oder die Bibel besser zu verstehen, und gelegentlich auch nur aus Neugier. (Ein Leser schrieb, dass er nur fähig sein wollte, über die Lehren der Christlichen Wissenschaft zu disputieren, wurde dann aber ein überzeugter Schüler, nachdem er dadurch geheilt wurde, dass er das Buch las!) Keine Vermittler waren vonnöten; Mrs. Eddy widmete ihr Buch schlicht und einfach den ehrlichen Sucherinnen und Suchern nach Wahrheit – wie sie selbst.

Mrs. Eddy erzählte einer Schülerin einmal von der Heilung eines kleinen Jungen, dessen Innenorgane schwer erkrankt waren. Innerhalb einer halben Stunde nach ihrer Ankunft im Haus der Familie hatte sie auch den Vater des Jungen geheilt, der wegen Rheumatismus das Bett hüten musste, und die Schwester des Jungen, die taub war. Die Schülerin fragte Mrs. Eddy daraufhin: „‚Wann werden wir in der Lage sein, so zu arbeiten?‘ Mrs. Eddy blickte in die Ferne und sagte: ‚Liebe ist es, die heilt, nur Liebe!‘ Die Schülerin ... wiederholte die Frage: ‚Aber wann werden wir in der Lage sein, solche Arbeit zu tun?‘ Diesmal sah ihre Lehrerin sie direkt an und sagte ruhig: ‚Wenn Sie glauben, was Sie sagen. Ich glaube jedes Wort der Wahrheit, das ich behaupte‘“ (Yvonne Caché von Fettweis und Robert Townsend Warneck, Mary Baker Eddy: Christliche Heilerin, S. 101).

Ein Missverständnis über die Christliche Wissenschaft ist, dass manche sie praktizieren können und manche nicht. Dieses Missverständnis beruht auf der Überzeugung, dass Mrs. Eddy die Christliche Wissenschaft erfunden hat, doch das stimmt nicht. Sie hat die Christliche Wissenschaft nicht geschaffen, sondern entdeckt. Sie sagte über die Wissenschaft des Christus: „Wer das Heilen der Christlichen Wissenschaft demonstrieren möchte, muss sich strikt an ihre Regeln halten, jede Erklärung beachten und von den festgelegten Grundlagen ausgehen. Es liegt nichts Schwieriges oder Mühevolles in dieser Aufgabe, wenn der Weg gewiesen ist; jedoch gewinnen nur Selbstverleugnung, Aufrichtigkeit, Christlichkeit und Ausdauer den Preis, genau wie in allen anderen Lebensbereichen“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 462).

Also kann jeder Mensch unzweifelhaft die Lehren der Christlichen Wissenschaft praktizieren – kann heilen und geheilt werden, indem er die Regeln anwendet, die in ihren Lehrbüchern, der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit, dargelegt sind. Heilen hat nichts mit der Persönlichkeit, dem Alter, der Bildung oder dem Beruf einer Person zu tun. Heilung resultiert daraus, dass wir wie Jesus uns und andere als die vollständig geistige Schöpfung Gottes, des göttlichen Geistes, betrachten – als den vollkommenen Menschen, der wir wahrhaft sind. Mrs. Eddy schrieb (ebd., S. 477): „In diesem vollkommenen Menschen sah der Erlöser Gottes eigenes Gleichnis, und diese korrekte Anschauung vom Menschen heilte die Kranken.“

Sie betonte diese Zugänglichkeit und Macht des christlichen Heilens in allen ihren Schriften und Lehren. Eine Schülerin von Mrs. Eddy berichtete, dass jemand Mrs. Eddy einmal fragte, wie er es hatte bewerkstelligen können, das körperliche Problem eines Patienten zu heilen, obwohl er selbst sich „hilflos“ dahingehend gefühlt hatte. Darauf hatte diese geantwortet: „Durch diese Hilflosigkeit haben Sie die Wahrheit eingelassen, und die Christliche Wissenschaft hat den Fall geheilt, nicht Ihr eigener Einsatz“ (We Knew Mary Baker Eddy, Expanded Edition, Vol. II [Wir kannten Mary Baker Eddy, erweiterte Ausgabe, Bd. II], S. 126).

Das ist doch eine sehr gute Nachricht für uns alle, nicht wahr?

Christus Jesus erwartete von seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern, dass sie heilten. Ja, er erwartete „größere Werke“ als die, die er getan hatte (siehe Johannes 14:12), und zwar auf dieselbe Weise, die Mrs. Eddy ihren Schülerinnen und Schülern beschrieben hat, nämlich, indem man das glaubt, was man gelernt hat.

Glauben ist nicht schwer. Es kommt uns manchmal so vor, doch Glaube, wie er in der Christlichen Wissenschaft definiert wird, hat nichts mit menschlichem Argumentieren zu tun, sondern es geht um „Festigkeit und Beständigkeit; weder ein schwankender noch ein blinder Glaube, sondern die Wahrnehmung geistiger Wahrheit“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 582).

Ein Geschenk ist nichts, das wir uns verdienen müssen. Es wird freigiebig überreicht. Und das göttliche Geschenk des Heilens ist Gnade, die für alle bereitsteht. Etwas anderes zu glauben, zu meinen, dass Heilung nur bestimmten Menschen möglich ist, ist nicht nur ein Missverständnis, sondern geht an der größeren Botschaft vorbei, dass die Christliche Wissenschaft – und damit geistiges Heilen – allen bereitsteht, damit sie sie empfangen, verstehen und praktizieren können. Die Kirchen der Christlichen Wissenschaft haben kein Schild mit der Aufschrift: „Einige sind willkommen“; die Christliche Wissenschaft und das christlich-wissenschaftliche Heilen sagen der Welt: „Alle sind willkommen.“

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