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Original im Internet

GOTT sorgt für die Mutterkirche

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. März 2026


Unser kleines Flugzeug war gerade vom Bostoner Flughafen aus gestartet. Dank einer leichten Wolkendecke konnte ich nur einen Teil der Skyline von Boston sehen, doch dann sah ich auf einmal direkt unter mir die Mutterkirche. Dort stand sie zwischen den Hochhäusern, so wunderschön in ihrer Schlichtheit und Eleganz.

Ich fragte Gott in Gedanken: „Was muss ich tun, um zur Sicherheit der Kirche beizutragen?“ Darauf erhielt ich die Antwort: „Meine Tochter, das ist nicht deine Aufgabe. Es ist Meine Kirche. Ich bin groß genug, um sie vor den Machenschaften einer materiellen Existenz zu schützen. Deine Aufgabe ist es zu wissen, dass Ich das tue.“

Ich fragte mich, wie ich lernen konnte, dass Gott, Liebe, Seine geliebte Kirche in allem versorgt. Als ich deswegen betete, kam mir als Erstes dieser Rat in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy in den Sinn (S. 264): „Wir müssen dorthin schauen, wohin wir gehen wollen, und wir müssen handeln wie einer, der alle Macht von Ihm besitzt, in dem wir unser Sein haben.“ Das wies mich an, meinen Blick auf geistige Ziele und Tätigkeiten gerichtet zu halten.

Der verlässliche Rhythmus der Gottesdienste (jeden Sonntag und Mittwoch) hat mir oft geholfen, wieder auf Kurs zu kommen, wenn ich vom geistigen Weg abgewichen bin. Die Liebe zur Kirche und die Liebe, die ich in der Kirche empfinde, haben zusätzlich den Wunsch in mir geweckt, die Tätigkeiten zu akzeptieren, die meine Hingabe zum unendlichen Geist erhöhen. Wenn ich konsequent geistiger denke, lasse ich mich beständiger von der göttlichen Liebe lenken, und dann ist es natürlicher für mich zu akzeptieren, dass Gott die Kirche, mein Leben und das aller anderen regiert.

David betet (Psalm 27:11): „Herr, zeige mir deinen Weg, und wegen meiner Feinde leite mich auf ebener Bahn.“ Ich wollte dieses Gebet auch zu meinem machen. Wie sähe eine ebene Bahn aus, die mich vor Feinden schützt und geistiges Wachstum mit sich bringt? Ich wollte einen Weg gehen, auf dem mich Dankbarkeit für die Immer-Gegenwart der göttlichen Liebe auf jedem Schritt begleitet. Ein Weg ruhigen, kontinuierlichen Vertrauens auf Wahrheit.

Ich verbinde „Feinde“ in diesem Psalm nicht mit Menschen, sondern mit Gewohnheiten und Handlungen, die mich vom Weg abbringen könnten – in diesem Fall alles, was mich von der Erkenntnis abhalten würde, dass die göttliche Liebe die Kirche beschützt. Manchmal ist dieser „Feind“ Apathie bzw. Mangel an Interesse. An fast jedem Mittwochabend scheint die Suggestion aufzukommen, dass ich zu müde bin, um zur Mittwoch-Zeugnisversammlung meiner Kirche zu fahren. Wie ich mir immer wieder vorhalten muss, sind „Schlaf und Apathie ... Phasen des Traums, dass Leben, Substanz und Intelligenz materiell seien“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 249).

Dieser Apathie nachzugeben, bremst meinen fröhlichen Einsatz für die Kirche und verringert mein Verlangen, im Mittwochabendgottesdienst über geistige Wahrheitsinhalte nachzudenken. Aufgrund von Apathie könnte mein geistiger Fortschritt behindert und ich davon abgehalten werden, als Leserin Gottesdienste zu leiten oder jeden Tag die wöchentliche Bibellektion zu lesen. Ich muss diesen Feind meines geistigen Wachstums erkennen und darf nicht zulassen, dass er mich vom Weg der Erneuerung abbringt.

Außerdem erkenne ich, dass ich, wenn ich mich auf die Persönlichkeit eines anderen Menschen fokussiere, einem weiteren Feind nachgebe, der versucht, mich vom geistigen Weg abzubringen. In Wissenschaft und Gesundheit heißt es diesbezüglich sehr klar (S. 491): „Die Persönlichkeit ist nicht die Individualität des Menschen.“ Der Feind, sich auf die Persönlichkeit (Temperament, Charakterfehler, Vorurteile, Einstellungen usw.) eines Menschen zu fokussieren, hält uns davon ab, die Dauer und Beständigkeit der von Mary Baker Eddy gegründeten Kirche Christi, Wissenschaftler, in den Mittelpunkt zu stellen. Der Feind, andere Kirchenmitglieder als fehlerhaft zu betrachten, möchte mich davon abhalten, die Kirche und ihre Mitglieder zu unterstützen.

Einmal wurden eine andere Frau und ich gleichzeitig in den Vorstand unserer Zweigkirche gewählt. Ich wusste, dass die göttliche Liebe diese Frau veranlasst hatte, sich zur Wahl in den Vorstand zu stellen, doch ich war nicht überzeugt, dass sie etwas Konkretes in die Arbeit einbringen konnte. Dann erkannte ich, dass ich damit eine menschliche Persönlichkeit akzeptierte, statt die geistige Individualität zu sehen, die Gott jedem Menschen verliehen hat. Am Ende war es ein echter Vorteil, dass sie im Vorstand war. Ihre langjährige enge Beziehung zur Mitgliedschaft und zur Kirche kam allen bei vielen Entscheidungen zugute. Ich war so dankbar, dass Liebe sie an diesen Platz gesetzt hatte und dass ich mich nicht auf ihre Persönlichkeit versteift hatte.

Ein anderer Feind, den wir besiegen müssen, ist die Suggestion eines menschlichen Egos. Ich erkannte, dass meine Frage an Gott – „Was muss ich tun, um zur Sicherheit der Kirche beizutragen?“ – sehr ichbezogen war. Sie ging davon aus, dass ich ein von Gemüt getrenntes Selbst hatte und dass es an mir war, etwas zu tun.

Ichbezogenheit führt uns zu der Meinung, dass wir eine persönliche Verantwortung haben oder dass wir ungenügend oder überlastet sind. Das eine Ego ist göttliches Gemüt, und das göttliche Gemüt hat alle Aspekte der Kirche unter sich – ihr Wachstum, ihre Versorgung, ihre Einigkeit und ihre Freude. Meine Aufgabe liegt darin zu wissen, dass das göttliche Gemüt fähig und willens ist, Kirche in unser aller Leben voranzubringen.

Die Christliche Wissenschaft – deren Kirche diese Wissenschaft unter Beweis stellt – ist der von Jesus verheißene Tröster. Wir können uns der Wahrheit bewusst sein, dass keine andere Institution bewirken kann, die Erneuerung, Ruhe und Regenerierung zu verinnerlichen, die ein natürlicher Bestandteil von Kirche sind.

Beim Beten erkannte ich, wie wirklich der göttliche Zweck der Kirche ist. Wissenschaft und Gesundheit sagt dazu (S. 583): „Die Kirche ist diejenige Institution, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt und die die Menschheit erhebt, das schlafende Verständnis aus materiellen Annahmen zum Erfassen geistiger Ideen und zur Demonstration der göttlichen Wissenschaft erweckt und dadurch Teufel oder Irrtum austreibt und die Kranken heilt.“

Und Psalm 27:14 verdeutlicht meine Aufgabe dabei, den Verantwortungsbereich der göttlichen Liebe, Gottes, nämlich die Leitung und Aufsicht über die Kirche Christi, Wissenschaftler, zu akzeptieren: „Hoffe auf den Herrn! Sei getrost und unverzagt und warte voller Hoffnung auf den Herrn!“

Die Liebe, Wärme und Zuneigung der Kirche werden in Mrs. Eddys Worten an eine Zweigkirche wundervoll zusammengefasst (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 154): „Geliebte Brüder! Die sich ausbreitenden Zweige der Kirche Christi, Wissenschaftler, dehnen ihren starken Schutz schnell über die ganze Welt aus. Euer Glaube ist nicht ohne Werke geblieben, und Gottes Liebe für Seine Herde zeigt sich in Seiner Fürsorge für sie. Er wird den Boden um diese kleine Kirche auflockern, ihre hinderlichen Zweige beschneiden, sie mit dem Tau des Himmels tränken, ihre Wurzeln kräftigen und ihre Grenzen durch die göttliche Liebe erweitern. Gott wartet nur darauf, dass der Mensch würdig werde, damit Er die Mittel und das Ausmaß Seiner Gnade steigern kann. Ihr habt bereits den Beweis, dass Sein Zion gedeiht. Ihr sitzt unter Eurem eigenen Weinstock und Feigenbaum, dem Gewächs der Geistigkeit – ebendem Weinstock, dessen Weingärtner unser Vater ist.“

Heute spüre ich, wie die göttliche Liebe den Boden um die Kirche Christi, Wissenschaftler, auflockert, ihre Zweige beschneidet und sie tränkt. Meine Aufgabe ist, die Allmacht und Allgegenwart dieser Liebe zu akzeptieren. Meine Aufgabe – die ich sehr gern übernehme, da sie so viel Freude mit sich bringt – ist, weiterhin geistig zu wachsen und die Allheit und Einzigartigkeit Gottes zu akzeptieren. Die Kirche Christi, Wissenschaftler, ist inmitten der Hürden und Störungsversuche durch die materielle Existenz unangreifbar, da sie „die Struktur der Wahrheit und der Liebe“ repräsentiert, „alles, was auf dem göttlichen Prinzip beruht und von ihm ausgeht“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 583). Sie wurde von der göttlichen Liebe erbaut und wird von ihr aufrechterhalten und ist daher dauerhaft beschützt und sicher.

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