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Aktive Kirche

Laute Nachbarn? Eine Kirche hat Ruhe erlangt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. März 2026


Für die Kirche und ihre Aktivitäten zu arbeiten und zu beten bringt Segen mit sich, wie ich feststellte, als ich der Wahl zum Ersten Leser meiner Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, in Zimbabwe zugestimmt hatte.

Während meiner Amtszeit begannen die Bauarbeiten an einem neuen Geschäft direkt neben der Kirche. Uns trennten von der Baustelle nur ein Meter Fläche und ein Zaun. Die schweren Bauarbeiten wurden auch am Sonntagmorgen durchgeführt, und der damit einhergehende Lärm wirkte sich störend auf die Gottesdienste aus.

Auch nach Ende der Bauarbeiten hielt der Lärm weiter an. Das neue Geschäft war eine Autowaschanlage, die auch Radeinstellungen anbot und an sieben Tagen die Woche geöffnet war. Große Lautsprecher verbreiteten laute Musik für die Kundschaft, so laut, dass es sich anhörte, als würde sie in unserem Gottesdienstraum abgespielt.

Eines Sonntags sprach ich unsere Nachbarn freundlich auf den Lärm an. Sie entschuldigten sich und versprachen, die Musik während unserer Gottesdienste leiser zu stellen. Einige Wochen lang taten sie das auch, aber dann vergaßen oder versäumten sie es. Ich erinnerte sie mehrmals, doch selbst die leiser gestellte Musik war ein echter Störfaktor in unseren Gottesdiensten.

Diese menschlichen Bemühungen konnten die Atmosphäre des Friedens und der Ruhe, die wir brauchten, nicht schaffen, und so betete ich über diese Störung. Jeden Tag fand ich beim Studium der Bibellektion im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft aufbauende Gedanken geistiger Wahrheit, und die führten letztendlich zur Heilung– für mich persönlich und für die Situation mit den Nachbarn unserer Kirche.

An einem Sonntag konnte ich nicht aufhören zu husten, was meine Fähigkeit, den Gottesdienst zu leiten und meinen Teil der Lektionspredigt vorzulesen, sehr einschränken würde. Ich bat einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um Hilfe, und seine Gebete öffneten mir die Augen für die Tatsache, dass nichts Gottes Arbeit stören kann, wie wir in der Bibel lesen (Jesaja 46:4): „Ich werde euch tragen ... Ich will es tun, ich will heben und tragen und erretten.“ Beruhigt, dass Gott regiert und dass alles in Ordnung war, ging ich zum Gottesdienst. Der Hustenreiz hörte auf, und alles verlief problemlos.

Dieselben Wahrheitsgedanken wandte ich auf unsere Nachbarn an. Ich sah sie als Gottes Kinder, die Gott gehorsam sind, da sie als Sein Bild und Gleichnis erschaffen sind, wie die Bibel sagt (siehe 1. Mose 1:26, 27). Der Lärm wurde nicht von Menschen verursacht, sondern von der Lüge, dass der Mensch nicht die Widerspiegelung Gottes, des einen unendlichen Gemüts, ist und dass er ein eigenes materielles Gemüt hat, das unkooperativ und gefühllos sein kann. In Wahrheit gibt es nur den geistigen Menschen, die Manifestation oder Widerspiegelung Gottes, des Geistes, und diese Widerspiegelung ist vollkommen und harmonisch.

Der Lärm trat weiterhin gelegentlich auf, und so ging ich eines Sonntags wieder rüber, um die Nachbarn daran zu erinnern, dass unser Gottesdienst bald beginnen würde. Sie schienen freundlich und verständnisvoll zu sein und baten mich, für sie zu beten. Ich wusste, dass auch sie sehr von Gott geliebt waren und Gottes Werk liebten. Mein Denken war von Frieden und Liebe erfüllt.

Ich sah, dass wir alle – die Nachbarn und unsere Kirchenmitglieder – im göttlichen Gemüt vereint waren, wo wir einander verstehen und wo sich der göttliche Geist, Gott, um uns alle kümmert. An diesem himmlischen Ort – im Reich Gottes – gibt es keine Störungen. Alles ist harmonisch. Ich dachte daran, dass jeder Mensch Gottes Kind ist, das Bild Seiner Liebe (siehe Mary Alice Dayton, Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Lied Nr. 51, Übers. © CSBD). Wir sind alle Gottes Werk und harmonieren miteinander.

Als wir am darauffolgenden Sonntag zur Kirche kamen, hörten wir keine Musik, obwohl das Geschäft auf war wie immer. Während des ganzen Gottesdienstes herrschte Stille, sodass wir ausschließlich auf Gottes Wort lauschten. Damit war die Lärmstörung vorbei.

Diese Erfahrung stellte das Gute unter Beweis, das durch Gehorsam gegenüber dieser Satzungsbestimmung entsteht (Mary Baker Eddy, Handbuch der Mutterkirche, S. 31): „Die Leser der Mutterkirche und aller ihrer Zweigkirchen müssen einen angemessenen Teil ihrer Zeit der Vorbereitung auf das Lesen der Sonntagslektion widmen – einer Lektion, von der das Gedeihen der Christlichen Wissenschaft in hohem Maße abhängt. Sie müssen sich von der Welt unbefleckt halten – nicht kontaminiert mit Bösem – sodass die mentale Atmosphäre, die von ihnen ausgeht, Gesundheit und Heiligkeit fördert, ja, diesen geistigen Animus, der überall so gebraucht wird.“

Lassen Sie uns alle bestrebt sein, die Atmosphäre dieses heilenden Animus zu schaffen, die heilt.

Shamiso Mazungaire
Mutare, Zimbabwe

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