In den Psalmen heißt es: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103:2) Dankerfüllten Herzens möchte ich Zeugnis für Gottes Güte ablegen.
Während eines Kursus wurde ich plötzlich von Schmerzen im Unterleib befallen, die an Intensität stetig zunahmen. Durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft hatte ich gelernt, dass Krankheitssymptome falsche Aussagen über das wahre, vollkommene Wesen des Menschen als Kind Gottes sind. Im Stillen sagte ich mir die „wissenschaftliche Erklärung des Seins“ aus dem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft auf, die mit den Worten beginnt: „Es ist kein Leben, keine Wahrheit, keine Intelligenz und keine Substanz in der Materie.“ (Mary Baker Eddy, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 468) Der Gedanke, dass Materie keine Intelligenz, keine Nachricht und keine Beurteilung übermitteln kann, half mir bis zum Ende des Unterrichts dazubleiben. Ich machte mich dann mit der U-Bahn auf den Weg nach Hause, um von dort einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um Hilfe durch Gebet zu bitten.
An einer Umsteigestation kam der Gedanke: „Hier kannst du dich entscheiden, ob du lieber zur Notaufnahme ins Krankenhaus fährst oder doch eine wissenschaftlich göttliche Lösung vorziehst.“ Doch ich wollte die Gottesgegenwart mehr erleben, wollte erfahren, was Gott mit mir vorhat, und fuhr nach Hause.
Also rief ich einen Praktiker an und beschrieb die Symptome. Eine ruhige, gelassene Stimme – meine zitterte wohl – antwortete, dass wir nicht im Detail zu wissen brauchen, was da nicht in Ordnung ist, denn Gott weiß alles, was wirklich ist, und das umfasst nur Harmonie. Weiter sagte der Praktiker mir, dass er sofort bete und ich mich in einiger Zeit wieder melden solle. Es wurde mir klar, dass wir zu dem gleichen Gott gingen und Gott uns beide die heilende Botschaft erkennen lässt.
Furcht argumentierte, dass die göttliche Liebe nicht gegenwärtig sei oder nicht ausreiche. Doch die Bibel erklärt: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollendete Liebe treibt die Furcht aus.“
(1. Johannes 4:18)
Ich wollte die Gottesgegenwart mehr erleben, wollte erfahren, was Gott mit mir vorhat.
Kurz nachdem ich den Hörer aufgelegt hatte, klangen die Schmerzen ab. Ich war spürbar dankbar, als Frieden mich durchströmte. Der Bann der Furcht war gebrochen. Ich wandte mich der christlich-wissenschaftlichen Bibellektion jener Woche zu, um herauszufinden, welches Licht sie auf diese Situation warf. Die Erzählung von Mose, dessen Stab sich von einer gefährlichen Schlange wieder in einen harmlosen Stab verwandelte (siehe 2. Mose 4:2-5), veranlasste mich zu hinterfragen, auf was für eine Autorität ich mich verlasse. Mir wurde klar, dass es keinen Grund gab, Gottes Kontrolle über mein Leben anzuzweifeln. In Wissenschaft und Gesundheit las ich: „Werde dir einen einzigen Augenblick bewusst, dass Leben und Intelligenz rein geistig sind – weder in noch von der Materie –, und der Körper wird keine Beschwerden äußern.“ (S. 14) Das beschrieb genau das, was ich gerade erlebt hatte. Ja, hier vollzog sich vor meinen Augen, dass Disharmonie in der Gegenwart des geistigen Lichtes Gottes einfach wegschmilzt. Ich rief den Praktiker wieder an und sagte, dass ich schmerzfrei bin und mich wohler fühle. Der Praktiker erwähnte, dass mein wirkliches Sein nie angegriffen worden ist und er weiterhin daran festhält.
Ich verbrachte eine ruhige Nacht, wachte aber in den frühen Morgenstunden durch erneute Schmerzen auf. Wieder stützte ich mich auf Wahrheiten über Gott und den Menschen, die ich gelernt hatte. Obwohl es noch sehr früh war, nahm ich mir ein Herz und rief den Praktiker wieder um Hilfe an. Er versicherte mir, dass meine Beziehung zu Gott nach wie vor ungebrochen ist. Dieser Gedanke beruhigte mich und beendete augenblicklich jegliches Unwohlsein. Die Schmerzen verschwanden und ich fühlte mich so erfrischt, dass ich danach ganz normal zur Arbeit ging. Die Symptome sind nie wieder aufgetreten. Ja, warum auch, sie waren kein Bestandteil meines wahren Selbst!
Kurze Zeit später wurde ich Mitglied der örtlichen Zweigkirche Christi, Wissenschaftler und kann ihr seitdem als ein tätiges Glied dienen. Die Arbeit von Praktikern der Christlichen Wissenschaft erfüllt mich mit Wertschätzung, Ehrfurcht und tiefer Dankbarkeit gegen Gott. Ich lerne immer mehr, dass jeder Einzelne zu dieser Heilarbeit aufgerufen ist.
Stockholm
