Deutschland, im August 2015: In den letzten Monaten haben die Medien nahezu täglich über Flüchtlinge berichtet, die sich auf eine gefährliche und strapaziöse Reise nach Europa begeben. Sie fliehen vor Krieg, Brutalität, Unterdrückung und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit. In Deutschland, wie in der gesamten EU, scheint es bislang noch an Konzepten zu mangeln, wie angesichts dieser Krise verfahren werden sollte. Länder und Gemeinden fühlen sich überfordert. Viele bemängeln das Fehlen einer Taskforce sowie länderübergreifender und koordinierter Hilfsmaßnahmen. „Flüchtlinge – schafft Deutschland das?“ lautete der Titel einer Reportage, die unlängst von der ARD ausgestrahlt wurde.
Die allgemein verbreitete und akzeptierte Auffassung, dass die Menschheit nichts weiter sei als eine amorphe Masse von Milliarden von Menschen, die alle getrennt voneinander existieren und um knappe Ressourcen kämpfen müssen, führt nicht selten zu der Haltung: „Jeder für sich“. Ein solcher Ansatz aber geht von Begrenzung aus; er führt zu Gewalt und Rücksichtslosigkeit und ruft Furcht, Neid, Wut, Hass, Gleichgültigkeit usw. hervor.
Die Christliche Wissenschaft vertritt eine radikal andere Auffassung, die Lösungen aufzeigt und Heilung bringt. Sie geht davon aus, dass das Universum nicht materiell ist, sondern geistig; dass Gott, Geist der Schöpfer des geistigen Universums, einschließlich des Menschen, ist; dass jeder Mensch in Wirklichkeit kein Sterblicher, sondern eine geistige Idee ist, zu Gottes Bild und Gleichnis erschaffen (siehe 1. Mose 1:27), von Gott erwünscht, geliebt, beschützt und versorgt. Die Christliche Wissenschaft lehrt ferner, dass Gott Gemüt ist, göttliche Intelligenz, die unendliche Quelle frischer und kreativer Ideen. Das Bewusstsein von der Immergegenwart des Gemüts führt zu inspirierten Lösungen.
Dieser geistige Ansatz führt uns aus einer materiellen und somit begrenzten konventionellen Sichtweise der Dinge heraus, und bewirkt, dass wir uns im Gebet Gottes weiser Regierung und Fürsorge für alle bewusst werden. Diese veränderte und geistigere Sichtweise öffnet unsere Augen für tiefgreifende Lösungen und zeigt Wege auf, wie die Probleme an der Wurzel angepackt und geheilt werden können.
Jede Erfahrung, bei der wir in unserem Alltag einen „heilungsorientierten“ Standpunkt einnehmen, zieht Kreise. Jedes Mal, wenn wir erkennen „Gott lässt mich nicht im Stich!“ (siehe Heilungsbericht auf S. 17), bekräftigen wir die geistige Wahrheit, dass Gott niemanden im Stich lässt. Jede Tatsache der Christlichen Wissenschaft, die wir in unserem Leben beweisen, segnet die Welt.
Susanne Smith
