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Original im Internet

Brote, Fische und ... Artikel und Heilungszeugnisse

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 14. Juni 2019


Stellen Sie sich diese biblische Szene vor: Jesus hat drei Tage mit einer Menschenmenge verbracht, sie gelehrt und alle geheilt, die ihm vorgelegt wurden. Er will nicht, dass die Leute hungrig nach Hause gehen, doch seine Jünger bezweifeln, dass sie genug Essen für alle finden werden, denn sie sind in der Wüste. Sie berichten, sieben Brote und ein paar kleine Fische gesehen zu haben, wissen aber nicht, wie das helfen soll. Jesus befiehlt der Menge, sich hinzusetzen; er sagt Dank und fängt an, die Brote und Fische aufzuteilen, und übergibt sie den Jüngern, die sie wiederum an die Menge verteilen. Nachdem alle satt geworden sind, ist mehr Essen vorhanden als am Anfang (siehe Matthäus 15:32–38).

Stellen Sie sich nun einmal vor, die Jünger hätten keine Lust gehabt, das Essen auszuteilen – dieses Ergebnis von Jesu erhobenem Verständnis von Gott als Quelle des reichhaltigen Guten weiterzugeben –, und sich stattdessen zu den Tausenden gesetzt in der Erwartung, etwas abzubekommen. Das klingt absurd, nicht? Doch als ich an einem Samstagmorgen einige Artikel in einem Christian Science Sentinel (einer Schwesternzeitschrift des Herolds) las, kam mir folgender Gedanke: Empfange ich diese geistige Nahrung als jemand in der Menge oder als Jünger?

Ich erkannte den Bezug sofort, und er hat meine Sichtweise der Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft und meine Beziehung zu ihnen völlig verändert. Dazu fielen mir ein paar Fragen ein:

• Besteht meine Rolle darin, passiv darauf zu warten, dass ich gespeist werde oder ein physischer Bedarf gedeckt wird?

• Oder bin ich aktiv, und wenn ja, bin ich bereit, die Speise auszuteilen?

• Was bedeutet es, diese Bereitschaft zu haben, und wie setze ich sie um?

Worin besteht der Bezug? Jemand war inspiriert gewesen, ein paar Brote und Fische mitzubringen, und das gab Jesus die Gelegenheit, dieses kleine materielle Anzeichen von Versorgung zu vermehren und die größere geistige, unendliche Natur des Guten und seine Fähigkeit unter Beweis zu stellen, den Bedarf aller zu decken. Ich stelle mir die Demut und Verherrlichung Gottes vor, die mit der Verteilung dieses erweiterten Beweises von geistiger Liebe einhergegangen sein müssen.

In ähnlicher Weise sind die Autoren im Herold der Christlichen Wissenschaft sowie des Christian Science Journals und Sentinels und der Kolumne „Christian Science Perspective“ im Christian Science Monitor dazu inspiriert, ihr Verständnis von geistigen Ideen weiterzugeben, wodurch diese Ideen anerkannt und vermehrt werden können, um eine heutige Menge zu segnen. Die Redaktion ist sich bewusst, dass das göttliche Gemüt, Gott, der wahre Ursprung und Versorger ist. Daher wird die in den Artikeln und Zeugnissen zum Ausdruck gebrachte Inspiration voller Liebe und Erwartung so ausgedrückt und veröffentlicht, dass sie vermehrt und an die Denker verteilt werden kann, die bereit sind, den Segen der geistigen und moralischen Substanz der angeführten Ideen zu empfangen.

Erlebten die Jünger das Ereignis anders als die Menschenmenge? Alle scheinen etwas erhalten zu haben, denn die Bibel sagt uns, dass es körbeweise Überreste gab. Wir können annehmen, dass die meisten in der Menge dankbar waren, satt zu werden, doch sie haben vermutlich nicht so recht verstanden, was genau sie da miterlebt hatten. Das Denken der Jünger war schätzungsweise durch ihre enge Verbindung zu Jesus so weit vergeistigt, dass sie ein höheres Gesetz erkannten – und verstanden, dass Jesus die geistige Natur von Substanz demonstrierte, von der Fähigkeit der göttlichen Liebe, alles Gute reichhaltig bereitzustellen, und nicht nur Materie in mehr Materie zu verwandeln.

Dies illustriert, dass man durch Christus, die ewige göttliche Natur, die Jesus zum Ausdruck brachte, die geistige, uneingeschränkt gute Wirklichkeit des Daseins erkennen kann, einschließlich der unendlichen Natur wahrer Substanz, und sichtbare Beweise dafür erlebt. Mary Baker Eddy erklärt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „In der wissenschaftlichen Beziehung von Gott zum Menschen erkennen wir: Was einen segnet, segnet alle, wie es Jesus mit den Broten und Fischen zeigte – weil Geist, nicht die Materie, die Quelle der Versorgung ist“ (S. 206). Und weiter hinten in Wissenschaft und Gesundheit lesen wir: „Die göttliche Liebe segnet ihre eigenen Ideen und lässt sie sich vermehren – Seine Schöpferkraft offenbaren“ (S. 517).

Kehren wir zu meiner Erfahrung an jenem Samstag zurück. Später an dem Tag wurde ich krank und beschloss, einen ganzen Sentinel zu lesen, diesmal mit der bewussten Anerkennung aller darin enthaltenen geistigen Ideen und deren Fähigkeit, den Bedarf vieler zu decken. Ich „vermehrte“ und „verteilte“ mental die heilende Substanz und dachte dabei im Gebet an Angehörige, Freunde und Mitmenschen weltweit. Ich war dankbar, dass die heilende Macht dieser Ideen im Sentinel bezeugt und weitergegeben worden waren und nun allgemein vom göttlichen Gemüt bereitstanden – dem wahren Gemüt aller, das jedes Bewusstsein anspricht, inspiriert und leitet.

Als ich alles gelesen und die grenzenlose Reichweite der geistigen Wahrheit betrachtet hatte, die Christi Jesu Mission zugrunde lag, ging es mir fast wieder gut, und die vollständige Heilung folgte auf dem Fuß.

Rückblickend tut es mir leid, dass ich etliche Male Zeitschriften nicht gelesen oder nur das Inhaltsverzeichnis überflogen hatte und meinte, dass vieles nicht interessant für mich war. Jetzt bemühe ich mich, den Wert und das grenzenlose Potenzial für Heilung jedes Artikels und Zeugnisses zu erkennen. Und das schließt die heilende Mission des Christian Science Monitors mit ein, dessen Nachrichtenartikel immer das Augenmerk auf menschlichen Fortschritt lenken.

Ich betrachte diese Zeitschriften als Beweis für die Versorgung der göttlichen Liebe, die jederzeit vermehrt und verbreitet werden kann. Ich bete darum, dass auch andere sie finden, sich zu eigen machen und den Segen aus ihnen erkennen werden und die geistige Wahrheit annehmen, die die Christliche Wissenschaft verdeutlicht.

Die Frage nach der Bereitschaft, die Botschaft zu verbreiten, stellt sich in meinem Denken allerdings auch weiterhin. Reicht die Erkenntnis von dem unendlichen Wert dieser Ideen aus? Nein. Ich habe mir vorgenommen, wenigstens einen Gedanken aus jeder Ausgabe an mindestens eine Person weiterzugeben und so oft wie möglich ganze Artikel, Zeugnisse oder Hefte weiterzuleiten. Ich würde sehr gern diese wertvollen, mächtigen Ideen an mehr heutige Denker weitergeben. Bin ich startbereit?

Man ist oft versucht, in Gedanken in Bezug auf „nicht genug Zeit“ oder „Angst vor Widerstand“ zu verfallen, um das Zögern zu rechtfertigen, diese Dinge nicht aktiver zu verfolgen. Also frage ich mich: Betrachte ich mich als berufenen Christlichen Wissenschaftler des zweiten Jahrhunderts? Erkenne ich, dass das, was ich als Zeitmangel bei mir oder Widerstand in anderen wahrnehme, in Wirklichkeit der Widerstand in meinem eigenen Denken ist, andere als bereit – ja, sehr empfänglich – für eine neue Lebensperspektive zu sehen? Akzeptiere ich, dass das Weitergeben des Wortes Gottes meine Lebensaufgabe ist, eine Demonstration meiner Jüngerschaft, und dass die Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft ein göttlich inspiriertes Mittel sind, durch das geistige Erkenntnisse und der Beweis ihrer umwandelnden und heilenden heutigen Macht verbreitet werden?

Ich kann diese Fragen nicht alle so nachdrücklich bejahen, wie ich das gern täte, doch die Bereitschaft, diese Fragen zu stellen und den Wunsch nach einer positiveren Bejahung zu hegen, ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin dankbar, dass ich zumindest wacher dafür bin, den Wert der verlegerischen Tätigkeit der Kirche Christi, Wissenschaftler, zu erkennen, ihren göttlichen Ursprung, ihre Substanz und ihren Zweck, und unsere gemeinsame Gelegenheit wahrzunehmen, die darin enthaltenen geistigen Ideen im menschlichen Bewusstsein und Erleben vermehrt zu sehen – Gottes Macht zu manifestieren.

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden.“ Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, dass der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

– Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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