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Original im Internet

Heilung von Wunden

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. Juni 2019


Ich bin sehr dankbar für bedeutende Beweise von Heilung in meinem Leben und die Klarheit, dass Heilungen durch das Verständnis von und Vertrauen auf Gott als allmächtig und allgegenwärtig bewirkt werden. In zwei Fällen ging es um offene Wunden, die sehr schnell geheilt wurden.

In meinem letzten Schuljahr fuhr ich mit einem Freund eine Stunde weit zu einem Einkaufszentrum. Als wir ankamen und ausstiegen, drückte ich von innen auf die Zentralverriegelung und warf die Autotür zu. Allerdings hatte ich die Hand nicht rechtzeitig weggenommen und klemmte mich in der Tür ein. Es gelang mir nicht, die Tür zu öffnen, denn der Schlüssel lag nun unten in meiner Handtasche und war mit einem Arm nur schwer zu erreichen.

Ich wollte meinen Freund nicht erschrecken, indem ich aufschrie, und ich wollte auch nicht, dass er Angst bekam. Also wartete ich geduldig, bis er um das Auto herumgegangen war, erklärte ihm ruhig, dass alles OK war, und bat Gott aus ganzem Herzen um Hilfe. Mein Freund fand den Schlüssel in der Handtasche und schloss das Auto auf.

Ein kurzer Blick zeigte mir, dass auf einem Finger eine Wunde klaffte, die ein großer Metalldorn verursacht hatte. Da die Schmerzen furchtbar waren, bat ich den Freund, mir ein paar Minuten Zeit zu geben, um mich zu sammeln, und setzte mich wieder ins Auto. Ich wickelte die Hand so gut wie möglich in Papiertücher, anstatt mir die Verletzung näher anzusehen. Mein Freund war sehr besorgt und wollte mich ins Krankenhaus bringen, doch ich wollte uns den Spaß unseres Vorhabens nicht verderben und war sicher, dass Linderung durch Gebet eine viel effizientere und wirksame Herangehensweise sein würde. Er wartete still, während ich so gut ich konnte betete. Es tat sehr weh und ich hatte große Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren, doch ich war zuversichtlich, dass ich, wenn ich das Gebet des Herrn beten konnte, für den nächsten Schritt bereit sein würde.

Zuerst waren die einzigen Worte des Gebets, die ich sagen konnte, ohne zu den Schmerzen zurückzukehren: „Unser Vater“. Ich wiederholte diese Worte, bis ich verstand, dass Gott gegenwärtig war. Als ich zu „im Himmel“ kam, erkannte ich, dass Himmel, Harmonie, hier bei meinem Freund und mir war und Trost brachte. Ich musste nicht woanders hingehen, um Frieden zu finden. Ich musste nichts tun, als Gottes Liebe in mich einzulassen.

Wir waren zehn oder fünfzehn Minuten ganz still, während ich diese Zeile des Gebets ständig wiederholte, bis ich sicher war, dass ich die Verbindung zwischen Himmel und Erde sowie Gottes friedvolle und liebevolle Fürsorge wirklich verstand. Ich argumentierte, dass ich nie außerhalb von Gottes himmlischer Fürsorge gewesen war und dass somit nichts in der Materie einer Betrachtung würdig ist, das meine Aufmerksamkeit erhaschen will. Mit dieser Klarheit verschwanden die Schmerzen fast augenblicklich, wie wenn man einen Wasserhahn abdreht.

Ich sagte meinem Freund, dass ich jetzt bereit war, und versicherte ihm, dass ich an der Erste-Hilfe-Station vorbeigehen würde, um die Hand verbinden zu lassen. Dort wurde mir nahegelegt, ins Krankenhaus zu fahren, aber das Personal war bereit, mich vorübergehend zu „verarzten“. Ich bedankte mich sehr für die Fürsorge und versprach, die Wunde angemessen versorgen zu lassen. Mein Freund und ich verbrachten die nächsten Stunden ohne weitere Sorge um meine Hand.

Zu Hause wechselte mein Vater den Verband, während ich wegschaute. Ich wollte keinen körperlichen Fortschritt messen, denn ich wusste, wie sehr ich in meinem Verständnis von Gott bereits gewachsen war. Als ich an dem Abend betete, wurde mir klar, dass ich, wenn ich eine dauerhafte Heilung erleben wollte, wirklich verstehen musste, dass eine menschliche Verletzung meine geistige Identität nicht definiert. Ich musste einen Fehler nicht immer wieder durchleben, denn aus Gottes Sicht hatte ich Seine Fürsorge nie verlassen.

Eine Stelle, mit der ich als Schülerin häufig gebetet habe, ist auf Seite 463 von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy: „Eine geistige Idee enthält kein einziges Element des Irrtums, und diese Wahrheit entfernt alles Schädliche in der richtigen Weise.“ Ich argumentierte, dass Schmerzen und die Unfähigkeit, aufgrund eines Unfalls meine Hand zu benutzen, eindeutig schädlich waren. Diese Stelle sagte mir, dass ich als geistige Idee Gottes nicht dazu geschaffen sein konnte, zu versagen, zu straucheln oder unter Fehlern zu leiden. Wenn ich meine direkte Verbindung zu Gott verstehe, fällt alles, was dem allmächtigen Guten entgegengesetzt ist, einfach ab – und genau das passierte, wie ich freudig berichten kann.

Als mein Vater am nächsten Morgen den Verband wechselte, sagte er, dass er eigentlich unnötig war, denn die Wunde war fast vollständig verheilt. Ich war immer noch versucht, den Vorfall in meinem Denken nachzuspielen und menschlichen Fortschritt zu messen, also beschloss ich, den Verband den restlichen Tag über zu behalten. Am Abend nahm ich ihn ab, und wir freuten uns sehr zu sehen, dass die Heilung vollständig war. Es war unmöglich zu sagen, welcher Finger betroffen gewesen war, da die Hand kein einziges Anzeichen einer Verletzung zeigte!

Diese Erfahrung ebnete den Weg für eine andere bemerkenswerte Demonstration von der heilenden Macht, die Christus Jesus mit der Welt geteilt hat. Mein Vater und ich saßen in einem Boot und angelten. Meine Angel war ausgeworfen, und als wir abrupt die Richtung wechseln mussten, verstrickte sich die Angelschnur im Motor. Ich halte die Angelschnur gern mit einem Finger gegen die Angel, um besser spüren zu können, wenn etwas anbeißt, doch bevor ich verstand, was passierte, schnitt die Angelschnur meinen Finger bis auf den Knochen auf, weil die Schnur so schnell von der Spule gerissen wurde. Mein Vater und ich waren durch den Vorfall so unbesorgt, dass wir uns ansahen und laut lachten. Ich schaute auf den Finger und sah buchstäblich, wie die Haut sich innerhalb von Sekunden wieder zusammenfügte. Ich zeigte den Finger hoch und dankte meinem Vater für seine sofortigen Gebete. Er antwortete lachend, dass er gar keine Zeit zum Beten gehabt hatte, aber wusste, dass die Gebete vom Morgen auch jetzt wirkten.

Ich freue mich sehr, dass bei beiden Vorfällen keine Stelle auf meinen Händen zurückblieb als „Nachweis“, dass etwas geschehen war – keine Narben, um mich an Leiden zu erinnern, kein Bezug zurück zur Materie. Ich bin völlig frei und vertraue ganz darauf, dass Gottes heilende Macht und Gegenwart mich in allem beschützt und lenkt. Diese Demonstrationen von der heilenden Gegenwart des Christus und viele andere in meinem Leben beweisen, dass mir „übervoll“ mit Gutem eingeschenkt wurde (siehe Psalm 23:5). Was für ein Segen, dass wir so von Gott geliebt werden!

Angela Denson
Ballwin, Missouri, Vereinigte Staaten

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Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden.“ Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, dass der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

– Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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