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Original im Internet

So fand ich zur Christlichen Wissenschaft

Mein Erlöser lebt!

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 24. Mai 2019


Im College verletzte ich mir bei der Arbeit den Rücken. Wegen der chronischen Schmerzen verließ ich das College, und nach einer vierwöchigen medizinischen Behandlung im Krankenhaus erklärten mir die Ärzte, dass es keine Abhilfe gab. Ich war in einer liebevollen protestantischen Kirche aufgewachsen, wo ich viel über die Bibel gelernt hatte, doch diese Prognose brachte meinen Glauben an Gott ins Wanken. Ich konnte nicht verstehen, wie Gott das „zulassen“ konnte, wo ich doch so versucht hatte, eine gute Christin zu sein. Ich fragte mich, wie ich einen solchen Gott anbeten konnte.

Als ich am Ende meines Krankenhausaufenthalts in Verzweiflungstränen Gott anflehte, klang mein Gebet ungefähr so: „Gott, wenn Du da bist, hilf mir aus diesem Schlamassel. Ich mache alles, was Du von mir verlangst!“ Ich fühlte mich wie der Psalmist, der sang: „Als ich Angst hatte, rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott; da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren“ (Psalm 18:7).

Plötzlich empfand ich einen unvergesslichen überweltlichen Frieden. Ich sah mich innerlich an einem schönen Ort, anderen zu Diensten. Ich wischte mir die Tränen ab, und als ich wieder zu meinem Elternhaus zurückkehrte, stellte ich Freunden, die gläubig waren, die Frage: „Kann Gott meine Krankheit heilen?“

Eine Freundin, die die Christliche Wissenschaft studierte, schickte mir einen Brief voller Verheißung der Heilung eines jeden Problems, denn sie schrieb: „Gott ist gut.“ Andere sagten, meine Schmerzen rührten daher, dass ich gesündigt hatte und das Problem verdiente – dass Gott mir „eine Lektion erteilte“. Obwohl ich in der Vergangenheit nicht alles richtig gemacht hatte, konnte ich einfach nicht glauben, dass ich dafür mit chronischen Schmerzen bestraft werden sollte.

Meine Mutter, die einen sehr schlechten Eindruck von der Christlichen Wissenschaft hatte, war verreist, als ich einen Leseraum der Christlichen Wissenschaft und eine örtliche Kirche Christi, Wissenschaftler, besuchte. Bei ihrer Rückkehr hatte ich die wöchentliche Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft studiert, die aus Stellen aus der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schriftvon Mary Baker Eddy besteht. Zu meiner Überraschung sagte meine Mutter: „Wenn es dir hilft, mach weiter!“

Ich verbrachte das folgende Jahr damit, die Christliche Wissenschaft zu studieren in der Hoffnung, dass ihre heilende Botschaft wahr ist. Die Mitglieder der Kirche beantworteten geduldig meine Fragen, und ich las Heilungszeugnisse in den Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft. Ich staunte, dass Menschen von allen möglichen Problemen geheilt worden waren, darunter medizinisch unheilbare Krankheiten. Ich lernte, dass Heilung, wie Christus Jesus es lehrte und praktizierte, kommt, wenn man Änderungen im menschlichen Bewusstsein und Charakter zulässt; es geht nicht einfach darum, Linderung von Schmerzen oder Not zu suchen. Moralische, mentale und physische Änderungen finden aufgrund eines zunehmenden Verständnisses von Gott statt.

Die Christlichen Wissenschaftler beschreiben das Wesen Gottes in sieben Namen für Gott, die in Wissenschaft und Gesundheit aufgeführt sind: Leben, Wahrheit, Liebe, Geist, Seele, Gemüt und Prinzip. Ich lernte, dass ich als Gottes Kind alle Seine Eigenschaften widerspiegele; sie sind geistig. Da Gott Liebe ist, bin ich wahrhaft liebevoll und vollständig von Gott geliebt. Da Gott Wahrheit ist, ist mein wahres, geistiges Wesen ehrlich, und es ist ganz natürlich, Ehrlichkeit und Güte in anderen wahrzunehmen. Ich lernte außerdem, dass Böses und Krankheit mir nicht gehören. Materielle Zustände scheinen vielleicht Gottes Güte zu widersprechen, indem sie die Wirklichkeit von Schmerzen und Behinderung propagieren, doch das materielle Bild ist trügerisch und definiert uns nicht.

Doch das wichtigste Konzept: dass Geist, Gott, alles ist – dass Materie keine Substanz hat und unwirklich ist –, fand ich schwer zu verstehen. Es schien so vollständig anders zu sein als das Konzept einer konkreten materiellen Wirklichkeit, das ich in der Schule gelernt hatte.

Als ich über mehrere Monate mein Studium der Christlichen Wissenschaft fortsetzte, erlebte ich Heilungen von angespannten Beziehungen und Schutz vor Gefahr, und ich gewann neue Hoffnung. Doch die ersehnte körperliche Heilung fand nicht statt. Dann wurde ich zu einem Jugendtreffen Christlicher Wissenschaftler an einer großen Universität eingeladen. Meine Rückenschmerzen waren nicht besser, doch ich konnte teilnehmen.

Dort fragte ich einen Physikprofessor (der auch Christlicher Wissenschaftler war): „Wie können Sie als Physiker glauben, dass es keine Materie gibt und dass Geist die einzige Wirklichkeit ist?“ Seine Antwort überraschte mich. Er erklärte, dass man bei näherem Hinsehen feststellt, dass die Materie gar keine Substanz hat. Und dann sagte er, dass er als Christlicher Wissenschaftler diese Erkenntnis noch weiter fortsetzte und die Tatsache bezeugte, dass wir in einem Universum des Geistes, der göttlichen Liebe, leben.

Für mich bedeutete dies damals, dass die Eigenschaften Gottes, die ich seit mehr als einem Jahr studierte – der Ausdruck der Natur Gottes als geistiges Leben, geistige Wahrheit und Liebe – die allgegenwärtige Wirklichkeit des Universums sind.

Das war ein Aha-Erlebnis für mich, und als ich auf dem Heimflug die Sterne betrachtete, fühlte ich die universale Gegenwart der Liebe, ähnlich der Vision, die ich Jahre zuvor im Krankenhaus gehabt hatte. Am nächsten Morgen konnte ich mich bei der Hausarbeit bücken – das hatte ich jahrelang nicht gekonnt –, und ich merkte, dass meine Rückenschmerzen verschwunden waren. Ich war überglücklich. Als der Arzt, der mich im Krankenhaus behandelt hatte, von meiner Mutter hörte, dass ich durch die Christliche Wissenschaft geheilt worden war, sagte er: „Wundervoll! Meine Großmutter war Praktikerin der Christlichen Wissenschaft.“ Die Heilung ist von Dauer.

Nach dieser Heilung trat ich einer Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, bei. Ich nahm wieder an Aktivitäten teil, die aus ärztlicher Sicht unmöglich erschienen waren – Laufsport, Reiten, Skilaufen – und brachte später zwei gesunde Kinder zur Welt. Es hat seit der Heilung viele Gelegenheiten zu Hilfeleistungen im Geschäftsleben, im Bildungswesen, in ehrenamtlicher Arbeit und zum Gebet für andere gegeben, sodass meine ursprüngliche Vision eines Lebens im Dienst anderer wahr geworden ist.

Wenn ich heute von Furcht oder Zweifeln versucht werde, denke ich an die Zeit gebetvoller Arbeit zurück, als die Heilung in weiter Ferne zu sein schien. Und ich kann freudig sagen: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (Hiob 19:25).

Terese Reiter Messman

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden.“ Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, dass der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

– Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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