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Original im Internet

Sie sind keine Fälschung, sondern echt!

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 11. Juni 2019


Als ich fünf war, wollte ich unbedingt bestimmte Sandalen haben, aber meine Mutter erlaubte das nicht. Also stellte ich meine eigenen Sandalen aus dem her, was ich hatte: Einwickelpapier, Klebestreifen und Heftklammern. So einfallsreich das gewesen sein mag, war doch das Endprodukt verständlicherweise weder funktionstüchtig noch haltbar. Meine Papiersandalen waren mit dem Original nicht annähernd zu vergleichen.

Ich musste unlängst daran denken, als ich über einen Punkt nachdachte, den die Christliche Wissenschaft lehrt: dass Materie und göttlicher Geist nicht beide wirklich und substanziell sein können. Da Gott alles und Geist ist, kann nur Geist wirklich sein und wahre Substanz haben. Die Materie ist so weit von Geist entfernt, dass sie schlicht und einfach unwirklich ist.

Im ersten Kapitel der Genesis in der Bibel heißt es, dass Gott den Menschen nach Seinem Bild und Gleichnis erschaffen hat, das geistig und uneingeschränkt gut ist. Das zweite Kapitel enthält einen anderen Schöpfungsbericht, der mit dem ersten nicht übereinstimmt: Gott wird fälschlich als Schöpfer des sterblichen Menschen dargestellt, der widersprüchlichen materiellen Gesetzen von Gesundheit und Glück unterliegt und dann aufgrund einer Übertretung dieser sogenannten Gesetze leidet.

Doch genau wie meine Papiersandalen nicht die echten Sandalen waren, stimmt diese materielle Vorstellung von Identität nicht mit uns überein. Mary Baker Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift in einem Absatz mit der Randüberschrift „Die menschliche Fälschung“: „Was ist dann die materielle Persönlichkeit, die leidet, sündigt und stirbt? Sie ist nicht der Mensch, das Bild und Gleichnis Gottes, sondern die Fälschung des Menschen, das umgekehrte Gleichnis, das Ungleichnis, das Sünde, Krankheit und Tod genannt wird. Die Unwirklichkeit der Behauptung, ein Sterblicher sei das wahre Bild Gottes, wird durch die gegensätzliche Natur von Geistund Materie, von Gemüt und Körper veranschaulicht, denn das eine ist Intelligenz, während das andere Nicht-Intelligenz ist“ (S. 285).

Ich gelangte kürzlich zu einer klareren Sichtweise dieser Fakten – einem besseren Verständnis von unserer fehlerlosen geistigen Natur –, die Erkältungssymptome augenblicklich vertrieb. Als sich eines Abends diese Symptome zeigten, war ich erst mutlos wegen des erwarteten zweiwöchigen Unwohlseins.

In der Zeit las ich gerade Wissenschaft und Gesundheit, und an dem Abend beschloss ich, trotz der angegriffenen Gesundheit die Seiten zu lesen, die ich mir für den Tag vorgenommen hatte. Ich bin froh darüber, denn auf diesen Seiten fand ich die Engelsbotschaft der Inspiration, die ich brauchte: „Der Traum von Krankheit wird zerstört, wenn wir verstehen, dass Krankheit vom menschlichen Gemüt gebildet wird, weder von Materie noch vom göttlichen Gemüt“ (S. 396).

Ich begriff, dass das sterbliche Gemüt (ein Begriff, der die Fälschung Gottes, des göttlichen Gemüts, beschreibt) uns einreden will: „Gott ist nicht der einzige Schöpfer. Ich kann den Menschen auch erschaffen! Erst mache ich die Materie und dann stelle ich Mann und Frau daraus her. Und dann bestrafe ich sie und verurteile sie zu unausweichlichem Kranksein.“ Doch das ist eine Fälschung – eine grobe, verkehrte Imitation – des wahren, geistigen Menschen, den Gott gemacht hat, kennt und aufrechterhält. Wir lesen in Wissenschaft und Gesundheit: „Die groben Schöpfungen des sterblichen Denkens müssen schließlich den herrlichen Formen Raum geben, die wir manchmal in der Kamera des göttlichen Gemüts erblicken, wenn das mentale Bild geistig und ewig ist“ (S. 264).

Mir wurde sehr klar, dass ein kranker Sterblicher nicht meine wahre Identität ist, sondern eine Fälschung. Wahre Identität kann nicht aus Materie bestehen und der Ausdruck des unendlichen Geistes sein, kann nicht eine Fälschung unddas Original sein. Welches davon sind wir? Wir sind ewiglich in der göttlichen Liebe geborgen, deren Christus-Licht unsere wahre, geistige Natur erhellt. Ich konnte also nicht erkältet sein – man kann Geist oder der Schöpfung und dem Ausdruck des Geistes nichts Materielles anhängen. Die materielle Fälschung hatte nichts mit mir zu tun.

Die Symptome verschwanden augenblicklich. Ich war froh und frei und wusste, dass ich geheilt war. Die nächsten Tage bestätigten diese Freiheit, denn ich hatte keine weiteren Symptome. Das war eine klare und sofortige Umkehr von Krankheit, und ich bin so dankbar!

Mrs. Eddy erklärt in Wissenschaft und Gesundheit, wie ihr die geistige Wahrheit mit Heilung offenbart wurde: „Als ich offensichtlich den Grenzen des sterblichen Daseins nahe war und schon im Schatten des Todestales stand, erkannte ich die folgenden Wahrheiten in der göttlichen Wissenschaft: dass alles wirkliche Sein in Gott, dem göttlichen Gemüt, ist und dass Leben, Wahrheit und Liebe allmächtig und immer-gegenwärtig sind; dass das Gegenteil von Wahrheit – Irrtum, Sünde, Krankheit, Leiden, Tod genannt – das falsche Zeugnis des falschen materiellen Sinnes, des Gemüts in der Materie, ist; dass dieser falsche Sinn der Vorstellung gemäß einen subjektiven Zustand des sterblichen Gemüts erzeugt, den dieses sogenannte Gemüt Materie nennt, wodurch es den wahren Sinn von Geist ausschließt“ (S. 108).

Wenn wir unsere wahre Identität als Gottes vollkommene, geistige Idee erkennen, werden die irrigen Ansprüche des sterblichen Gemüts ausgeschlossen und wir sind befreit von den sogenannten Gesetzen der Materie, die vorgeben, dass Krankheit unvermeidlich ist. Wir sind keine Fälschungen, wir sind echt – geistig, vollständig und frei!

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden.“ Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, dass der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

– Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.