Es war der letzte Tag meiner College-Studienreise nach Finnland. Ich hatte mich auf diesen Tag gefreut, denn wir hatten ihn frei und er war unsere letzte Gelegenheit, uns Helsinki anzusehen. Doch als ich morgens aufwachte, war ich sehr müde und hatte das Gefühl, krank zu werden. Ich nahm am Frühstück teil, fühlte mich hinterher aber schlechter als vorher.
Nach einem Schläfchen ging ich später am Morgen in den Keller, um eine neue Ladung Wäsche aufzusetzen. Plötzlich wurde mir übel und ich musste mich übergeben. Das machte mir Angst, denn ich war allein im Keller und fühlte mich so krank.
Meine Eltern sind Christliche Wissenschaftler, und so habe ich von klein auf die Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft besucht und in der Kirche mitgeholfen. Allerdings hatte ich mir die Christliche Wissenschaft erst zu eigen gemacht, als ich schon in der Oberstufe war. Das war der Zeitpunkt, an dem ich das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, von vorne bis hinten durchgelesen hatte. Ich hatte beim Lesen des Buches Heilungen erlebt, und die hatten mein Vertrauen in die Christliche Wissenschaft sehr gefestigt.
Deshalb war es in diesem angstvollen Augenblick natürlich für mich, Gott um Hilfe zu bitten. Ich fing an zu beten, indem ich bekräftigte, dass ich als Gottes Schöpfung vollkommen und nur von Harmonie umgeben bin. Von all den Dingen, die ich über Gott gelernt habe, bedeutet mir die Tatsache, dass Gott Alles ist, mit am meisten. Ich denke immer als Erstes an Gottes Allheit, denn damit wird alles andere ausgeschlossen. Nichts Schlechtes und Unharmonisches kann existieren, weil Gott, das Gute, allen Raum erfüllt.
Ich betete eine Weile in dieser Weise und konnte dann aufstehen und zurück in mein Zimmer gehen. Aber ich hatte immer noch Angst, denn am nächsten Tag musste ich eine 18-stündige Reise überstehen, und ich hatte keine Ahnung, ob ich dazu in der Lage sein würde.
Später am selben Tag fühlte ich mich wohl genug, um kurz mit einer Freundin etwas zu besorgen. Doch dann ging es mir wieder schlechter und ich musste mich übergeben, und all meine Angst kam zurück. Deshalb redete ich mit einer der Begleitpersonen und mit einer Freundin, die mit mir zusammen studierte. Diese Freundin und ich hatten während des Aufenthalts schon über andere Probleme zusammen gebetet, daher war es natürlich für mich, sie jetzt zu bitten, mit mir zu beten.
Sie schickte mir ein paar Ideen per SMS, die eine der Begleitpersonen ihr gegeben hatten, als sie während unseres Aufenthalts ein Problem hatte. Sie drehten sich um die Geschichte von Daniel in der Löwengrube (siehe Daniel 6), und meine Freundin schrieb, dass Daniel nach einer ganzen Nacht unverletzt aus der Grube hervorgekommen war. Und er hatte dem König gesagt, dass Gott den Löwen den Rachen zugehalten hatte, weil er unschuldig war. Meine Freundin schrieb, dass ich auch unschuldig war. In Gottes Augen war ich vollkommen, vollständig, makellos und unschuldig, egal was eine Anschuldigung bzw. Krankheit auch behaupten würde.
Der Gedanke, dass ich unschuldig war, und die Überlegung, wie Gott uns sieht – dass wir schon vollkommen sind –, machten wirklich Eindruck auf mich und befreiten mich von dem Gefühl, ich sei für die Heilung verantwortlich. Das half mir, aus dem Teufelskreis der Gedanken herauszukommen, dass ich dieses Problem bis zum nächsten Morgen beheben musste. Danach fühlte ich mich ganz in Gottes Händen, und ich wusste, dass ich Ihm meine Gesundheit anvertrauen konnte.
Ich dachte über dieses Konzept nach und betete damit, bis ich einschlief. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, konnte ich ohne unangenehme Nachwirkungen essen.
Doch damit waren die Segnungen noch nicht zu Ende. Wegen einer Änderung meiner Reisepläne verpasste ich versehentlich meinen Flug. Als ich den Fehler bemerkte, fühlte ich mich dumm. Doch die Inspiration meiner Gebete kam schnell zurück, und ich fühlte mich ruhiger und wusste, dass ich Gott auch in dieser Sache vertrauen konnte, weil ich unschuldig war.
Die Fluggesellschaft änderte meinen Flug ohne Aufpreis, und ich konnte mit meiner Gruppe zurückfliegen. Während der fast 24-stündigen Reise war ich nicht krank, und ich hatte ausreichend Energie, obwohl ich zuerst befürchtet hatte, erschöpft zu sein.
Es war einfach eine perfekte Heilung. Ich bin so dankbar.
Medara Udoekong
Ikpe Udok, Akwa Ibom State, Nigeria
