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Original im Internet

Wohllautendes

„Ich bin nicht beeindruckt“

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. September 2019


Als ich vor vielen Jahren meine erste Stelle als Lehrerin antrat, wurde ich Mitglied der örtlichen Kirche Christi, Wissenschaftler. Ich wurde sofort der Kinderbetreuung zugewiesen, wo Babys und Kinder betreut wurden, die noch nicht zur Sonntagsschule gingen. Kurz nachdem ich dort angefangen hatte, brachten Eltern einen schreienden zweijährigen Jungen herein. Er wollte eindeutig nicht bleiben, was seinen Eltern peinlich war. Ich setzte mich mit dem Kleinen hin und sah ihm in die Augen. Ich sagte ruhig und liebevoll: „Ich bin nicht beeindruckt. Du kannst schreien, so viel du willst, aber ich bin nicht beeindruckt. Weißt du warum? Weil du Gottes schönes, fröhliches Kind bist. Das beeindruckt mich.“

In dieser Art sprach ich weiter zu ihm, und kurz darauf beruhigte er sich. Seine Eltern gingen in den Gottesdienst. Der kleine Junge und ich hatten viel Spaß, und als seine Eltern wiederkamen, waren sie froh. Von da an kam der Kleine fröhlich und gern in die Kinderbetreuung.

Unlängst überanstrengte ich mich bei der Hausarbeit. Als ich mich schließlich hinsetzte, tat mir alles weh. Da fiel mir die obige Begebenheit ein, und ich sagte laut: „Ich bin nicht beeindruckt. Das, was ich heute getan habe, war hilfreich und nützlich. Was mich beeindruckt, ist die Idee, dass ich geistig gesehen Gottes geliebtes Kind bin.“ Nach wenigen Minuten hörten die Muskeln auf, wehzutun.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, verwendet in diesem Satz Gemüt als einen anderen Namen für Gott: „Wenn man begriffen hat, dass der geistige Sinn und nicht der materielle dem Menschen die Eindrücke übermittelt, die vom Gemüt kommen, dann wird das Sein verstanden und als harmonisch erkannt werden“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 214). Durch unseren geistigen Sinn können wir also erfolgreich die materiellen Sinne durchschauen und nur von Gott, Gemüt, beeindruckt sein, der uns den genauen Eindruck von uns und unserer Umgebung vermittelt.

Als Christliche Wissenschaftler lernen wir, dass das, was die materiellen Sinne uns sagen, nicht wahr ist. Wir kennen das aus der Erfahrung mit Illusionen, Täuschungen, Missverständnissen, Luftspiegelungen und verzerrten Bildern. Das einzig Korrekte ist der geistige Sinn. Wir kennen das aus der Erfahrung mit Liebe, Integrität und Ehrlichkeit. Wenn das 1. Buch Mose sagt, dass der Mensch als Gottes Bild und Gleichnis geschaffen wurde, dann bezieht sich das auf Gott als Geist (nicht Materie) und auf den Menschen dementsprechend als geistig (nicht materiell). „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ (1. Mose 1:27).

Somit ist es unsere Herausforderung, nicht von dem beeindruckt zu sein, was die materiellen Sinne uns vorgaukeln, ob es sich um ein schreiendes Kind oder schmerzende Muskeln handelt. Beide Bilder sind falsch und müssen durch den geistigen Sinn berichtigt werden. Nur der geistige Sinn kann uns beeindrucken. Wenn wir das klar erkennen und anstandslos und uneingeschränkt darauf vertrauen, werden sich rebellierende Kinder, schmerzende Muskeln wie auch sonstige Störungen beruhigen, und Frieden und Gesundheit werden wiederhergestellt.

Celia Nygard

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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