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Original im Internet

Können geistige Ideen unsere täglichen Bedürfnisse stillen?

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 17. Oktober 2019


Das Konzept, dass geistige Ideen unsere täglichen Bedürfnisse stillen, ist von großem Wert. Doch wie lässt sich das praktisch beweisen? Zunächst einmal machen etliche Berichte in der Bibel deutlich, was möglich ist.

Im ersten Buch Könige lesen wir zum Beispiel, dass der Prophet Elia während einer schlimmen Trockenheit genügend zu essen und zu trinken bekam (siehe 17:2–16). Wir lesen da: „Das Wort des Herrn erging an ihn: ‚Geh weg von hier, wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit ...‘ Er ging hin und tat nach dem Wort des Herrn.“ Raben brachten ihm Nahrung und der Bach stellte Wasser bereit. Und als der Bach wegen der Dürre vertrocknete, schickte Gott Elia nach Zarpat, wo Er einer Witwe aufgetragen hatte, ihn zu versorgen. Elia lauschte auf diese gottinspirierten Gedanken und befolgte sie, und so war nicht nur er versorgt, sondern auch die Witwe.

Es gibt in den Schriften von Mary Baker Eddy, der Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, eine Stelle, die oft bei einem augenscheinlichem Mangel an Versorgung oder Einkommen herangezogen wird: „Gott gibt euch Seine geistigen Ideen, und sie wiederum geben euch, was ihr täglich braucht (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 307).

Die Wahrheit dieser Aussage zeigte sich in folgender Erfahrung. Eine Frau bat einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft, hinsichtlich ihres Beratungsunternehmens für sie zu beten. Ihr seit zehn Jahren bestehender größter Kunde, der ca. die Hälfte ihres Einkommens ausmachte, hatte beschlossen, den Vertrag nicht zu verlängern, und sie hatte noch weitere Einkommenslücken. Sie verstand das nicht, denn sie hatte für diesen Kunden hart gearbeitet und im Laufe der Jahre eine gute Beziehung zur Geschäftsleitung aufgebaut. Alle Bemühungen, diesen großen Kunden zurückzugewinnen, waren fehlgeschlagen.

Der Praktiker stimmte zu, für die Frau zu beten, um eine Lösung für den augenscheinlichen Einkommensverlust ans Licht zu bringen. Sie sprachen über die Tatsache, dass es nur ein Gemüt, Gott, gibt, das alle Menschen widerspiegeln; Manipulation, um die Meinung des Kunden zu ändern, war nicht erforderlich. Sie mussten nicht „die Köpfe zusammenstecken“, denn alle Beteiligten spiegeln dasselbe göttliche Gemüt wider. Der Praktiker legte ihr nahe, für neue Möglichkeiten und Gelegenheiten, ihre Dienste anzubieten, offen zu sein, und wies sie auf das obige Zitat über Gottes tägliche Versorgung hin.

Der Frau kam um drei Uhr morgens der Gedanke, eine ehemalige Kundin zu kontaktieren, für die sie seit Jahren nicht gearbeitet hatte. Sie rief diese Frau später an und zu ihrer großen Freude sagte diese, sie habe gerade daran gedacht, sie anzurufen, um sie wieder zu beauftragen; der Vertrag sei bereits aufgestellt. Die neuen Leistungen waren sogar umfangreicher als das, was die Beraterin verloren hatte.

Am Tag darauf rief der andere Kunde an und bat erneut um ihre Dienste. Sie erhielt sogar eine Vorauszahlung, und damit hatte sie vor der Weihnachtspause ausreichend Geld.

Diese Demonstration von Gottes Liebe und Fürsorge bestätigt die Verheißung von Gott in Jesaja: „Bevor sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören“ (65:24) und liefert ein dynamisches Beispiel inspirierter Ideen, die zu Versorgung führen. Die Beraterin öffnete ihr Denken für Ideen über Gottes Fürsorge und Güte. Sie und ihre Kunden reagierten auf inspirierte Ideen, und der Bedarf aller Beteiligter wurde gedeckt.

Der Mensch ist als Bild und Gleichnis Gottes, des Geistes, erschaffen (siehe 1. Mose 1:26, 27) und ist somit vollkommen geistig. Also veranlassen Ideen von Gott – geistige Ideen – uns dazu, Gottes Güte und Allheit sowie unsere wahre, vollständige, geistige Identität zu bekräftigen, und damit werden unsere täglichen Bedürfnisse gestillt. Diese geistigen Ideen von Gott fließen ständig in unser Bewusstsein ein, und wir können sie erkennen und ausführen. Das ist wahres Einkommen: die Ideen, die beständig von Gott, der göttlichen Intelligenz, in unser Bewusstsein einfließen.

In einem anderen Fall wandte sich die Frau eines Professors an einen Praktiker, damit dieser für sie betete, während sie ihren Mann hinsichtlich eines bevorstehenden erheblichen Einkommensverlusts unterstützte, denn einer seiner Kurse sollte aufgrund geringen Interesses storniert werden. Nachdem sie und der Praktiker mit dem oben erwähnten Zitat aus Vermischte Schriften gebetet hatten, kam dem Professor die Idee, den Kurs online anzubieten, was damals ein ganz neues Format war. Innerhalb weniger Tage hatten sich über zweihundert Studenten angemeldet; es wurde nötig, den Kurs zu erweitern und zusätzliche Lehrkräfte hinzuzuziehen.

Christus Jesus sagt uns: „Euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn darum bittet. ... Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles zufallen. Darum sorgt euch nicht um den nächsten Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen“ (Matthäus 6:8, 33, 34).

Unsere Einheit mit dem Vater, der göttlichen Liebe, Gott, ist von Dauer und immer aktiv, und Gottes intelligente Fürsorge ist stets zur Hand. Die immer fließenden Ideen von Gott führen uns beständig zu dem, was wir tun müssen, und wenn wir zuhören und gehorchen, werden alle unsere Bedürfnisse gestillt. Die oben zitierte Stelle aus Vermischte Schriften geht weiter: „Bittet niemals für morgen; es ist genug, dass die göttliche Liebe eine immergegenwärtige Hilfe ist, und wenn ihr wartet und niemals zweifelt, werdet ihr jeden Augenblick alles haben, was euch not tut.“

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Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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