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Original im Internet

Für Jugendliche

Schmerzen den Einlass verwehren

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 9. September 2019


Es war ein herrlicher Frühlingstag. Die Luft war kühl und frisch, aber der helle Sonnenschein brachte Wärme. Doch als ich zur Bushaltestelle ging, stimmte etwas nicht. Meine Beine waren schmerzhaft und fühlten sich schwer an.

Mein erster Gedanke über die Schmerzen mag etwas seltsam klingen: Ich dachte, dass sie nicht wahr sein konnten, dass sie nicht Teil von mir waren. Das klingt vielleicht, als hätte ich das Problem geleugnet, aber ich belog mich nicht selbst. Ich wusste, dass ich keine Schmerzen zu haben brauchte, denn ich hatte in der Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft gelernt, dass ich Gottes Kind bin, vollkommen und geistig und absolut versorgt, und das bedeutet, dass ich immer sicher bin – und frei von Schmerzen.

Mir war bewusst, dass ich mit diesen Gedanken weiterbeten und Heilung bewirken konnte, doch immer, wenn ich zu beten versuchte, wurde ich von meinen Freunden oder den Aktivitäten der Schule unterbrochen. Ich beschloss, die Sache später konkret mit Gebet anzugehen, doch während ich Mathe, dann Spanisch, Naturkunde und schließlich Kunst hatte, versuchte ich, an der Tatsache festzuhalten, dass Gott diese Schmerzen nicht geschaffen haben konnte, denn Er ist nur gut. Da die Schmerzen nicht von Gott, der Allmacht, kamen, konnten sie überhaupt keine Macht haben.

Nach der Schule fing ich auf der zehnminütigen Busfahrt nach Hause an, sehr spezifisch für mich selbst zu beten. Ein Gedanke, der mir half, ist aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy: „Die göttliche Liebe hat immer jeden menschlichen Bedarf gestillt und wird ihn immer stillen“ (S. 494). Ich musste fähig sein, mich in der Schule zu konzentrieren, ohne von so etwas wie Schmerzen abgelenkt zu sein, und ich musste unbeschwert gehen können.

Ich stieg aus und ging die Straße entlang. Als ich fast schon zu Hause war, dachte ich an etwas, das wir in der Sonntagsschule besprochen hatten – Gott kennt unseren Bedarf und deckt ihn, bevor wir darum bitten. Und ich dachte darüber nach, die „Tür“ zu meinem Denken nur für gute Gedanken zu öffnen, nicht für böse. Ich begriff, dass Gott mir bereits alles gegeben hatte, was ich je brauchen könnte, also konnte das einzige, was bei diesem Guten anklopft, nur das Gegenteil sein, das Böse, und es gab keinen Anlass, die Tür aufzumachen.

Inzwischen war ich an der Haustür angekommen. Ich beschloss, meine Gebete auf das anzuwenden, was ich als Nächstes tun wollte. Ich warf die Schmerzen raus, von denen ich wusste, dass sie nicht zu mir gehörten, schloss die Tür auf, ging hinein und machte die Tür hinter mir zu – buchstäblich und im übertragenen Sinn. Von dem Moment an war ich frei von Schmerzen, und das ist so geblieben.

Ich habe aus dieser Heilung gelernt, dass es mir hilft, die Tür vor einem Problem viel schneller zu verriegeln, wenn ich mich ganz auf Gebet konzentriere.

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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