Vor vielen Jahren wurden mein Mann, unsere vier Söhne und ich im Sommer von guten Freunden eingeladen, einen Tag in ihrem Strandhaus zu verbringen. Als wir alle aus dem Auto stiegen, bat mich einer unserer Söhne, kurz zu bleiben, denn er wollte mir einen Gedanken mitteilen, den er in der aktuellen Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft gelesen hatte. Er handelte davon, dass Gott überall ist, wo wir uns aufhalten mögen.
Während unseres Besuchs beschlossen dieser Sohn und ich, schwimmen zu gehen. Das Wasser war glatt, und wir hatten viel Spaß. Doch nicht lange danach formte sich eine Rippströmung – etwas, das ich noch nie erlebt hatte, obwohl ich jahrelang im Wassersport aktiv gewesen war und zu wissen meinte, wie ich mich im Wasser zu verhalten hatte.
Als mich die Strömung vom Ufer wegtrug, dachte ich an das, was unser Sohn mir beim Aussteigen aus dem Auto gesagt hatte – dass Gott überall ist, wo wir uns aufhalten mögen. Immer wenn sich die Wellen über mir brachen, fühlte es sich an, als würde ich unter die Wasseroberfläche gesaugt. Ich konnte kaum genug Luft holen. Da fiel mir eine Zeile aus einem Lied ein, die im englischen Original so lautet: In der Atmosphäre der göttlichen Liebe leben, weben und atmen wir. Die entsprechende Zeile im deutschen Liederbuch der Christlichen Wissenschaft heißt: „In Gottes Liebe leben wir und wachsen und gedeihn“ (H., Nr. 144, Adapt., Übers. © CSBD). Das war genau das, was ich brauchte, und es half mir, weniger Angst zu haben.
Doch jetzt hatte ich meinen Sohn aus den Augen verloren. Plötzlich rollte eine weitere Welle über mich. Diesmal konnte ich mich allerdings über der Wasseroberfläche halten, sodass ich einen tiefen Atemzug machen konnte. Als ich dann aber versuchte zu schwimmen, wurde ich wieder herumgeworfen und war nicht sicher, in welche Richtung ich mich bewegte.
Ich betete weiter in dem Wissen, dass Gottes Hand Stellen erreichen kann, die für den Menschen unerreichbar sind, und auf einmal hatte ich eine Intuition, meine Hand so hoch aus dem Wasser zu strecken, wie ich nur konnte. Mein Sohn sah das, schwamm zu mir und zog mich aus der Rippströmung. Er war besser mit den Wellen fertiggeworden als ich und half mir an Land, wo ich atmen und einfach still im Sand liegen konnte.
Ich hatte noch nie eine so beängstigende Erfahrung gemacht, bei der ich kaum einen Augenblick hatte, um zu entscheiden, was ich tun sollte. Doch selbst hier wusste ich, dass Gottes Liebe mich in jedem Moment führte und unterstützte. Ich bin so dankbar für die zahlreichen Heilungen, die meine Familie und ich über die vielen Jahre erlebt haben, seit wir die Wahrheitsinhalte der Christlichen Wissenschaft leben und anwenden.
Es war mir eine Ehre, meine ehemalige Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, jahrelang in verschiedenen Ämtern aktiv zu unterstützen, darunter als Leserin, als Mitglied des Vorstands und als Sonntagsschullehrerin. Alle diese Erfahrungen haben mein Verständnis gefestigt, dass Gottes Liebe immer gegenwärtig ist und dass daher eine Heilung garantiert ist.
Ich bin so dankbar für Christus Jesus, unseren Wegweiser, und für unsere Führerin Mary Baker Eddy.
Edna B. Craft
Santa Barbara, Kalifornien, Vereinigte Staaten
