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Original im Internet

Die einzig bedeutsame Bibelübersetzung in der Christlichen Wissenschaft

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. Juli 2025


Mir ist unlängst ein Tagebuch meines Vaters in die Hände gefallen, der den Zweiten Weltkrieg als Teenager in Deutschland erlebt hat. Die erste Seite enthält nichts als eine Spalte mit Zahlen und Buchstaben. Ich habe sie sofort als Stellenangaben der Bibellektionen erkannt, die aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft abgeschrieben worden waren. Die Christliche Wissenschaft war während des Krieges von den Nationalsozialisten verboten worden, und ich habe viele Berichte gehört und gelesen, wie Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das jeweils aktuelle Vierteljahresheft auf den unglaublichsten Wegen nach Deutschland schmuggelten. Zu wissen, dass sie dieselbe Lektion lasen und davon gestützt wurden, wie alle Christlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt, die diese studierten und umsetzten, war den Mitgliedern eine große Stärkung. Es bedeutete ihnen viel, Zugang zur aktuellen Lektion zu haben. Die konkrete Möglichkeit, an einem vereinten, auf Gebet beruhenden Streben mitzuwirken, in einer durch Kriege zerstörten Welt Frieden zu verbreiten, gab ihnen Hoffnung und eine Zielsetzung. Sobald die Lektionen in Deutschland angekommen waren, wurden die Stellenangaben so abgeschrieben, dass sie für Außenstehende aussahen wie eine einfache Liste von Zahlen. Anschließend wurden sie durch ein geheimes Netzwerk überall im Land verteilt. So etwas sieht man sonst nur in einem spannenden Spionagefilm.

Doch als ich dann weiterblätterte, erlangte ich eine klarere Vorstellung davon, was diese Bibellektionen für die jeweiligen Personen bedeuteten. Die erste Eintragung im Tagebuch meines Vaters war: „Das Schießen ist noch bedeutend näher gekommen.“ Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken, als ich das las und mir vorstellte, was mein Vater als Sechzehnjähriger in einem Kriegsgebiet durchgemacht hat, aus dem er nicht fliehen konnte. Beim Nachlesen einiger Stellen aus der Bibellektion auf der Seite davor verstand ich schnell, wie viel es den Menschen bedeutet haben muss, Zitate wie beispielsweise Psalm 40:12 zu lesen: „Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir nehmen; lass deine Güte und Treue mich überall behüten.“ Das war kein Film, sondern das, was er und so viele andere im Alltag erlebten. Und die Worte aus der Bibellektion waren mehr als nur beruhigende Aussagen. Sie waren eine Rettungsleine, sprachen ihr Herz direkt an und schenkten ihnen Kraft in großer Not. 1939, vor Ausbruch des Krieges, gab es in Deutschland 84 Kirchen und Vereinigungen der Christlichen Wissenschaft. Während des Krieges war diese Zahl auf Null gesunken. Doch nur fünf Jahre nach Kriegsende gab es 119.

Das ist bei Berichten wie diesem eine sehr wichtige Erkenntnis. Bei solchen Erfahrungen geht es um mehr als unsere Beziehung zu einem Buch mit Namen Bibel. Es geht darum, den Gott, der Menschen dazu inspiriert hat, die Bibel überhaupt zu verfassen, wirklich und konkret selbst zu erleben.

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