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Original im Internet

FÜR JUNGE LEUTE

Erschöpft?

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 31. August 2026


Betreuer im Sommerlager zu sein ist keine Kleinigkeit. Man muss Hürden überwinden, fühlt sich in den schwierigsten Augenblicken erschöpft, und Unannehmlichkeiten erscheinen riesig, wenn sie plötzlich auftreten. Die Arbeit kann sehr lohnend, aber auch wahnsinnig anstrengend sein. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Im vergangenen Sommer war ich zum ersten Mal Betreuer in einem Sommerlager für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Obwohl ich konsequent bestrebt war, mein Bestes zu geben, und versuchte, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein gutes Vorbild zu sein, hatte ich das Gefühl, in einigen Bereichen meiner Arbeit keine Höchstleistungen zu erbringen. Ich versuchte, Energie und Einsatz so auszudrücken, wie die Betreuer, die ich in meiner Zeit als Teilnehmer bewundert hatte, aber ich war jeden Abend total ausgelaugt. Die Erschöpfung zusammen mit der Sorge um eine Krankheit, die die Runde machte, zeigten mir, dass eine Änderung in meinem Denken nötig war.

Als ich anfing, wirklich erschöpft zu sein, und Halsschmerzen bekam, ging ich in die Pflegehütte des Sommerlagers – einen Ort für Teilnehmende und Betreuer, die Ruhe, Unterstützung oder eine Behandlung in der Christlichen Wissenschaft brauchen.

Als ich mich in der Pflegehütte ein wenig ausruhte, konnte ich auch mit einer Praktikerin der Christlichen Wissenschaft reden, die dort war. Die Gebete von Praktikerinnen und Praktikern hatten mir schon mehrmals geholfen, deshalb war ich sehr daran interessiert zu hören, was diese mir zu sagen hatte. Sie schlug ein Buch von Mary Baker Eddy mit dem Titel Vermischte Schriften 1883–1896 auf und zeigte mir einen Artikel zum Thema Ansteckung. Obwohl ich müde war und mich nicht super gut fühlte, fand ich einige Stellen darin hilfreich.

Diese hat besonders Eindruck auf mich gemacht (S. 228–229): „Die Menschen glauben an übertragbare und ansteckende Krankheiten, sie glauben, dass man ihnen unter gewissen vorbereitenden und erregenden Ursachen unterworfen sei. Dieser mentale Zustand macht einen empfänglich für jedwede Krankheit, wann immer die Umstände eintreten, von denen man glaubt, dass sie die Krankheit hervorrufen. Glaubte man ebenso fest, dass Gesundheit ansteckend sei, wenn man mit gesunden Menschen in Berührung kommt, so würde man von deren körperlichem Zustand geradeso sicher angesteckt werden und mit besserer Wirkung als im Krankheitsfalle.“

Der letzte Satz änderte meine Sichtweise auf die Situation. Ich dachte an die anderen Betreuerinnen und Betreuer, die so viel Freude, Energie und Lebendigkeit zum Ausdruck brachten. Sie waren nicht niedergeschlagen, nur weil sie müde waren oder sich nicht in Hochform fühlten. Sie brachten diese Eigenschaften natürlich und gleichbleibend zum Ausdruck, nicht weil sie besonders stark oder fähig waren, sondern weil Gott, die Quelle aller Freude, Energie und Lebendigkeit, uns alle erschaffen hat. Dadurch, dass ich verstand, dass „Gesundheit ansteckend“ ist, konnte ich erkennen, dass diese „gesunden“ Eigenschaften wirklich „ansteckend“ sind und dass ich sie ebenfalls von Natur aus zum Ausdruck bringe. Sofort fühlte ich mich besser und tatkräftiger.

Am nächsten Tag war ich vollständig geheilt.

Zurück in meiner Hütte hielt ich nach all diesen „gesunden“, also guten Eigenschaften Ausschau, die die anderen Betreuer zum Ausdruck brachten, und fand Gelegenheiten, sie während des Tages ebenfalls widerzuspiegeln. Diese Heilung hat meinen ganzen Sommer verändert. Nicht nur war die Krankheit völlig verschwunden, sondern ich war auch die restliche Zeit im Sommerlager nicht mehr so schrecklich erschöpft und kränklich.

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und das neue Verständnis, das ich erlangt habe und das mir auf meinem Weg als Christlicher Wissenschaftler weitergeholfen hat.

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