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Original im Internet

Gottes Gesetz und die Praxis der Christlichen Wissenschaft

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 31. August 2026


Seit ich vor vielen Jahren die Christliche Wissenschaft kennengelernt habe, hat sich jeder Bestandteil meines Lebens verändert und verbessert, da ich diese göttlich logische Tätigkeit des Prinzips – das fest im inspirierten Wort der Bibel verankert ist und geistiges Heilen einschließt – in Anspruch nehme. Egal wie die menschlichen Umstände aussehen oder sich verändern mögen, Gottes Regierung des Universums mit Seinem erhabenen, gerechten und gnädigen Gesetz ist die stabile, beständige Grundlage für das Praktizieren der Christlichen Wissenschaft im Alltag.

Die Macht von Gottes Gesetz als göttliches Prinzip und göttliche Liebe in Tätigkeit wurde unter Beweis gestellt, als ich vor Jahren bei einem Motorradunfall schwere Verletzungen erlitt. Diese Erfahrung machte mir klarer deutlich, wie das göttliche Gesetz die Ungerechtigkeit von Unfall und Verletzungen berichtigt und auflöst. Da Gott zärtlich, gütig und all-gut ist, bringt Er weder Verletzungen, Unglück noch Chaos hervor. Er ist Geist und hat uns geistig nach Seinem Ebenbild erschaffen, und zwar zu dem gesegneten Zweck, Seine unendliche Freude, Sein Wohlbefinden, Seine Freiheit und Seinen Frieden unablässig deutlich zu machen.

Bei dem Unfall landete das Motorrad auf mir, wodurch mein Unterarm und meine Hand zerquetscht wurden. Ich trug auch andere Verletzungen davon. Die Augenzeugen wollten mich sofort ins Krankenhaus bringen, doch ich wollte mich wie schon seit vielen Jahren hinsichtlich der Heilung vollständig auf geistige Mittel verlassen, daher lehnte ich ab und bedankte mich für ihre Besorgnis. Meine Eltern wohnten in der Nähe, und so beschloss ich, dorthin zu gehen.

In den ersten Stunden nach dem Unfall waren die Schmerzen fast unerträglich. Mein Denken war aufgewühlt und auf mich selbst als eine aus materiellen Bestandteilen zusammengesetzte Struktur gerichtet, die nun in Unordnung gebracht worden waren. Auch meine Familie wollte mich ins Krankenhaus bringen.

Ich war am frühen Abend bei meinen Eltern angekommen, und einige Stunden später beschloss ich, in ein Zimmer zu gehen, um still allein zu beten. In den nächsten Stunden äußerten meine Eltern und zwei weitere Verwandte verschiedene Befürchtungen und drängten mich, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich versicherte ihnen, dass alles in Ordnung kommen würde, und sie ließen mich schließlich allein, damit ich die Sache auf rein geistiger Ebene ausarbeiten konnte.

Ich wandte mich von ganzem Herzen im Gebet an Gott, denn ich hatte weiterhin starke Schmerzen. Mehrere Stunden lang konnte ich dem Anschein nach nichts anderes tun als mich auf die vielen Segnungen und Heilungen zu konzentrieren, die ich erfahren hatte, seit ich die Christliche Wissenschaft studierte. Und dann wandte sich mein Denken plötzlich in einem Augenblick geistigen Lichts von Dankbarkeit zu geistiger Argumentation und Inspiration, die auf dem einzig wahren Gesetz – dem göttlichen Gesetz – beruhten. Das materielle sogenannte Gesetz behauptete, ich sei ernstlich verletzt. Das göttliche Gesetz sagte, dass ich unfähig bin, verletzt zu sein, da Gott, das unendliche, dauerhafte Leben, mein einziges Leben ist – vollkommen, vollständig, unbeschädigt. Mir kamen hell und klar diese Worte aus den Psalmen in den Sinn (30:11, 12; 31:2): „‚Herr, höre mich und sei mir gnädig! Herr, sei mein Helfer!‘ Du hast mir meine Klage in einen Reigen verwandelt ... Herr, auf dich traue ich, lass mich niemals beschämt werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit!“

In diesem Augenblick erkannte ich, dass Gottes Gnade keinen Platz für die Ungerechtigkeit eines Unfalls oder einer Verletzung übrighat. Ich fing an, mich zu freuen. Sofort dachte ich an diese Stelle in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, der Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft (S. 14): „Werde dir einen einzigen Augenblick bewusst, dass Leben und Intelligenz rein geistig sind – weder in noch von der Materie –, und der Körper wird keine Beschwerden äußern. Wenn du an einem Glauben an Krankheit leidest, wirst du entdecken, dass du augenblicklich gesund bist. Leid wird in Freude verwandelt, wenn der Körper von geistigem Leben, von geistiger Wahrheit und Liebe beherrscht wird.“

So wie die Gesetze der Musik denen, die Musik machen, nicht schaden, aber auch keine Fehler in ihrer Anwendung zulassen, so schützt die allmächtige Tätigkeit der geistigen Gesetze Gottes, des göttlichen Prinzips, die Menschheit, indem sie falschem, sterblichem Denken jeglichen Anspruch auf Gültigkeit, Ursache oder Macht entzieht. Das Gesetz der göttlichen Liebe ruft keinerlei Leiden hervor und lässt auch keines zu.

Als ich das verstand, hörte ich auf zu akzeptieren, dass ich verletzt war. Ich schloss vehement das Konzept meiner Identität als sterblich und Zufall und Verletzung unterlegen aus meinem Denken aus. Als ich dem aggressiven Gedanken an einen Unfall als wirklich den Zugang versperrte, konnte ich klarer erkennen, dass er nicht der Wahrheit entsprach, da er nicht von Gottes Gesetz des Guten hervorgerufen war, das keinen einzigen unharmonischen Bestandteil hat. Ich erkannte, dass das göttliche Gesetz ein sterbliches oder materielles vermeintliches Gesetz nicht zulässt.

Durch dieses inspirierte Gebet öffnete ich mich für die Erkenntnis, dass Gott die einzige Quelle meines Denkens und Handelns ist und somit mein gesamtes Sein nur harmonisch sein kann. Was für eine Freiheit und Gerechtigkeit in dieser machtvollen geistigen Tatsache enthalten sind!

Das führte mich zum Bewusstsein des Christus, der wahren Idee Gottes, wo alle Bestandteile der Existenz von Wahrheit strukturiert und geordnet und vom Gesetz des Lebens und der Liebe regiert werden. Ich war mir darüber im Klaren, dass ich Gottes allharmonische Gegenwart keinen Augenblick verlassen hatte. Ich verstand, dass das göttliche Leben, das einzig wahre Leben, das wir besitzen, hier bei mir war und ewiglich präsent ist.

Als ich auf diese Weise betete, verschwanden die Schmerzen sowie alle Anzeichen von Verletzungen und Knochenbrüchen in meinem Arm, und ich schlief gegen halb drei morgens ein. Die klare Erkenntnis von der Machtlosigkeit eines Unfalls und einer Verletzung entfernte die Ungerechtigkeit des Unfalls und seiner Nachwirkungen aus meinem Leben.

Sehr früh morgens klopfte mein Vater an und bat, reinkommen zu dürfen. Als ich die Tür öffnete, konnte er seinen Augen nicht trauen. Es gab keinerlei Anzeichen eines Unfalls an mir. Er sagte, jetzt könne er verstehen, warum ich auf die Wirksamkeit der Christlichen Wissenschaft vertraute, um Heilung zu erlangen.

Der sterbliche Glaube – den die Bibel die Gesinnung des Fleisches nennt und der dem Gesetz Gottes feindlich gesinnt ist (siehe Römer 8:7) – schließt die falschen Vorstellungen von Sünde, Krankheit und Tod ein. Er kann ebenso wenig ein Teil von uns sein, wie er ein Teil von Gott sein kann. Die Wirklichkeit und die Tätigkeit des göttlichen Gesetzes entfernen die Grundlage jedes falschen Denkens, wodurch auch dessen angebliche Fähigkeit verschwindet, uns in irgendeiner Weise zu identifizieren.

Mein tägliches Anwenden der Christlichen Wissenschaft zeigt mir auch weiterhin, dass wir uns von Gottes Gesetz regieren lassen und spüren können, wie es unser ganzes Leben versorgt. Inniges Gebet, wie mein Gebet zu Gott nach dem Motorradunfall, bedeutet, die Tür dauerhaft vor dem zu verschließen, was die materiellen Sinne uns mitteilen. Das bedeutet, sich zuversichtlich und verständig unserer wahren, geistigen Identität zuzuwenden, die ausschließlich auf Geist, Gott, beruht. Es bedeutet, auf die Botschaft der göttlichen Liebe zu lauschen, unsere Gedanken durch das Gesetz der Liebe lenken zu lassen und diesem Gesetz unser ganzes Leben zu unterstellen. Dieses Gebet öffnet uns für die geistige Inspiration und den Trost, die uns wiederherstellen und verändern und jeden menschlichen Bedarf decken.

Mrs. Eddy beantwortete in ihrem Buch Grundzüge der göttlichen Wissenschaft (S. 1) die Frage: „Wie würden Sie die Christliche Wissenschaft definieren?“ folgendermaßen: „Als das Gesetz Gottes, das Gesetz des Guten, das das göttliche Prinzip und die göttliche Regel der allumfassenden Harmonie auslegt und beweist.“ Das Gesetz von Leben, Wahrheit und Liebe – des göttlichen Prinzips – ist die Christliche Wissenschaft, und es ist vollständig gnädig und gerecht. Wir alle sind unter der absoluten Kontrolle des göttlichen Gesetzes, dessen alleiniger Zweck darin besteht, Harmonie ans Licht zu bringen. Seine tröstliche Gegenwart umgibt uns hier und jetzt und ist für jeden Menschen jederzeit verlässlich.

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