Mein intensives Studium der Bibel und von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy hat dazu geführt, dass ich im Leben deduktiv folgere, was bedeutet, dass ich mit einer Prämisse beginne und dann durch Folgerungen zu einem Schluss komme. Ist die Prämisse falsch oder weist sie Schwachstellen auf, dann weist das Ergebnis des deduktiven Folgerns ebenfalls Schwachstellen auf. Daher gibt es keine bessere Prämisse als Ausgangspunkt als Gott, der vollkommen ist. In 1. Mose 1 lesen wir, dass Gott alles erschaffen hat und dass der Mensch nach dem Bild und Gleichnis Gottes – vollständig geistig – erschaffen wurde. Gott stellte fest, dass Seine Schöpfung „sehr gut“ und nur gut war (siehe 1. Mose 1:26, 27, 31).
Da Gott das Prinzip und Leben aller Dinge und ausschließlich gut ist, muss der Mensch, Seine Widerspiegelung, ebenfalls ausschließlich gut sein, und das schließt gute Gesundheit ein. Jesus spielte auf diese Gesetzmäßigkeit an, als er sagte (Matthäus 5:48): „Darum sollt ihr vollkommen sein, so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“
Beim morgendlichen Duschen bemerkte ich vor mehr als zehn Jahren eine Schwellung auf meinen Hoden. Da ich in der Christlichen Wissenschaft erzogen worden bin, habe ich gelernt, dass Gebet und tägliche Kommunion mit Gott uns befähigen, uns bei allem, was einer Heilung bedarf, an Gott zu wenden. Also betete ich, um jegliche Angst, Schmerzen und aggressiven Vorstellungen über eine Krankheit zum Schweigen zu bringen.
Mein Verständnis davon, wie Gebet Heilung vollbringt, ist in der Bibel verankert. Wir lesen beispielsweise, dass König Hiskia todkrank war, aber durch sein demütiges Gebet zu Gott geheilt wurde (siehe 2. Könige 20:1–6). Christus Jesus bewies immer wieder die heilende Macht der Wahrheit und lehrte seine Jünger zu beten, indem sie zunächst in ihr Zimmer, d. h. ins Verborgene, gehen (Matthäus 6:6) und dann das beten sollten, was wir heute das Gebet das Gebet des Herrn nennen.
Ich bat außerdem eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, mich christlich-wissenschaftlich zu behandeln, was bedeutet, als Erstes jede Angst anzugehen und zu überwinden.
Eine konkrete Angst, die mich belastete, war Hodenkrebs. Ich erinnerte mich an einen Pflichtkurs in der Oberstufe im Bereich Gesundheitswesen, bei dem es darum ging, potenzielle Männerkrankheiten zu identifizieren. Dieser gutgemeinte Unterricht öffnete die Tür zu Angst und den Glauben an Krankheit, indem er inkorrekt induktiv folgerte. In der Logik wird Induktion als „Methode, bei welcher von einem besonderen, einzelnen Sachverhalt allgemeingültige Erkenntnisse abgeleitet werden“ definiert (dwds.de). In der göttlichen Wissenschaft ist es inkorrekt zu meinen, dass die materiellen Sinne jemanden zu schlechter Gesundheit verurteilen oder eine tödliche Krankheit kundgeben können. Jede Folgerung, die von den materiellen Sinnen ausgeht, führt zu mentaler Knechtschaft.
Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit (S. 226): „Ich wollte die Lahmen, die Tauben, die Stummen, die Blinden, die Kranken, die Sinnlichen und die Sünder aus der Sklaverei ihrer eigenen Auffassungen und aus den Erziehungssystemen der Pharaonen befreien, die heute wie damals die Kinder Israel in Knechtschaft halten.“
Ich wusste, dass ich frei von Angst, Krankheit und sogar dem Tod sein konnte, indem ich Gott besser verstand, so wie Jesus es uns versprochen hat, als er sagte (Johannes 8:32): „[Ihr] werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“
Die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit gab mir eine Grundlage dafür, ausschließlich Gottes Sicht auf mich in Erfahrung zu bringen; diese Sicht ist verlässlich, sicher und angemessen. Eine ausschlaggebende Nachricht, die mich beim Lesen von Wissenschaft und Gesundheit erreichte, lautete: „Ich bin kein Arzt! Aber ich bin ein Kind Gottes. Da ich kein Arzt bin, ist es nicht angemessen, mich medizinisch zu diagnostizieren, und ich sollte keine Zeit damit verbringen, Theorien über materielle Zustände aufzustellen.“ Als Kind Gottes verstand und vertraute ich Jesu Aussage: „Darum sollt ihr vollkommen sein.“ Dinge wie Schwellungen, Krebs, Angst, Zweifel usw. gehören nicht zu dieser Vollkommenheit und sind definitiv nicht „sehr gut“.
Ich war absolut überzeugt, dass Gott den Menschen nach Seinem Bild und Gleichnis vollkommen erschaffen hat. Christus Jesus verstand und demonstrierte dies, als er Heilungen vollbrachte. Daher wusste ich, dass ich nicht dafür bestraft werden konnte, auf dasselbe Verständnis der göttlichen Wissenschaft – allein auf Gott und Seinen Christus – zu vertrauen.
Mich beruhigte diese Aussage in Wissenschaft und Gesundheit, in der Mrs. Eddy schreibt (S. 381–382): „Christus Jesus verwarf den Irrtum, der für die Übertretung physischer Gesundheitsgesetze Strafen verhängen will; er hob die vermeintlichen Gesetze der Materie auf, die den Harmonien des Geistes entgegenstehen, die keine göttliche Vollmacht und nur menschliche Zustimmung als Bestätigung haben.“ Das sagte mir, dass Gottes Herrschaft das höhere Gericht ist, das materielle Gesundheitsgesetze ungültig macht, wenn man sich rechtmäßig an diese Instanz wendet.
Ich forderte und erwartete aktiv Heilung als mein göttliches Erbe. Außerdem forderte ich mein Recht ein, mit meiner gebetvollen Arbeit und der Arbeit der Praktikerin zufrieden zu sein, und ich vertraute uneingeschränkt darauf, dass die göttliche Wissenschaft wirksam und tätig war. Ich versuchte nicht länger, ein Problem in Ordnung zu bringen oder auch nur zu heilen, sondern arbeitete daran, mehr vom Leben, Gott, zum Ausdruck gebracht zu sehen. Mein Denken war so mit der Wahrheit von Gottes Allheit erfüllt, dass meine Angst – und damit die Schwellung – ganz und gar verschwunden war.
Als ich eine Woche später daran dachte, dass ich eine Heilung erlebt hatte, kehrte die Schwellung überaus deutlich zurück. Doch ich hielt unerschütterlich an allem fest, was ich über Gott gelernt hatte. Die körperlichen Sinne wollten mich einfach dazu verleiten, eine Lüge zu glauben, so wie der Teufel Jesus während seiner Zeit in der Wüste in Versuchung führen wollte (siehe Matthäus 4:1–11). Ich bestand darauf, dass Wahrheit, Gott, mich regiert, und die Schwellung verschwand in derselben Woche, diesmal für immer.
Durch diese Erfahrung habe ich gelernt, wie wichtig es ist, von Gott auszugehen und mithilfe deduktiver Folgerungen zu beten. Wir lesen in Wissenschaft und Gesundheit (S. 495): „Wenn die Illusion von Krankheit oder Sünde dich in Versuchung führt, dann halte dich unerschütterlich an Gott und Seine Idee. Lass nichts als Sein Gleichnis in deinem Denken weilen. Lass weder Furcht noch Zweifel deinen klaren Sinn und dein ruhiges Vertrauen trüben, dass die Erkenntnis des harmonischen Lebens – wie Leben ewiglich ist – jede schmerzvolle Empfindung von dem oder jeden Glauben an das, was Leben nicht ist, zerstören kann.“
Ich bin der Praktikerin sowie Mrs. Eddy, Christus Jesus, unserem Wegweiser, und Gott tief dankbar. Und ich stelle dieses Zeugnis aus Dankbarkeit und demütiger Freude als Beweis für christlich-wissenschaftliches Heilen bereit.
Todd Fish
Agoura Hills, Kalifornien, Vereinigte Staaten
