
Zeugnisse
Ich habe vollauf Grund, Gott meinen Dank zu bezeugen für den Segen, der mir durch Christian Science zu teil geworden ist. Vor nahezu zwei Jahren wurde ich durch Verdauungsstörungen so geschwächt und elend, daß ich gezwungen war, das Bett zu hüten.
Eingedenk der mannigfachen Segnungen, die ich aus Mrs. Eddy’s Schriften und unseren Zeitschriften empfangen, möchte ich gern hierfür Gott danken, der mich zu Christian Science geleitet.
Als ich zuerst von Christian Science hörte, war ich in einem solchen Zustande, daß irgendwelche Hilfe willkommen war, denn ich litt an Asthma und Verdauungsschwäche, so daß ich die halbe Zeit nicht imstande war zu arbeiten, und Medizin brachte mir keine Linderung mehr. In unserer Familie war meistens eines der Kinder krank.
Mit dem Gefühl inniger Dankbarkeit gegen die göttliche Liebe, die mich den Weg der Wahrheit oder Christian Science finden ließ, möchte ich einiges mitteilen von meinen Erfahrungen, die ich mit meinen lieben Angehörigen in Christian Science gemacht habe. Wenn ich einen Blick in die Vergangenheit zurückwerfe, so erscheint mir alles, wie ein wirrer Traum.
Als ich Christian Science kennen lernte, gehörte ich zu den Menschen welche glauben, daß Gott ihnen Krankheit, Schmerzen und Sorgen schickt. Bisher hatte ich immer Trost in den evangelischen Gottesdiensten gesucht, doch auch hier wurde gelehrt, daß Krankheiten und Sorgen von Gott geschickt würden, um uns zu prüfen und wir müßten diese Prüfungen geduldig tragen und über uns ergehen lassen.
Vor ungefähr vier Jahren, nachdem ich auf verschiedenen Weisen Hilfe für körperliche Leiden gesucht hatte, wurde ich von einem treuen Freund auf die Lehre der Christian Science aufmerksam gemacht. Nach einigem Widerstreben, kam ich zu dem Entschluß sie zu prüfen, mit dem Gedanken, daß, wenn diese Lehre Hilfe bringen könnte, sie auch für mich da wäre, wenn nicht, dann wollte ich sie beiseite legen; aber ich wollte Gewißheit haben.
Mit dankbarem Herzen möchte ich auch mein Zeugnis ablegen, in der Hoffnung, daß es anderen helfen möge. Ich möchte es gern die ganze Welt wissen lassen, wieviel Gutes uns durch Christian Science zu teil geworden ist.
Es freut mich, heute Zeugnis ablegen zu können, über einen Vorfall, der mir kürzlich begegnete. Von einem Besuche bei verwandten Scientisten heimkehrend, mit denen ich die Predigt „Unwirklichkeit” studiert, benützte ich die Trambahn, den Kondukteur ersuchend, an der meiner Wohnung nächstliegenden Straße zu halten.
Auch ich bin der Christian Science zu unaussprechlichem Dank verpflichtet. Bereits seit fünfzehn Jahren mußte ich zu Handarbeiten und zum Lesen eine Brille gebrauchen, und nachdem ich mehrere Gläser gehabt hatte, verordnete mir vor acht Jahren der Augenarzt ein dunkles Glas, welches ich immer tragen sollte.
Ich fühle, daß es an der Zeit ist, der Welt meine Erfahrungen, die ich in Christian Science gehabt, mitzuteilen. In unserer Familie hatte sich ein Übel eingeschlichen, welches die Ärzte erbliche Schwindsucht nannten.